Sonntag, 23. Juni 2013

Tier- und Freizeitpark Thüle: Rundgang, Teil 2

Wer sich schon gefragt hat, wo die Nasenbären abgeblieben sind: Die haben im neuen Parkteil ein echtes Traumgehege mit Brücke über den Köpfen der Besucher erhalten. An dem alten Raubtierhaus vorbei, leitet bisher ein hoher Bretterzaun, der noch die Sicht auf weitere Erweiterungen versperrt, zu ihrem Refugium. Seit ihrem Umzug ist die Gruppe stetig gewachsen. Und neugierig sind sie ja sowieso. Hier entstehen immer mit die schönsten Bilder: Aus der Nähe und barrierefrei.



Danach führt der Weg wieder zurück in den älteren Teil und zu weiteren Lieblingen von mir: Den Varis. Sie hört man meistens schon am Eingang, da sie regelmäßig in lautes Geschrei ausbrechen. Meistens ist der Grund, dass ihr Nachwuchs mal wieder durch die Gitterstäbe geschlüpft ist und den Park unsicher macht.


Bisher haben die schwarz-weißen Fellknäuel aber immer noch den Weg nach Hause gefunden. Genervt sind höchstens die Mitarbeiter, die ständig zu hören bekommen, dass ihnen Tiere ausgebüchst sind. O-Ton meines Anderen: "Bei denen braucht man sich nur Umdrehen und ist lange beschäftigt."



Vor wenigen Jahren wurde durch solche Abenteurer die Idee für das heutige Freigehege der Kattas geboren. Eigentlich sollten dann auch die Varis dorthin umziehen, doch irgendwie ist das bis heute nicht geschehen und das Gelände immer noch eine halbfertige Baustelle.



In dieser Ecke leben aber nicht nur die Lemuren. In direkter Nachbarschaft wohnen ebenfalls Totenkopfäffchen (Unterart: Bolivien), Ceylon-Hutaffen und Grüne Meerkatzen. Während die kleinen Südamerika mit reichlich Platz und Sonne gesegnet sind, haben die anderen beiden Arten das Pech im alten Affenhaus ein sehr bescheidenes Dasein zu führen (Betonboden, kein Enrichment oder ähnliches). Auch hier ist zu sehen, dass Veränderungen im Gang sind. So sind an den Seiten schon die Mini-Gehege für die Krallenaffen verschwunden. Trotzdem hoffe ich jedes Jahr darauf, dort einen Schutthaufen zu sehen, weil neu gebaut wird.



Damit wieder Richtung neuer Teil - wieder ein totaler Kontrast mit weiten großzügiger Anlage ohne Gitter oder Glas. Hier residieren die Rosa Pelikane, Kanadagänse, Rothalsgänse und Blesshühner. Während sich die Großen wenig um die Besucher kümmern, kommt es schon ab und zu zu Angriffen von den Gänsen auf Vorübergehende.



Der großzügige Schilfgürtel bietet viel Deckung und Schutz für allerlei Tiere. So lohnt es sich immer einmal genauer nachzusehen.



2012 noch im Bau
Bei unserem letzten Besuch herrschte im Anschluss reichlich Verkehr. Baumaschinen brachten Mutterboden oder klopften ihn gerade in zukünftigen Anlagen fest. Von der Aufteilung her, tippen wir auf eine Erweiterung der schon vorhandenen Vogelvolieren.


Kurz vor dem Einzug (April 2012)
Diese sind bisher in ein schönes Rondell mit überdachten Sitzgelegenheiten integriert. Sonnensittiche, Bergloris, verschiedene Aras, Rosakakadus und weitere Sittiche haben hier eine schöne Heimat gefunden.

Das Gelände dahinter lässt noch keine Schlüsse auf geplante Gehege erkennen. Es ist noch reichlich Platz vorhanden und macht neugierig auf die Zukunft.



Zum Altbestand gehören die Mendes- oder Addax-Antilopen. Eigentlich Wüstenbewohner fühlen sie sich in ihrem grünen Paradies mit Flusslauf aber sichtlich wohl. Ab und zu liegen sie sogar ganz nahe am Zaun und lassen sich zwischen den Hörnern kraulen. 2010 gab es dann auch den verdienten Nachwuchs.



Nur ein Stückchen weiter auf der anderen Seite des Wegs kommt der Besucher zu den Stachelschweinen. Wer noch die alte "Unterbringung" in der Nähe des Freizeitparks kennt, der weiß, wie groß der Unterschied ist. Den Nagern wurde sogar im Nachhinein noch eine Erweiterung gebaut. Hier sind Tier und Besucher fast auf Augenhöhe und nur durch einen niedrigen Elektro-Zaun getrennt. Auch ein Blick in die Schlafhöhlen wird gewährt.

Leider nutzen immer wieder Unbelehrbare die Situation (gerade am Wochenende sind Tierpfleger selten zu sehen), um hier Kekse und rohe Nudeln zu füttern. Da die Tierchen dämmerungsaktiv sind, verschlafen sie solche "Anschläge auf ihre Gesundheit" aber meistens.




Den Abschluss dieses Teils bildet ein Gehege, wo die großen Fähigkeiten meines Anderen zum Einsatz kommen. Der ist nämlich ein wahrer "Schweinchenflüsterer". Kaum hat er sich über den Zaun gebeugt, schon liegen ihm die Micropigs zu Füßen und lassen sich ausgiebig die Bäuche kraulen. Immer wieder faszinierend! Und auch der Eselhengst, der hier beim letzten Mal Pause von seinen "Ehepflichten" machte, konnte es kaum fassen.


Weiter im nächsten Teil...

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