Dienstag, 25. September 2012

Freizeitpark


Der Parkplatz wird umrahmt von einem Zaun, der schon bessere Zeiten gesehen hat. Die abblätternde Beschriftung bezieht sich auf das 30jährige Bestehen des Parks – vor über 10 Jahren. Zur Abrundung stehen in einer Ecke ausgemusterte Safari-Schienenbusse herum.
Gleich gegenüber dem Souvenir-Shop (das übliche Sortiment ohne wirkliche Überraschung) ein schöner Service für Familien mit kleinen Kindern – Kinderwagen in Tierform zum kostenfreien Ausleihen. Es muss lediglich 5 EUR und der Personalausweis als Pfand hinterlegt werden. 

Daran schließt sich der erste „Rummelplatz“ an. Am Tag unseres Besuchs rührte sich aber so gut wie nichts dort.

Der Streichelzoo mit einigen Alpaccas und sehr hungrigen Ziegen überzeugte nicht wirklich. Alles schien etwas zwischen den „Attraktionen/Showgeschäften“ deplatziert.

Das einzig verbliebene Breitmaul-Nashorn „Buffy“ ist inzwischen über 40 Jahre alt und liegt aufgrund ihres Alters auf ihrem Gehege herum – zwischen Superrutsche und dem „Palast“ der weißen Tiger. 

  

Die Beschriftung am Palast benennt die beiden Exemplare übrigens als das erste Zuchtpaar – dieses ist aber bereits vor über 10 Jahren gestorben. Bitte einmal aktualisieren und auf die großspurige Angabe der Kosten für den Bau der Anlage verzichten. Kommt besser.

Ein echtes Highlight bildet die erst 2010 eröffnete Geparden-Anlage. Vom Dach des Stallgebäudes aus hat man einen schönen Blick in die verschiedenen Gehege. Die beiden Zuchtmännchen waren in Einzelgehegen, während die Weibchen (darunter eine der Handaufzuchten aus dem Jaderpark von 2009) sich auf dem Gelände des Hochseilgartens frei bewegen konnten. Wer schwindelfrei ist, kann unter Anleitung seit diesem Jahr von Station zu Station hangeln. Gleichzeitig hat man einen ungestörten Blick auf die eleganten Katzen.

Ebenso relativ neu ist die Anlage für die weißen Löwen. Das Außengehege wurde gerade repariert. Deshalb hielten sich nur einige Junglöwen in einem Vorgehege auf.

Das Innengehege – einsehbar durch große Fenster – hatte dann aber auch eine Überraschung bereit: Eine Löwin säugte gerade ihren dreiköpfigen Nachwuchs. Die Kleinen schauten zwischendurch aber gerne neugierig in die Welt.


In vielen Blockeinträgen wird häufig der Affenzug kritisiert. Bei unserer Fahrt durch das Gehege der Berberaffen ist uns aber nichts aufgefallen, das auf eine schlechte Haltung hinweisen würde. Im Gegensatz zu den Schilderungen vertrieben sich nur relativ wenige Tiere die Zeit mit Spielen und Futtersuche.
  

Einmal um das zeltartige Café Restaurant „Oriental“ herum, befinden sich am See die Flamingos und rosa Pelikane. Damit hatten wir (fast) den gesamten Tierbestand gesehen und mussten nicht weit, denn neben dem sogenannten „Hollywood-Grill“ in der Nähe des Parkplatzes, war nur das „Oriental“ geöffnet.

  

Ausgerichtet am Geschmack von Pauschaltouristen gibt es eine bunte Mischung an Schnitzelgerichten. Wir entschieden uns für ein Jägerschnitzel mit Pommes und Krautsalat bzw. Gemüse aus dem Wok mit Nudeln. Das Pfannengericht war sehr gut abgeschmeckt und wirklich reichlich. Das Schnitzel war „überschaubar“. Der Preis ging insgesamt in Ordnung.



Gestärkt ging es – auch aufgrund des Wetters – auf die letzte Etappe Richtung Westernstadt. In der Kulisse, die selbst Bad Segeberg oder Elspe zur Ehre gereichen würde, lebt wohl Deutschlands einziges Zebroid. Eclyse ist ein Hybrid aus Zebra (Mutter) und Pferd. Uns zeigte es sich leider nur sehr kurz. Ansonsten versteckte es sich lieber hinter seinem Gefährten, einem hübschen Schecken.

Damit endete der Besuch in Stukenbrock. Positiv ist die sehr gute Beschilderung und der kurze Weg zur Autobahn. Trotzdem werden wir uns sehr überlegen, ob wir dieses Ausflugsziel noch einmal ansteuern wollen.

