Samstag, 9. März 2013

Zoo am Meer: Rundgang Teil 6: Von den Pumas bis zum Spielplatz

Nala schmeichelt sich bei Mingo ein
Die Abgrenzung zu
den Pumas
Gleich links neben dem Gehege der Waschbären sieht der Besucher zunächst nur ein schmaleres Fenster und eine hohe Felswand. Dahinter verbirgt sich ein wunderschön gestaltetes Naturgehege.

Zimmer mit Aussicht und Grotte - so kann man das Gehege der chilenischen Pumas auf den Punkt bringen. Die Tiere haben von einem Bachlauf aus direkte Sicht auf ihre Nachbarn.

Die Felsgrotte
Für den Besucher ist die beste Sicht von einer weiteren "Felsgrotte" am Weg. Bitte Hunde draußen lassen, denn Pumas sind schließlich auch Katzen. Die zwei großen Panoramascheiben nutzen Mingo, Nala und Ayla gerne für ein gepflegtes Nickerchen.

Das Gehege der Pumas

Erfrischung mit Animation:
Durch das Fenster können
die Pumas die Waschbären sehen
Die Tierpfleger und auch Kurator Dr. Joachim Schöne lassen sich eine Menge einfallen, damit keine Langeweile aufkommt. Von Gewürzen bis zu hängenden Spielbällen wird in unregelmäßigen Abständen die Neugierde der Katzen geweckt. Zu Nachwuchs kann es derzeit allerdings nicht kommen, denn Kater Mingo ist sterilisiert. In der Natur sind Pumas Einzelgänger. Daher ist - anders als bei Herdentieren - die Aufzucht von Jungen nicht notwendig um die Gruppe zu festigen. Trotzdem schade, denn aus Ströhen weiß ich, wie knuffig die Jungen aussehen.

Ebenfalls von der Höhle aus zu sehen, ist der Außenbereich für die Köhlerschildkröten und Weißgesichtsmarmosetten. Die üppige Vegetation wird immer wieder zurück geschnitten. Trotzdem ist es schwer an warmen Tagen die schnellen Krallenaffen zu entdecken. Auch die Schildkröten halten sich lieber im Innenteil auf. Auf diesen haben die Besucher vom Zoo-Shop aus Einsicht.
Die Wiese der Schneehasen

Jetzt führt der Weg wieder auf die andere Seite des "Untergeschosses" zu einem kleinen Gewässer mit Enten und der Wiese für die Schneehasen.

Schneehasen im Winter
Im relativ gemäßigten Norddeutschen Wetter ist die Haltung dieser Tierart schwieriger als es auf den ersten Blick aussieht. Für die Besucher wechselt nur im Laufe der Jahreszeiten die Fellfarbe.

Schneehase im Sommer
Ist sie in den warmen mehr Braun mit Weiß durchsetzt, ist sie im Winter strahlend Weiß. Für die Tierpfleger gilt es auf wesentlich mehr zu achten. Wie wir beim Zootag 2012 von der Futtermeisterin Katja Seedorf erfuhren, schützt der Futterzusatz von Schwarzkümmelöl und Oregano die Mümmelmänner vor gefährlichen Parasiten. Was man nicht alles bei einem Zoobesuch lernen kann...




Dieser Nachwuchs hat
eine gesunde Zukunft vor sich
Insektenhotel
Beim Umgang mit ihnen wird daher erhöht auf Hygiene geachtet. In der Polregion ist ja die Natur fast steril. Dem Zoo am Meer gelang daher, was anderen Tiergärten verwert blieb: In regelmäßigen Abständen kommt nicht nur Nachwuchs zur Welt, sondern wächst auch auf und kann (natürlich mit entsprechender Anleitung) an andere Zoos weitergegeben werden.

Alles nicht so einfach.

Auf der anderen Seite des Weges ist ein kleiner Streichelzoo eingerichtet. Kinder können - vorsichtig - mit Meerschweinchen, Zwergkaninchen und Zwerghühnern Kontakt aufnehmen. Damit der Andrang auch nicht zu groß wird, ist das Ganze mit einem Holzzaun vom Rest des Wegs abgetrennt. Und wenn es den Tierchen trotzdem zu viel werden sollte, können sie in ihr Haus in Form eines umgedrehten Schiffes verschwinden.



Den Abschluss für diesen Bereich bildet ein Piratenschiff, umgeben von blauen Glassteinen. Hier können sich die Kinder gründlich austoben und auf fantastische Reisen gehen.

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