Samstag, 20. Oktober 2012

Mucaja und Kaduna - die Kämpferinnen

Kaduna und Mucaja
Für alle Besucher immer wieder ein Höhepunkt  auf dem Rundgang, sind die Geparden.

Ihre Geburt Ende 2008 in einer holländischen Zuchtanlage stand unter einem schlechten Stern. Ihre Mutter erkrankte und daher übernahm der Jaderpark die Aufzucht der insgesamt 6 kleinen Geparden: Duma, Jaris, Kaduna, Kaya, Mucaja und Tibati.

Im April kam es zum Unfall. Beim Spielen brach sich Mucaja - ausgerechnet die Zutraulichste des Wurfs - ihr Hinterbein mehrfach. Die Heilung verlief zufriedenstellend, es blieb aber ein deutliches Humpeln zurück. Daran kann man bis heute die Schwestern am Einfachsten unterscheiden.

Das Schicksal des Wurfs stand unter anderem im Mittelpunkt der Doku-Serie "Seehund, Puma & Co." (Das Erste). 

Spielstunde mit Dagmar Hein, im
Hintergrund Gaby Grond
Mit der Ankunft eines weiteren Wurfs Geparden verschwanden dann Mucaja und ihre Geschwister aus dem Fokus der Berichterstattung. Wenn ich mich recht erinnere, litten alle sechs Tiere unter schwachen Knochen aufgrund der Mangelernährung durch ihre kranke Mutter. Erst der Beinbruch brachte dies ans Licht. Doch trotz der aufopfernden Pflege durch Gabriele Grond und ihrer Kollegen - natürlich unter Anleitung des damaligen Chef des Parks, Dr. Dieter Minnemann - mussten sich Kaduna und Mucaja regelrecht ins Leben zurückkämpfen.

Schmusen mit Mama
Gerade deshalb sind die Beiden ihrer Pflegerin auch besonders ans Herz gewachsen. Sie kennt jede - aber auch wirklich jede - Gefühlsregung bei den Katzen. Am Mittwoch hatten sie ihren Fastentag, deshalb liegen sie am Donnerstag natürlich erstmal beleidigt in der Ecke. 

Dabei toben gerade jetzt leckere Snacks auf den benachbarten Anlagen. So ein kleiner Tapir oder das erst eine Woche alte Alpacca-Fohlen sind so richtig nach dem Geschmack der Raubkatzen. Wenn man nur da ran käme...

Einstellungsgespräch vor dem
Gepardenhaus - 

man muss jede Gelegenheit nutzen
Gaby muss mehrfach rufen, bis sich die Damen schmollend in Richtung Haus begeben. Dann wird aber schnurrend mit "Mama" geschmust. "Meist muss ich mich nur auf der Anlage auf einen Stein setzen und schon habe ich wenig später mindestens eine von ihnen auf dem Schoss." Wer schon einmal Bilder gesehen hat, die bei solchen Gelegenheiten entstanden sind, wird keine Zweifel haben. Leider lassen die vielen Aufgaben der Obertierpflegerin kurz vor ihrem Urlaub kaum Zeit zum Schmusen. 

Umso wertvoller die Zeit miteinander. Danke, Gaby, dass wir dabei sein durften.


Natürlich sollen auch die beiden Kater, die gegenüber dem Giraffenhaus residieren, nicht vergessen werden. Die haben die Schafe nebenan sogar fast auf Pfotenlänge und kommen nicht ran - gemein, oder?

Die Voraussetzungen für eine Fortsetzung der Zucht im Jaderpark sind somit also gegeben. 

Fragt sich nur, wann.

Weiß jemand, was aus dem Rest des Wurfs wurde?

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