Fahrt über die Afrika-Savanne

Nach einem kurzen Stopp auf dem Parkplatz passierten wir das erste Tor in ein Löwengehege. Die Löwen (weiß und normal gemischt) thronten auf einer Plattform und nahmen es in stoischer Ruhe auf, dass die Besucher sie mit ihren Autos umkreisten (außer uns noch eine VIP-Safari-Tour). Der Vorteil: Es gelangen tolle Aufnahmen. Der Nachteil: ein erster schaler Beigeschmack.


Ein Wort zu den Wegen: Wer einmal kurz vor der Wiedervereinigung das damalige Zonenrandgebiet auf der östlichen Seite mit dem Auto besuchte, wird bei der Durchfahrt lebhaft an diese Schlaglöcher erinnert. Der Parkleitung ist dringend angeraten hier im Winter einen neuen Belag aufzubringen, bevor der erste Besucher mit Achsbruch in den Untiefen dieser „Schweizer Käse“-Wege liegenbleibt.



Nächste Station: Tiger – merkwürdiger Weise ließen sich nur weiße Tiger blicken. Von den angekündigten braunen Tigern war nichts zu sehen.



Noch ein Gehege mit Löwen und dann waren wir schon auf der „Afrika-Savanne“. 

Als Erstes begrüßten uns hier allerdings Nandus – bekanntlich in Südamerika beheimatet. Auffällig: auch hier blickte uns das eine oder andere blaue Auge von Albinos an.
Trampeltiere (Asien), Dromedare, afrikanische Elefanten (in einem abgesperrten Gelände), Zebras, verschiedene Antilopen-Arten (Elen, Oryx und Gnus), Giraffen, Guanakos, Lamas und Watussi-Rinder gehören zu den Bewohnern dieser großen Fläche, die allerdings auch den Abschluss der „Safari“ bildet.

    

Direkt am Ausgang heißt es Karten abgeben. Eine zweite Tour durch diesen Teil kann es also nicht geben, es sei denn mit einer VIP-Safari-Tour oder einer Busfahrt (natürlich mit Aufpreis).


Hollywood- und Safaripark Stukenbrock


Zoo Safaripark Stukenbrock - Schloß Holte-Stukenbrock, Germany  Es war einmal ein freier Tag unter der Woche und schönes Wetter. Deshalb machten wir uns auf in das von Bremen ca. 3 h entfernte Stukenbrock. Der dortige Hollywood- und Safaripark hatte uns netter Weise gleich zweimal Freikarten gewinnen lassen. So was lässt man schließlich nicht verfallen.

Der Park wurde 1969 von dem Hoteliers-Ehepaar Robert und Hildegard Wurm gegründet. Der Sohn Fritz Wurm führt das Unternehmen seitdem. Mehrfach war der Park mit seinen Nachzuchten an weißen Tigern und Löwen auf verschiedenen Sendern (u. a. „Menschen, Tiere und Doktoren“ auf Vox) zu sehen.

Unser Besuch lag in der Nachsaison und unter der Woche scheint sich der Besucheransturm sehr in Grenzen zu halten. Ohne Wartezeit passierten wir das Kassenhäuschen. 


Der „Safari-Guide“ ist mit 2,50 EUR noch günstig. Die Eintrittspreise sind jedoch mit 26 EUR f. Erwachsene und 22 EUR für Jugendliche ab 14 Jahre im obersten Bereich. (Zum Vergleich: Im Serengeti-Park Hodenhagen kann der Fahrer eines Autos dank der großzügig verteilten Freikarten (auch über die Homepage) jeweils kostenfrei den Park besuchen, sonst ebenfalls 26 EUR. Kinder bis 12 Jahren kosten 21 EUR.)
In der Nebensaison ist an Wochentagen keine Show und der Eintrittspreis daher auf 18 EUR gesenkt.

„Deutschlands großer Safari- und Freizeitpark in Schloß Holte-Stukenbrock. Über 600 Tiere im Safaripark, 20 Fahrattraktionen und Shows im Hollywoodpark sorgen für Freizeitspaß ohne Grenzen.“ (Eigenwerbung) Was dabei vergessen wird: Es handelt sich um 16 Tierarten, die sogar noch pro Farbschlag als eigene Art gerechnet werden.


Alle Bilder findet ihr hier

Montag, 24. September 2012

Gästebuch

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Weiterhin viel Spaß mit unseren Zoobesuchen!

Die bessere Hälfte