Sonntag, 4. November 2012

Serengeti-Park: Tierwelt - Teil 2

Bis zu diesem Punkt haben sich die Tiere hoffentlich nicht zu ausgiebig auf den Fenstern verewigt. Auf den nächsten Kilometern ist nicht an Aussteigen und Putzen zu denken. Denn jetzt geht es zu den Raubkatzen.

- Zuchtgruppenanlage Bengaltiger

Die Bengaltiger genießen die
Rückzugsmöglichkeit
Als Besucher hat man bei der Vorbeifahrt zwar Einblick, doch nur sehr begrenzt. In den letzten Jahren tobten hier auch Rothunde umher.
2009 rettete der Park fünf Weibchen und drei Männchen aus einem Zirkus in Portugal vor dem Verhungern. Zunächst stand nur die Eingliederung in eine völlig neue Umgebung im Vordergrund. Keiner glaubte so richtig an eine Zucht der Königstiger. Doch in diesem Jahr kamen erstmals 3 kleine Samtpfötchen zur Welt.


Weiße Löwen


Das kleine Rudel der Weißen Löwen (Katzen Brooks und Kotenay sowie Kater Snoary) aus dem Krüger Nationalpark spielt gerne Verstecken mit dem Besucher. Umso schöner, wenn Aufnahmen, wie die hier gezeigten, gelingen.
Nach dramatischem Beginn (Bilder/BILD) - zwei Jungtiere kamen per Kaiserschnitt zur Welt - freut sich der Park über regelmäßigen Nachwuchs. (Sat1-Beitrag)

Königreich der Löwen




Der Chef "Baba" und sein Harem - ca. 15-20 Tiere insgesamt - sind immer ein grandioser Anblick. Die Tierpfleger sorgen regelmäßig für Bewegung und Abwechslung. Und wer den einen oder anderen TV-Bericht gesehen hat, weiß, dass diese Katzen auch verdammt schnell sind und hoch springen können. (Videos)

Land der Bengalen

Die gesteiften Katzen sind zwar Einzelgänger und haben hier auch reichlich Platz sich aus dem Weg zu gehen. Doch sie liegen gerne zusammen oder schlendern quer über die Straße zum Wasserloch. Gereizt reagieren sie höchstens, wenn es um ihr Futter geht und die frechen Raben zu gierig werden. Das soll der eine oder andere Vogel nicht überlebt haben.

Trimm dich
Bengal-Style

Neben den schon erwähnten Tigern, die aus Portugal kamen, leben hier auch "alteingesessene" Tiere. Am aktivsten ist die Gruppe am Morgen oder Nachmittags kurz vor Schließung der Tierwelt, wenn die Fleischbrocken verteilt worden sind.


Weiße Tiger




Als sich Gerd Siemoneit-Barum nach über 50 Jahren aus der Manege zurückzog, sorgte er sich besonders um ein angemessenes Rentner-Domizil für seine weißen Tiger. Die fünf prachtvollen Tiere zogen im Frühjahr 2003 in ein Gehege am Ambroseli-Affenland. Madras (damals 9) und Mohan (damals 8) sowie die Weibchen Shiva (damals 10), Jasmin und Nashmi (beide damals 8) konnten mit großem Investionsaufwand ein sehr abwechslungsreiches Gehege beziehen. Die Hoffnung auf Nachwuchs erfüllte sich jedoch nicht.

Erst mit Bianca und dem ein Jahr jüngeren Paul gingen diese Wünsche in Erfüllung. Wie viele Erstgebärenden hatte Bianca ihren ersten Wurf im März 2010 nicht angenommen. Kiko und Rico wurden daher von Hanzi und Renate Hamza aufgezogen, wie bereits ihr Vater. Doch bereits beim zweiten Wurf - gleich 4 auf einen Streich - im Juli des gleichen Jahres übernahm Bianca selbst die Aufzucht.

Mit 11 Raubkatzen war das Gehege dann endgültig zu klein. In der Saison 2011 zog die "Großfamilie" in ihren jetzigen Bereich in der Tierwelt um. Die "Rentner" sind wieder in der Affenwelt unter sich.
Madras genießt die wieder eingekehrte Ruhe

Damit lassen wir die Raubkatzen hinter uns und fahren in den "gefürchtetsten" Bereich des Parks:

Kalahari-Ebene: Schwarzbären, Paviane, Strauße, Kulane, Trampeltiere, Mähnenschafe

Seit diesem Jahr patrouilliert ein Wagen über die Anlage. Die Gegner sind zahlreich und verdammt schnell. Sie haben es auf den Lack, die Scheibenwischer-Anlagen, Antennen und was sonst so an den Autos baumelt abgesehen. Wer den Fehler macht, zu lange an einer Stelle zu stehen, gerät in ihr Fadenkreuz:


Aufnahme von 2008
Die Paviane sind bzw. waren der Schrecken der Besucher mit Neuwagen. Verstärkung erhielten sie ab und zu von den neugierigen Schwarzbären. Uns hat es auch mal erwischt zugegeben. Damals fuhren wir noch einen alten Golf und die Tierchen hatten die Einzelteile auch brav auf der Kühlerhaube liegen lassen. Daher konnten wir alles schnell wieder zusammensetzen. Das ist inzwischen durch die "Leibgarde" Geschichte - irgendwie schade.

Die anderen Bewohner - Mähnenschafe, Trampeltiere, Kulane und Strauße - sind dagegen sehr friedlich und halten auf Abstand. Gerade die seltenen turkmenischen Halbesel sind immer für ein Foto gut.











- Australien: Emus, Kängurus und Wasserbüffel

Nur wer keine Zeitung liest bzw. keine Nachrichten sieht, wundert sich über die Sicherheitsmaßnahmen, die im anschließenden Bereich aufgefahren werden. Diese gelten allerdings nicht den aufmüpfigen Emus oder den mächtigen Wasserbüffeln (Neuzugänge vom letzten Jahr).

Den ach so niedlichen Wallabys gilt der Aufwand. Nach der Devise "Stille Wasser sind tief" haben sich die Bennet-Kängurus zu den Ausbrecherkönigen gemausert. Den Anfang machte 2008 Toto. Er hielt im Mai 14 Tage lang die Umgebung in Atem. Dieses Jahr waren es sogar zwei: Urmel und Wickie, die es noch länger schafften. Leider bewirkte der Streß der Jagd, dass Urmel nach der Rückkehr ihr Joey zu früh aus dem Beutel warf. Sabrina wurde zwar in die erfahrenen Hände von Regina Hamza gegeben, doch auch sie musste einsehen, dass das Frühchen nicht überleben konnte.

Weiter geht es zurück nach Afrika: Botswana-Land. Mehr davon im 3. Teil

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