Dienstag, 11. Dezember 2012

Arche Park Petermoor Bassum

Ein echter Geheimtipp in Bremen UmZu ist der "Arche Park" Petermoor in Bassum.

Neben der Schule liegt ein kleiner See, um den idyllisch die einzelnen Gehege angelegt sind. Nach seiner Gründung 1967 wurde zunächst Wert auf die Präsentation von exotischen Tierarten gelegt. In den letzten Jahren konzentriert sich der Förderverein jedoch vermehrt auf einheimische und zum Teil vom Aussterben bedrohte Haustierrassen und deren Nachzucht. Als erster Park in Deutschland überhaupt wurde Bassum 2007 von der "Gesellschaft zur Erhaltung alter und bedrohter Haustierrassen" (GEH) als Arche Park anerkannt.

Im Laufe von über 40 Jahren entstand eine schöne Mischung, die immer wieder zu einem abwechslungsreichen Spaziergang einlädt. Sehr beliebt ist die "Streichelzoo-Ecke" mit afrikanischen Zwergziegen und verschiedenen Hühnerrassen. Das Füttern ist hier erlaubt, sollte aber auf jeden Fall tiergerecht sein.

Der Eintritt ist frei und auch Hunde dürfen an der Leine mitgeführt werden. Der Förderverein, der für den Unterhalt des Parks sorgt, ist jedoch auf Spenden angewiesen. Daher ist jede Zuwendung in eine der zahlreichen Spendenboxen willkommen.

Der Besucher betritt den Park durch ein einfaches Holztor und "stolpert" eventuell über die ersten Bewohner - die Wasservögel können sich frei bewegen und stören sich auch nicht an uns. 

Anschließend wenden wir uns normaler Weise nach links, denn dort wartet das erste Highlight auf uns - das erst 2001 eröffnete Papageien- und Affenhaus. Nachdem sich jedoch Diebe dort zu schaffen gemacht haben, sind die verbleibenden Araraunas abgegeben worden. Daher leben dort "nur" noch die Kattas. Die Lemuren können aber nicht nur zwischen den beiden Häuserhälften wechseln - sie haben auch die Möglichkeit über einen Gittertunnel auf eine kleine baumbestandene Insel zu laufen.
Das perfekte Enrichment, wenn sie sich dort auf den Boden mit den Enten um die Vorherrschaft streiten.



Die Lama-Familie
Gleich nebenan leben Lamas und Nandus. Bei den Südamerikanern gibt es regelmäßig Nachwuchs. Leider ist die Umzäunung so perfekt, dass die Tiere nur mit Abstand zu bewundern sind.
Bitte nicht füttern
Vorbei an Quessant- und Soay-Schafen, Widder-Kaninchen und Kronenkranichen, sowie Westfälischen Totlegern (seltene Hühnerrasse) führt der Weg weiter zu den Sika-Hirschen und Hirschziegen-Antilopen. Das Gehege war bei unserem ersten Besuch eine echte Überraschung, da diese Antilopen extrem selten in deutschen Zoos zu finden sind. In Norddeutschland wissen wir nur noch von Beständen im Tierpark Hagenbeck und dem Serengeti-Park Hodenhagen. Die Tiere sind recht zutraulich, aber Nahrungsspezialisten. Daher weisen Schilder dringend darauf hin, nicht zu füttern - auch wenn der Augenaufschlag noch so verführerisch ist.

Wer bist du?
Beim nächsten Gehege fallen zunächst die wunderschönen australischen Trauerschwäne auf. Die eigentlichen Bewohner sind klein, flink und knuffig: Parma-Kängurus. Stolz ist der Förderverein auf den regelmäßigen Nachwuchs. Wir hatten allerdings noch kein Glück und verpassten es, wenn die Joeys die Köpfe rausstrecken.

Auch an heißen Tagen bietet sich hier unter den hohen Bäumen ein angenehmer Platz zum Beobachten und Abschalten.

Wo bleibst du solange?
Nach einigen Volieren mit Fasanen- und Hühnervögeln, Tauben und Meerschweinchen, werden die Besucher schon "sehnsüchtig" von den Zwergziegen erwartet. Wie üblich kennt hier keiner Zurückhaltung, sobald man ihr Gehege betritt. Sehr kleine Kinder sollten daher besser durch den Maschendrahtzaun füttern, da Standfestigkeit gebraucht wird. Aber das ist ja auch eine Sache, die in allen Streichelgehegen gilt.

An der Kreuzung zum Rundweg steht ein Holzkäfig mit sehr munterem Innenleben. Hier wohnen die russischen Streifenhörnchen. Dieses Jahr gab es siebenmal Nachwuchs. Die "Chipmunks" mit ihren buschigen Schwänzen sind ständig in Bewegung. Das Fotografieren wird dadurch nicht unbedingt leichter.

Schon einmal ein Huhn mit Bart gesehen? Oder sich von einer Leine-Gans anschnattern lassen? Es gibt bei jedem Besuch - egal zu welcher Jahreszeit - viel zu entdecken.

Weitere Infos auf der Homepage.

Bilder von unseren verschiedenen Besuchen: 1 2 3 4 5 

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