Sonntag, 24. Februar 2013

Winterführung im Jaderpark zum Thema "Affenspielzeug"

Was machen die Menschen da?
 Ein wichtiger Bestandteil des Zoolebens ist das sogenannte "Behavior Enrichment". Besonders Primaten, wie die Kapuzineraffen, brauchen die Beschäftigung mit kleinen Aufgaben um sich wohl zu fühlen. Wir möchten ja auch nicht tagelang nur an die Wand starren. Am Samstag stand dieses Thema bei einer der beliebten Winterführungen im Jaderpark an. Diese Gelegenheit nutzten wir sehr gerne zu einem Besuch.


Jeder half begeistert mit
Die Kisten waren schnell gepackt
Leider verbummelten wir uns auf unserem Rundgang und kamen verspätet hinzu. Da hatte sich bereits eine begeisterte Gruppe von Kindern und ihren Eltern vor dem Gehege der Kapuzineraffen um die Tierpflegerin versammelt. Aus verschiedenen Schüsseln hatten bereits Mehlwürmer, Sonnenblumenkerne und ähnliches ihren Weg in drei Pappkartons gefunden. Als Füllmaterial diente einfaches Stroh. Aus einer Öffnung lugte sogar ein Ei heraus.
Die Vorbereitungen sind
abgeschlossen

Anschließend wurden die Kisten mit dicken Tauen verschnürt. Es sollte ja den Affen nicht leicht gemacht werden an die Leckereien zu kommen.

Die Taue wurden auch noch für Orangen- und Apfelhälften gebraucht. Jedes Stück wurde aufgefädelt und am Tauende ein kräftiger Knoten geknüpft.

Die Kinder durften beim
Aufhängen helfen
Alles muss ganz fest angebracht
werden
Soweit die Vorbereitungen. Jetzt mussten die Kapuzineraffen, die das Ganze schon sehr interessiert beobachtet hatten, mal ganz kurz in die Kälte. Denn die fleißigen Bastler durfte jetzt tatsächlich selbst ihre Werke im Haus platzieren. Das gab natürlich auch die Gelegenheit einen außergewöhnlichen Blick hinter die Kulissen eines solchen Affenhauses. Wer weiß schon aus eigener Erfahrung, wie es in einem solchen Stall riecht? Mehr als gewöhnungsbedürftig. Ich fand es auch spannend mal die Sicht der Affen auf den Zoo vor ihren Scheiben zu haben.
So sehen uns die Affen

Nachdem alles platziert und die Menschen das Haus verlassen hatten, konnte der Schieber wieder geöffnet werden. Die Haubenkapuziner stürmten regelrecht das Innengehege. Für sie war die Spannung, über das was sie vorfinden würden, wohl vergleichbar mit Kindern am Heiligabend. Als Erstes waren die Äpfel abgerissen und verputzt.

Herkules verteidigt "seine" Kiste
Danach wurden die Kisten inspiziert. Die Affen machten nicht lange rum und nahmen die Pappe auseinander. Zu verlockend der Inhalt. Das Stroh verhinderte allerdings, dass alles auf einmal herausrieselte. So musste jeder Wurm und jedes Korn einzeln herausgepult werden. Erstaunlich, dass nicht das süße Obst gehamstert wurde, sondern - Walnüsse.
Die Pappe hielt nicht lange

Stolz auf ihre Arbeit hatten auch die Kinder vor der Scheibe ihren Spaß an der Sache. Die Eltern hatten aber auch noch viele Fragen zu den Tieren, ihrer Haltung und was zum Beispiel passiert, wenn ein Tier aus der Gruppe gemobbt wird. Alle Fragen wurden mit Freude beantwortet und am Ende konnte man sich kaum trennen.

Ich kann diese Veranstaltungen nur empfehlen. Die Mitarbeiter des Jaderparks finden immer neue interessante Themen, die sie auch spannend aufbereiten. So lernt man als Besucher zum Einen natürlich die Tiere zum Anderen aber auch die Arbeit des Zoos besser kennen.

Wir freuen uns schon auf die nächste Runde.

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