Mittwoch, 3. Oktober 2012

Sambesi

Auf zur Löwenschlucht und den Berberlöwen. Damit betraten wir die letzte Themenwelt „Sambesi“.  Kurz vor der Fütterung drängten sich viele Besucher um die Durchblicke mit und ohne Glas auf das Gehege. 

       


Uns war es etwas zu voll und daher – weiter zur Afrika-Savanne. Hier tummeln sich Giraffen, Springböcke und Blessböcke. Von der Safari-Lounge hat man den besten Blick und wir hatten besonders Glück. Der Giraffenbulle Schorse knabberte auf Armeslänge am Heu und lieferte hübsche Schnappschüsse. 

   

Die Region Sambesi ist bestückt mit Gnus, Elenantilopen, Impalas, Thomsongazellen, Berg- und Steppenzebras. In eigenen Gehegen leben Spitzmaulnashörner, Erdmännchen und Stachelschweine. Eine weitere afrikanische Klimazone repräsentiert Timbuktu mit Dorcas, Addax und Somalia-Wildeseln. Hier beteiligt sich der Zoo Hannover intensiv mit Auswilderungs-Projekten in der Wüste Sahara.

    


Wer nicht gerade im Spätherbst und Winter den Zoo besucht, sollte die Bootsfahrt auf dem Sambesi nicht verpassen. In gemütlicher Geschwindigkeit gleiten die Schiffchen vorbei an Nimmersatt, Kronenkranich, Flusspferden, Flamingos, Kormorane, Savanne und Wüste. Zum Abschluss hat man auch die Nashörner noch einmal auf Augenhöhe. Da der Andrang sehr groß ist (Schilder geben an, wo mit welcher Wartezeit zu rechnen ist), werden die Besucher gebeten, diesen Service nur einmal zu nutzen. 

    

Jetzt knurrt der Magen aber unüberhörbar. Da trifft es sich gut, dass gleich nebenan das Café Kifaru zum Einkehren mit toller Aussicht einlädt. Auf den ersten Blick ist die Auswahl etwas beschränkt, doch bei den verschiedenen afrikanischen Spezialitäten findet jeder etwas. Wir entschieden uns für ein Baguette mit Chicken-Curry und Ananas bzw. einen Riesen-Burger Marke XXL, dessen Beilagen selbst an einem Buffet zusammengestellt werden kann. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt.



Rundum satt, machten wir uns auf die letzte Etappe des Tages. Über eine Brücke führt der Weg zur Showarena. An diesem Tag waren leider keine Vorstellungen mehr – unser Zeitmanagement war nicht das Beste. Regelmäßig sind hier Nasenbär, Seelöwe & Co. die Stars.

Trotzdem lohnte sich der Weg, denn hier befindet sich auch das Schulungszentrum für die Mendes-Antilopen . Auf der früheren Anlage der Kängurus und Wombats grasen heute weitere Addax-Antilopen. Etwas weiter blicken kleine Kudus, Rotducker, Nyalas, Dik Diks und Pferdeantilopen irritiert hoch. Auf ihren schlichten Anlagen der 70er Jahre werden sie scheinbar nur noch selten in ihrer Ruhe gestört. Für uns eine angenehme Oase in dem ganzen Trubel. Optischer Schwachpunkt ist der Betriebshof, der nur mit einem bemüht witzigem Bauzaun abgesperrt ist.

    

Wieder zurück über die Brücke und am Sambesi vorbei, erwarten uns bei den Flusspferden buchstäblich trübe Aussichten. Die Umwälzfilter sind ausgefallen und so sieht man von den mächtigen Tieren nur Nasen, Augen und Ohren aus dem Wasser ragen. 


Einen wirklich witzigen Schlusspunkt setzt das begehbare Gehege der rosa Pelikane. Einer der mächtigen Vögel spielt den Torwächter und wackelt neben uns den Weg am Wasser entlang. Er lässt sich sogar streicheln. Man sollte es jedoch nicht übertreiben, denn die großen Schnäbel haben scharfe Spitzen. Nicht umsonst dürfen Kleinkinder unter 5 Jahre nur auf dem Arm der Eltern hier durch.


Den ganzen Tag über hatte es schon gedroht, nun setzte eine wahre Sintflut unserem Ausflug für diesmal ein Ende. Doch es wird bestimmt ein Wiedersehen geben.

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