Mittwoch, 30. Januar 2013

Tierpark Ismer - 4. Teil: Das Gestüt

Noch durch einen Torbogen und man steht fast wieder am Ausgangspunkt. Wir wenden uns nach rechts und werden von den ersten Pferden begrüßt. Die Einjährigen residieren in einem wunderschönen Laufstall und halten gerne nach den Besuchern Ausschau.

Im Gebäude daneben befindet sich die "Schinkendeele", die neben den üblichen Erfrischungen und Souvenirs auch regionale Spezialitäten (Schinken, Würste, usw.) anbietet. Der Snack muss also nicht unbedingt nur im Zoo verzehrt werden.


Ursprünglich war mit der Anschaffung des ersten Arabers nicht die Zucht dieser Rasse, sondern die Veredelung des Ponybestands geplant gewesen. (Artikel "Reitwelten" zum 50jährigen Bestehen) Aufgrund der besonderen Bodenverhältnisse wurde zunächst der Tierpark als zusätzliches Standbein aufgebaut. Danach entwickelte sich das Gestüt zum heute größten privat geführten Vollblut-Arabergestüt Europas. Die Enkel des Gründers, Dr. vet. Nils und Mark Ismer, sind stolz auf die Verbindung zwischen den verschiedenen Zuchtlinien.

Selbstverständlich kann nicht der gesamte Pferdebestand auf dem Hof untergebracht werden. Wer bei der Anfahrt die Augen aufhält, wird die Gebäude des sogenannten Vorwerks bemerken, in dem sich auch die Springanlage befindet. Insgesamt verteilen sich rund 240 Pferde auf 200 Hektar. (Vergriffener Tierpark-Führer)

Dr. vet. Nils Ismer mit einem seiner Hengste
Für den Besucher des Tierparks sind natürlich der Stall der Hengste - einer schöner als der andere - und der der Mutterstuten am interessantesten. Selten bietet sich die Gelegenheit solche herrlichen Tiere hautnah zu erleben.

Die Einladung zum Streicheln und Beschnuppern wird von beiden Seiten gerne genutzt.
Rauchschwalben als Untermieter


Nur ein paar Schritte weiter genießen die Pferde ihre weitläufigen Weiden. Wer schon einmal Gelegenheit hatte, die Bilder von Fotoseminaren, die in Ströhen stattfanden, zu sehen, bekommt allein bei dem Gedanken daran glänzende Augen.

Vor dem Stutenstall finden die kleinen Besucher auch regelmäßig Gelegenheit zu reiten. Am langen Zügel dürfen sie gegen ein kleines Entgelt ein paar Runden auf gutmütigen Ponys drehen.

Für die Größeren gibt es in der warmen Jahreszeit etwas ganz Besonderes: Das Elefantenreiten nach der letzten Vorführung in der ehemaligen Scheune.

Die Elefantendamen machen jedes Mal den Eindruck, als ob sie sich über die Abwechslung in ihrem Alltag freuen würden. Ihr Pfleger achtet auch genau darauf, dass die Gewichtsbelastung nicht zu hoch wird. Sobald die Dickhäuter signalisieren, dass sie keine Lust mehr haben, wird das Reiten beendet.

Wir selbst hatten leider bisher noch keine Gelegenheit. Im Fall der Fälle werde ich gerne hier darüber berichten.

Wieder Richtung Schinkendeele kommen wir an den Ausgangspunkt zurück. Der 2. Teil des Tierparks liegt auf der anderen Straßenseite. Seit einiger Zeit kommen die Besucher dank einer Ampel gefahrlos dorthin. Was man dort entdecken kann, schildere ich im nächsten Blogartikel.

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