Samstag, 13. Oktober 2012

Wolfs- und Bärenwald


Entweder holt man sich an der Kasse beim Verlassen des alten Zoobereichs eine Münze oder es reicht das Vorzeigen des Kassenbelegs - je nachdem, ob die Kasse im Erweiterungsbereich besetzt ist.

Ein Stück außerhalb den Olymp hinauf, führt der Weg in den Wolfs- und Bärenwald. Dieses derzeit 2 Hektar große Gelände soll in Zukunft auf ca. 6 Hektar vergrößert werden. Neben den namensgebenden Tierarten sind bereits die Dingo-Eltern eingezogen. Demnächst sollen Nordluchse folgen. Dieses Gehege befindet sich nahe dem Eingang und ist soweit schon bezugsfertig.

Suchbild mit Wolf - wer findet ihn?
Die drei Braunbären  (*1993, Marka, Mischka und Munja) gehören noch zum "Altbestand" und wohnten bis 2007 zusammen mit der Seniorin Pauline (1976 im Berliner Zoo geboren) im jetzigen Löwengehege. 

Dann konnte endlich der von Direktor Wandrey vorangetriebene Umzug stattfinden. Ein Traum für jeden Tierfreund. Weitläufig mit altem Baumbestand, vielen Möglichkeiten zum Unterschlüpfen und Baden - so eine "Wohnung" wünscht man allen Zoo-Bären auf der Welt. Und sie sind nicht alleine. Durch einen 33 Meter langen Tunnel hat das Wolfsrudel von nebenan die Möglichkeit die Petze zu besuchen. Als wir da waren, saß tatsächlich ein Wolf auf einer Anhöhe und beobachtete seine Nachbarn.

Um das Revier der Wölfe führt ein Rundweg, der immer neue Perspektiven auf das 10köpfige Rudel eröffnet. Die grauen Jäger durchquerten in immer neuen Formationen den Waldabschnitt, um sich auf der Anhöhe in der Mitte immer wieder zu versammeln. Wie es schien, warteten sie wohl auf die Fütterung.

2011 wurden hier übrigens erstmals 5 Welpen aufgezogen - ein großes Schritt im sozialen Gefüge des Rudels.

Nach dem großen Bogen schließt sich das Gehege der Dingos an. Die australischen Verwandten der Wölfe sind verwilderte Haushunde und beweisen, dass aus einem Hund kein Wolf mehr werden kann. Die Wingster Tiere stammen aus dem ehemaligen Institut für Haustierkunde in Kiel. Die zernarbten Gesichter zeugen von der Wildheit dieser Rasse. Im Frühjahr hatten wir allerdings auch beobachten können, wie zärtlich sie im Umgang mit ihren Welpen sind.

Vorbei an einem weiteren Spielplatz für die Kinder kann man sich für den Weg am Bärengehege entlang entscheiden oder für den Aufstieg zu einer Aussichtplattform am Wolfsbereich.

Uns bot sich ein Anblick, der mir automatisch eine Melodie durch den Kopf schießen ließ: "Versuchs mal mit Gemütlichkeit..." Eine der Bärinnen schubberte sich ausgiebig und wahrlich genussvoll an einem Baum. Welch ein Anblick!

Mit einem letzten Blick auf die Bären endete dann auch unser Besuch für dieses Mal.

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