Montag, 21. Januar 2013

Tierpark Ismer - 3. Teil: Weiter auf dem Rundgang

Eben noch beobachten wir gebannt die tapsigen kleinen Tiger, da fesseln weitere vier kleine braun gemusterte Kätzchen meine Aufmerksamkeit. Auch die Chile-Pumas konnten sich im letzten Frühjahr über Nachwuchs freuen. Im Abstand von nur wenigen Tagen warfen gleich beide Katzen insgesamt 7 Junge.

Bei dieser Unterart haben die Jungtiere ein auffälliges Tarnmuster, das sich aber schnell wieder verliert. Die Kleinen wachsen wesentlich schneller als ihre Nachbarn, die Tiger, und sind daher schon wenige Wochen später kaum noch von den Eltern zu unterscheiden.

Wir hatten Glück, dass wir am richtigen Tag im Park waren.

Die Gehege selbst sind übrigens groß und abwechslungsreich gestaltet. Mancher mag die Hand eines Designers vermissen, aber das stört die Tiere wenig.

Der üppige Kindersegen spricht Bände.

Zurück auf den Hauptweg und noch einmal vorbei an den hungrigen Eseln.

Die bekannte Situation: Wo soll man zuerst hingucken? Links sind die Nyalas - wunderschöne Wald-Antilopen - und rechts Parma-Kängurus.



Die kleinen Beuteltiere sind Meister im Verstecken. So mancher Besucher, der nicht genau hinschaut, hält sie manchmal für Hasen oder große Ratten - bis sie flink von einem Ende ihrer Anlage zum anderen hüpfen. Wir warten immer noch auf den Moment, wenn ein Joey den Kopf aus Mamas Beutel streckt. Ich bin mir sicher, entweder hier oder in Bassum gelingt uns das Bild...

Der Weg macht hier eine Wendung nach links. So kommt man noch näher an die Nyalas heran, die dem einen oder anderen Leckerbissen gegenüber nicht abgeneigt sind. So nah sind wir dieser Tierart noch nicht einmal in Hodenhagen gekommen. Streicheleinheiten mögen sie ebenfalls.

In dieser Hinsicht stehen ihnen ihre Nachbarn auf der anderen Seite des Weges in Nichts nach. Die Sika-Hirsche haben ihr eigenes "Alarm-System", um sich keine Besucher mit Futter entgehen zu lassen. Besonders der Hirsch ist darin sehr energisch. Dafür sorgt er aber auch fleißig für entzückenden Nachwuchs.

Die Anlage an der nächsten Wendung, auf dem früher Nandus und Lamas grasten, war bei unserem letzten Besuch im Sommer gerade im Umbau. Wir sind gespannt, wer da inzwischen eingezogen ist.

Ein echtes Kraftpaket:
Der Banteng-Stier
Banteng-Kuh
In Fachkreisen ist Ströhen neben den Arabern und Raubkatzen ebenfalls für seine Zuchterfolge bei seltenen Haustierrassen bekannt. Dazu gehören im weitesten Sinne auch die Bantengs. Diese Rinderrasse ist ein echter Blickfang.

Der Bulle im eleganten Schwarz und seine Damen in Rehbraun ignorieren die Besucher größtenteils. Ähnlich halten es die Sitatungas nebenan. Nur die Saruskraniche achten sehr genau darauf, dass Abstand gehalten wird - und der Schnabel ist ziemlich lang.

Der Weg führt nun am Ufer der Wege entlang. Die verschiedenen Wasservögel beachten die Spaziergänger eigentlich wenig. Nur wenn die Trompeter-Schwäne Nachwuchs haben, wird es laut. Wer dieses Konzert schon einmal gehört hat, dem ist völlig klar, woher die Schwäne ihren Namen haben. Lautstark verteidigen die Vögel ihr Revier und lassen auch andere Teichbewohner nicht an ihre Küken herankommen.

Hat man dieses Stück ohne Blessuren überstanden, überquert man den Fluss und kommt zurück in den alten Hofbereich.

Weitere Hühnervögel, Meerschweinchen und Kanarienvögel schließen diesen Teil des Rundgangs ab und der Besucher erreicht den Bereich des Gestüts, der im nächsten Blog im Mittelpunkt steht.

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