Mittwoch, 1. Mai 2013

Wildpark Lüneburger Heide


Zu Besuch bei "Wolf, Bär & Co." - die Zoo-Doku aus dem Jahr 2007 vermittelte nur einen kleinen Einblick in den Wildpark. Sein Reiz erschließt sich erst vor Ort.

Unter anderem gibt es zwei gewichtige Gründe für einen Besuch. Und beide verbinden sich mit dem Namen "Askani":

- Tanja Askani ist eine der führenden Wolfsexperten in Deutschland und hält regelmäßig Fütterungen und Führungen im und vor dem Wolfsgehege ab. Dabei erfährt man viel über die Lebensweise von Wölfen, den Aufbau eines Rudels und wieso die Zusammenführung von nicht verwandten Tieren so schwierig ist.

- Lothar Askani ist der Chef-Falkner und begeistert mit seinen Erklärungen bei den Flugshows. Dabei erfährt man nicht nur, woran man Falke, Bussard und Eule im Flug unterscheiden kann. Auch z. B. vor dem Unsinn von Ansitzstangen gleich neben der Autobahn wird gewarnt (bevor die Vögel an Höhe gewonnen haben, erwischen sie die Radio-Antennen der vorbeirasenden Autos)



Um diese zwei "Anker" herum gibt es viele Veranstaltungen über den Tag verteilt. Da muss man  wirklich öfter hinfahren, damit man alle einmal mitgemacht hat. Ansonsten ist es bei dem weitläufigen Gelände (61 Hektar) nicht zu schaffen.

Der Wildpark liegt um den Drei-Ahnen-Berg herum mitten in der Lüneburger Heide. So müssen die Gehege nicht aufwändig "gestylt" werden. Die Tiere leben in ihrer natürlichen Umgebung und haben uns als Zuschauer akzeptiert. Das Verweilen und Beobachten lohnt sich immer. Insgesamt leben hier ca. 1000 Tiere in 120 Arten. Der Schwerpunkt liegt auf heimischen Arten, wie Heidschnucke und Wildschwein. Es gibt allerdings auch Exoten wie Schneeleoparden und sibirische Tiger.

Es sind insgesamt drei Rundwege ausgeschildert, von denen der längste mit ca. 2 Stunden ausgewiesen ist. Das ist aber nur im Laufschritt zu schaffen. Wir haben dafür immer ungefähr 4,5 Stunden gebraucht.

Die Anfahrt ist sowohl mit dem Auto als auch mit öffentlichen Bussen möglich. Ab der Autobahn ist der Weg beschildert. Der Parkplatz ist kostenfrei.

Die Eintrittspreise sind moderat. Das Füttern ist mit dem "hauseigenen" Futter, angepasst an die jeweilige Tierart, meistens erlaubt. Seit neuestem gibt es auch Futter für Bären, Dachse, Wasch- und Nasenbären.

Hunde dürfen an der Leine mitgeführt werden. Sie sollten gut erzogen sein, da ein Teil des Wegs durch das Freigehege des Dammwilds geht. Schilder warnen davor, dass die Muttertiere auch einmal auf die Hunde losgehen könnten.

Pfingsten 2013 wird  das Schäferdorf eröffnet. Damit besteht die Möglichkeit im Wildpark zu übernachten.

Der Park ist ganzjährig geöffnet.

1. März - 31. Okt.
8.00 Uhr bis 19.00 Uhr (Kasse bis 17.30 Uhr geöffnet)
1. Nov. - 28. Feb.
9.00 Uhr bis 16.30 Uhr (Kasse bis 15.30 Uhr geöffnet)

Im Wildpark gibt es immer wieder Neues zu entdecken. Darunter gehört auch die Sonderführung "Mit einem Wolf auf Tuchfühlung". Bisher haben wir die Teilnehmer nur von außen beobachten können. Doch schon das verursachte bei mir Gänsehaut vor Begeisterung. Für den, der genügend Geduld (aktuell kann man sich noch nicht einmal auf eine Warteliste setzen lassen) und Geld (110 EUR/Teilnehmer) hat, eine sehr ungewöhnliche Begegnung mit echten Raubtieren.



Weitere Bilder von unseren Besuchen findet ihr auf Facebook (1 2 3 4)

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