Dienstag, 12. Februar 2013

Zoo am Meer - Rundgang Teil 1

Hat man erst einmal einen Parkplatz gefunden - leider sind in der Umgebung die kostenlosen sehr rar - könnte für den erstmaligen Besucher der Eingang etwas abschreckend wirken. Doch keine Bange - im Zoo selbst ist von dem roten blankpolierten Granit nichts mehr zu sehen.
Bisher war auch an Tagen mit großem Ansturm der Kassenbereich sehr gut organisiert und die Warteschlangen daher kurz.

Gleich rechts wartet dann schon der erste Anlaufpunkt: Die Zooschule.

In verschiedenen Angeboten können Schüler einiges über die Evolution erfahren und Kontakt mit Tieren aufnehmen. Darunter gehören auch das Fischers Chamäleon, die Madagaskar-Taggeckos und die Pythons, die sich in den beiden Vitrinen rechts vom Eingang befinden.


An der Wand sind in einer weiteren großen Vitrine mehrere Schädel von Eisbären, Robbenarten, Delfinen und Anderem zu finden - schon ein bisschen gruselig.

Der beste Grund, die Zooschule aufzusuchen, ist jedoch die große Panoramascheibe zum Innengehege der Schimpansen. Stühle bieten dem Besucher eine gewisse Bequemlichkeit und so fällt auch das längere Beobachten der Gruppe nicht schwer. 

Häufig nutzt eines der älteren Tiere die ruhige Nische um zu schlafen. Andere üben ihre Geschicklichkeit am Kasten mit Leckereien, die nur durch geduldiges Sticheln mit Ästchen erreichbar sind. Immer für einen Spaß zu haben, ist Ndutu, der Jüngste der Truppe. 

Die Haltung von Schimpansen hat eine lange Tradition bereits seit den Tiergrotten und die gewachsene Gruppe (die älteren wurden meistens in den 70er Jahren vom Zoll beschlagnahmt) sollte bei der Neugestaltung nicht auseinander gerissen werden. Das stellte die Planung als Panorama von Tieren der Nordhalbkugel vor ein Problem. Die Lösung sind gleichermaßen großzügige Innen- und Außengehege. Der Nachtstall befindet sich "unsichtbar" darunter. 

Damit geht es wieder aus der Zooschule heraus und an weiteren Scheiben zum Affengehege entlang. Leider sind die Scheiben nicht entspiegelt und die Lichtverhältnisse erschweren häufig die Sicht.

Über den hohen Mast der Außenanlage haben die Affen übrigens die beste Aussicht auf das Leben außerhalb des Zoos. 

Was passieren wird, wenn die Gruppe sich altersbedingt verkleinern wird, ist noch nicht bekannt.

Auch, wenn der Schwenk nach links ins Zoo-Restaurant manchmal verführerisch ist, geht es weiter zu den Eisbären. Die große Panorama-Scheibe bietet einen ersten Blick auf das weite Gelände. Früher war dies der bevorzugte Platz von Irka. Die alte Bärin genoss hier die Sonne ohne von Lloyd groß beachtet zu werden.

Lemming an der Futterschale
Weiteres Highlight ist eine kleine Vitrine am Aufgang zur Aussichtsplattform: Die Grauen Steppenlemminge

Die kleinen Nager machen es dem Besucher nicht immer leicht, sie zu entdecken. Sie verstecken sich gerne unter Heu, Sägespänen oder Rindenstücken. Am einfachsten ist das geduldige Abwarten an der Futterschale. 

Beheimatet ist diese Unterart der Wühlmäuse in West- und Zentralasien.

Jetzt heißt es sich also entscheiden: Treppe rauf und einen wunderschönen Überblick über den Zoo zu nehmen oder unten auf dem Rundweg weiter. 

Damit kommen wir zum Reich von Gunnar und Mio, den Polarfüchsen. Nach einigen handfesten Auseinandersetzungen musste beim Männchen der Schwanz eingekürzt werden. Daher ist Gunnar leicht von seiner zickigen Ehefrau zu unterscheiden. Einer von Beiden schläft meistens auf dem für Besucher einsehbaren Bereich. Der andere Teil ist eine Art Terrasse über dem Wasserbereich der Eisbären. Das ist dann schon eine Herausforderung, die Füchse zu beobachten.

Auf die Anlage der Eisbären und seine Bewohner bin ich ja bereits in einem Extra-Blogbeitrag ausführlich eingegangen.

Klappmütze Hansi
Mit dem Denkmal für die "Klappmütze" Hansi, die als Beifang 1954 in den Zoo kam, endet der erste Abschnitt. Diese Robbenart ist perfekt an das Leben im Nordmeer angepasst, aber völlig ungeeignet für die Haltung in menschlicher Obhut. Hansi überlebte daher auch nur ein Jahr. Die Besucher nutzen sein Denkmal gerne als Motiv für Gruppenaufnahmen. Beim Zootag ist hier der Treffpunkt für die Führungen hinter die Kulissen.

Für die Besucher markiert diese Ecke den Beginn der Robbengehege...

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