Dienstag, 13. November 2012

Serengeti-Park - Tierwelt, Teil 3

Chapman-Steppenzebras, im
Hintergrund Watussi,
Breitmaulnashorn und Dromedare
Der Wasserfall ist ein beliebter
Treffpunkt
Wenn die vorherigen Teile den Tieren fast schon so etwas wie Freiheit bieten, dann gilt dies besonders für den folgenden Abschnitt:






Botsuana-Land: Breitmaul-Nashörner, Watussirinder, Chapman-Steppenzebras, Litschi-Wasserböcke und Dromedare

Leicht hügelig, mal grünes Gras, mal wieder Gebüsch-Inseln - hier lebt die Savanne Afrikas noch einmal richtig auf. Besonders morgens ist Springen und Galoppieren angesagt.

Ein Nickerchen in Ehren...
Auch hier sind neugierige Nasen
unterwegs
Kein Wunder, dass sich die Breitmaulnashörner so wohl fühlen. Wer fürchtet, dass die Dickhäuter auf sein Auto losgehen könnten, wird überrascht. In aller Ruhe grasen hier die kurzsichtigen Tiere gleich neben der Straße oder liegen in Gruppen an ihren Lieblingsplätzen. Vor zwei Jahren kam das bisher letzte von 43 Jungtieren zur Welt. Damit ist der Serengeti-Park eines der Zentren für den Erhalt der weißen Nashörner. Ebenso beeindruckend der "Altersrekord": Im letzten Jahr starb der Nashorn-Bulle "Charly" im Alter von 53 Jahren - ein absolut biblisches Alter (Spiegel) für diese Art.



Auch die Chapman-Steppenzebras, Dromedare, Litschi-Wasserböcke usw. fühlen sich pudelwohl und sorgen für regelmäßigen Nachwuchs.




Am Wasserloch mit Kaskade vorbei durchfahren wir ein Tor aus zwei riesigen Stoßzähnen und sind im

Elfenbein-Tal: Afrikanische Elefanten

Veri und Bou-Bou
Die kleine Herde von Afrikanischen Elefanten - Veri, Nelly, Umtali, Juumane und Tonga - kann ebenfalls große Erfolge verbuchen.

Nach umfangreichen Umbauarbeiten - ursprünglich liefen die Elefanten unter Bewachung frei im Park herum - und der Anschaffung eines Bullen (Tonga wurde von einem Zirkus angekauft), hofften alle auf schnellen Nachwuchs.

Veri, geboren ca. 1986 im Krüger Nationalpark, Maus und Duina kamen alle für Nachwuchs in Frage, wobei Letztere die Leitkuh war. Tonga brachte die gesamte Hierarchie jedoch durcheinander, als er sich für Veri als seine Favoritin entschied. Die ersten Deckakte wurden bereits 2002 vermerkt. Es dauerte jedoch noch bis zum 23. März 2006 bis Bou-Bou (Suaheli für "Kleiner Elefant") als erster afrikanischer Nachwuchs in Norddeutschland nach ca. 30 Jahren auf die Welt kam. Obwohl die Kühe keinerlei Erfahrungen hatten, klappte alles ohne Probleme.

Bis März 2012 blieb Bou-Bou im Familienverband. Kurz vor Eintreten der Pubertät (wie auch in der Natur üblich) musste er Hodenhagen verlassen. Derzeit lebt er in einer reinen Jungbullenhaltung in Südfrankreich, bis das EEP über seine weitere Zukunft entscheiden wird.

In der Zwischenzeit hatte es große Veränderungen gegeben. Die beiden "Tanten" Duina und Maus waren nach Spanien abgereist, da keine Hoffnung auf Nachwuchs von ihnen mehr bestand und die Rivalitäten mit Veri sich verstärkten. Es verblieb die 2002 aus dem  Zoo Osnabrück gekommene Kuh Umtali (geboren 1986 in Zimbabwe). Diese hatte dort einen Pfleger angegriffen. So war die Haltung im "protected contact", wie in Hodenhagen, die beste Lösung.

Veri und Nelly
Bereits 27.12.2009 bekam Bou-Bou eine kleine Schwester, Nelly. Die Geburt war wieder problemlos und das Kalb fand liebevolle Aufnahme bei seiner Mutter und "Tante".
Von links: Bou-Bou, Nelly (zwischen den Beinen), Veri und Umtali





Erster Spielkamerad war natürlich ihr großer Bruder. Inzwischen ist jedoch Juumane (EleWiki) an seine Stelle getreten. Mit seinem Einzug im Frühjahr 2012 verbindet sich die Hoffnung auf weiteren Nachwuchs mit Nelly und eventuellen weiteren Kälbern von Veri und Tonga.

Eine Erweiterung der Herde durch weitere Kühe im passenden Alter könnte schwierig werden.

Der Neue: Juumane
Wie bereits erwähnt, wird die Herde im "geschützten Kontakt" gehalten. Das heißt, Tier und Pfleger bleiben immer durch die jeweiligen Absperrungen getrennt. Nagelpflege, Untersuchungen und ähnliches können nur im Rahmen von speziellem Training durchgeführt werden. Ein Eingreifen bei eventuellen Rangstreitigkeiten - und da ist Veri in der Vergangenheit nie zimperlich gewesen - ist schon vom Gelände her fast unmöglich.

Erfreulich für die Besucher: Das Füttern mit Gemüse, Äpfeln und Knäckebrot ist erlaubt. Davon ist allerdings die kleine Nelly noch ausgeschlossen. Ihre Mutter ist immer die erste Anlaufstelle für Futter. Sie verteidigt energisch diese "Vormachtstellung". Nur mit einiger Ablenkung können dann auch Juumane und Umtali was abbekommen. Das Füttern ist neben dem Spaß für die Besucher auch eine willkommene Beschäftigung für die intelligenten Dickhäuter.

Die Herde wird relativ früh am Nachmittag wieder in ihr Haus gelassen. Daher empfiehlt sich die Runde durch die Tierwelt nicht zu spät anzutreten. Diese neigt sich jetzt auch dem Ende zu, denn das Elfenbein-Tal ist gleichzeitig der Wendepunkt. Auf der "Gegengerade" geht es über Botsuana-Land und Afrika-Savanne (die Giraffen warten meistens schon am Tor auf den nächsten Snack) zu den Parkplätzen.

Hier kann man sich entscheiden, ob man noch eine Runde durchs Tierland machen möchte oder z. B. dem Affenland einen Besuch abstattet. 

Das Affenland teilt sich auf in "Affentunnel", verschiedene Freigehege und das Amboseli-Menschenaffen-Reservat. Hier besteht auch die Möglichkeit über eine Hängebrücke (sehr wackelig) zu einer Aussichtsplattform zu klettern, von der man die Savanne überblicken kann. Außerdem fahren von hier die "Dschungel-Safari-Touren" ab - eine Fahrt im offenen Wagen über verschiedene Bereiche der Tierwelt und einen nicht ganz ernst zu nehmenden Parcours mit "Spezialeffekten" - sollte man aber trotzdem nicht verpassen.

Die Fahrer haben häufig die allerneuesten Infos für die Besucher
  

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