Freitag, 8. März 2013

Neues aus Bremerhaven

Suse staunt, was sich derzeit
alles im Zoo am Meer tut
Ein Container schwebt über
das Eisbären-Gehege
Dem Besucher des Zoos am Meer fällt schon von weitem der riesige Baukran auf. Der Aushub für das neue Nordsee-Aquarium ist voll im Gange. Mehrfach schwebten am Montag letzter Woche Container über Valeska hinweg. Die Bärin ließ sich davon allerdings nicht aus der Ruhe bringen.

Fleißige Handwerker
Baustellen-Bild mal anders
So wenig, wie möglich, soll der Ablauf für Mensch und Tier gestört werden. Der Lärm der Kompressoren übertönte allerdings bis kurz vor dem Beginn der nachmittäglichen Futter-Runde sogar die Keas. Der Blick auf den Unterwasserbereich von Lloyd ist leider durch die Baustelle derzeit ebenfalls blockiert.

Für uns war es an diesem Tag aber schön zu sehen, dass "der Riese" und "die Maus" nach den Ereignissen im Winter wieder vereint sind. Witzig: Lloyd hatte an diesem Tag nicht so richtig Appetit und ließ seine Fische im Wasser liegen. Valeska nahm das als Einladung und schnappte sie ihm vor der Nase weg. Das anschließende Geplänkel gewann - trotz des Größenunterschieds - die Bärin. Die Paarungszeit steht ja noch bevor. Aber wie es aussieht, stehen die Chancen für einen weiteren Zuchtanlauf sehr gut.



Pamela Casper von Holten gab ehrlich
auch unbequeme Antwort
Temperamentvoller Liebhaber: Becks
Weniger gut verlief die Paarungszeit bei den Seebären. Bei der Fütterung vermissten wir Shani. Pamela Casper von Holten musste auf die Frage, wo sie denn sei, erstmal tief durchatmen. Folgendes ist passiert: Becks hatte sich ausgerechnet die kleine Shani für seine Avancen ausgeguckt. In der Brunft ist der Bulle naturgemäß nicht besonders zimperlich. Die kleine Seebärin trug eine kleine Wunde davon, die zunächst auch nicht bemerkt wurde. Sie infizierte sich jedoch und innerhalb von 3 Tagen starb Shani. Traurig, aber wahr: Diese Tierart hat gegen sämtliche verfügbaren Antibiotika Resistenzen entwickelt. Daher hätte ihr auch bei früherem Eingreifen nicht geholfen werden können. Für mich ein Menetekel für die Menschen, die sich ja auch schon mit resistenten Keimen herumschlagen mussten. Danke für die Offenheit, Frau Casper von Holten.

Noch spielt Poca allein
Poca mit ihrem Lieblingsspielzeug
Um das Harem, das derzeit aus den Seniorinnen Svana und Hexe und der jungen Poca besteht, aufzufüllen, wird es im Sommer nach der großen Beckenreinigung aus den Zoos Frankfurt und Rostock Neuzugänge geben. Mal sehen, ob sie von Poca das Unterwasserspielen mit den Besuchern übernehmen.


Papa Sailor mit seinen
Töchtern
Luna
Luna und Paula
Bei den Seelöwen hat sich der Nachwuchs vom letzten Jahr - Paula und Luna - sehr gut in die Gruppe integriert. Während die größere Paula schon normale Makrelen schluckt, begnügt sich Luna noch mit Sprotten. Der Fellwechsel ist abgeschlossen, aber der "Babyspeck" ist noch da. Bei den Trainingslektionen sind sie noch nicht beteiligt. Das wird noch ein bisschen dauern. Aber unter Wasser haben sie sich schon einiges von Poca abgeschaut. Jedenfalls hatten wir an den Unterwasserscheiben eine lustige Zeit mit den Beiden, während die anderen Seelöwen lieber ungestört ihre Runden zogen.

Na? Wo bin ich?
Gefunden
Eine witzige Neuerung gibt es bei den Pinguinen zu vermelden. Hier kann jetzt jeder Besucher feststellen, welcher Vogel gerade an der Scheibe steht. Bei uns war es am Montag z. B. Nikolaus, der seine Brust stolz vorzeigte. Nicht nur für Kinder ein Riesenspaß. Wir haben jedenfalls immer wieder nachgeschaut, mit wem wir da geflirtet haben.

Ebenfalls neu sind große Granitplatten in den "Unterwassergrotten" zwischen Seebären und -löwen. Auf ihnen sind die Herkunftsländer der im Zoo vertretenden Tierarten eingraviert. Davor bieten Steintische Platz für Kinder zum Abzeichnen und andere Spiele.

Bitte lass es wärmer werden!
Ich freue mich am Sonntag auf den Zeichenkurs. Es muss nur noch das Wetter mitmachen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen