Samstag, 13. Oktober 2012

Der ehemalige Baby-Zoo, Teil 1


 
Am Samstag war es wieder einmal soweit. Auf dem Weg zu einer Familienfeier machten wir noch einen Abstecher in den ehemaligen Baby-Zoo in der Wingst. Nach dem Tod des Katers Raja mit biblischen 18 Jahren hat die Tigerin Rani neue Gesellschaft aus Aschersleben bekommen: die weiße Tigerin Tamuti. 

Doch zunächst begegnete uns am Eingang eine andere Katze: Die Hausdame der Wingst begrüßte uns wie alte Bekannte. Und nach den obligatorischen Streicheleinheiten, ließ sie es sich auch nicht nehmen uns auf den rechten Weg zu bringen.

Die Flamingos standen sich fotogen spiegelnd im Wasser, während der flugunfähige Storch lieber vom Teichrand nach Fröschen Ausschau hielt.



Neu für uns ist das Gehege neben dem Streichelzoo. Das Aluminiumgestell ist die neue Heimat von Araraunas. Den großen Papageien war es aber scheinbar heute zu kalt für einen Freiflug. Daneben tobten unbeeindruckt die Lisztäffchen. Diesen kleinen Krallenaffen werden wir in Wingst noch öfters begegnen. 


Wegen der Nähe zu einem Erdmagnetischem Observatoriums des Bundes, dürfen in Wingst nur Zäune aus nichtmagnetischen Materialien verwendet werden. Daher kann bei den Gittern kein Anstrich erfolgen. Das macht das Fotografieren teilweise zur Herausforderung.


Halloween steht vor der Tür - im Schaufenster der Mäuse 
nicht zu übersehen. Die Bewohner des Kürbiskopfes steckten ab und zu neugierig ihre Nasen heraus.



In dem Häuschen, indem früher die Menschenaffen-Kinder großgezogen wurden, wohnen aktuell auch die Hauben-Kapuziner. Über einen Gittertunnel können sie zwischen Außen- und Innengehege wechseln. 


Weiter führt der Weg an den eleganten Schneeeulen vorbei. Rechts halten und wir stehen vor dem großen Tori-Tor, das auf die Bewohner der hinteren Freianlage hinweist: Die Japan-Affen bzw. Rotgesichtsmakaken. Im vorderen Bereich ziehen die jungen Dingos unsere Aufmerksamkeit auf sich. Der Nachwuchs von diesem Jahr ist inzwischen von den Eltern abgetrennt und genießt die letzten warmen Herbsttage in ihrer ehemaligen "Kinderstube".

Von der Plattform auf den Innengehegen hat man einen herrlichen Blick auf die Japan-Affen und auf den Olymp. So heißt der Berg, auf dem der Zoo steht, tatsächlich. 

Die Affen nutzen ihre große Freianlage ausgiebig zum Spielen, Grooming und vielem mehr. Man hat nicht den Eindruck, dass sie noch andere Beschäftigungen brauchen. Hier gibt es genug zum Entdecken.

Vorbei an dem begehbaren Freigehege der Krallenaffen - die Liszt-Äffchen mussten natürlich sofort nachsehen, wer wir sind - und den Guanakos - verfressen, aber Streicheleinheiten gegenüber sehr abgeneigt - kamen wir zu den Löwen. "Leo" und seine  zwei Damen "Azana" (* 2006 in Rostock) und Kibibi (*2008 in Osnabrück) sind noch relativ jung. Doch davon ist inzwischen nicht mehr viel zu merken. Die Mähne des Katers aus Rostock ist bildschön geworden.

Die Erdmännchen zogen es vor, unter der Wärmelampe zu bleiben. Die Wüstenbewohner können dem deutschen Herbst augenscheinlich nichts abgewinnen. Ebenfalls eher bedeckt gaben sich die Maras. 

Der große Star im Zoo ist derzeit Tamuti, die weiße Tigerin aus Aschersleben, die erst kürzlich eingezogen ist. Nach dem Tod des Katers sollte die 20jährige Rani wieder Gesellschaft erhalten. Doch die Zusammenführung gestaltet sich schwierig, da die alte Dame keine Veränderungen mag - sei dies ihr Gehege oder ihre Gesellschaft. So sind die beiden Katzen derzeit noch getrennt und die schon ausgearbeiteten Pläne für eine Erweiterung des Geheges stehen noch auf "Warten". Bei unserer ersten Runde sonnte sich die weiße Schönheit gerade im hinteren Teil hinter einem Felsen versteckt. Bei der zweiten Runde vertrat sie sich die Beine und erzählte ausgiebig. Wir richteten herzliche Grüße von ihren Freunden auf Facebook aus.

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