Mittwoch, 10. Juli 2013

Wildpark "Schwarze Berge" - Mittelaltermarkt mit Rundgang, Teil 2

Wieder auf dem Hauptweg ist rechts der Stand der Imker mit Bienenstaat und Verkaufsstand. Ich muss bei sowas auf Abstand gehen - bin allergisch gegen Bienenstiche. Aber mein Anderer muss sich ja direkt vor das Abflugloch auf die Lauer legen für den besten Shot. Hat sich aber gelohnt.

Auf der anderen Seite geht es zu den Luchsen. Das Wappentier des Wildparks hat hier gleich zwei große Gehege zur Verfügung, die auch über eine Plattform einsehbar sind. So sind die Menschen nicht ganz so präsent und die Tiere sind später leichter ins Auswilderungsprogramm aufzunehmen.




Die Fischotter, die hier ebenfalls ein schönes Gehege haben, lassen sich leider nur äußerst selten blicken. Deshalb ein Archivbild von 2010. Die größte Chance für eine Sichtung ist die Fütterung.

Wieder bergauf grasen links die Heidschnucken. Am Ende des Wegs befinden sich zwei außergewöhnliche Anlagen. Auf der rechten Seite ist ein kleines Häuschen mit zwei Türen. Darin befindet sich eine Gruppe von Nilflughunden, die ohne Abgrenzung zu ihren Besuchern fliegen. Abgedichtet gegen Sonnenlicht, herrscht ein munteres Geflatter und manchmal landet auch mal eine auf der Hand oder auf dem Kopf. Für manche scheint das eine echte Mutprobe zu sein. Für Kinder auf jeden Fall ein großer Spaß.

Geheimnisvoller erscheint da schon ein großes Mauerviereck, das mit einem Stahlnetz abgedeckt ist, auf der linken Seite. Es handelt sich um die Anlage für die heimischen Schlangen - Hornotter, Apisviper und Würfelnatter. An sonnigen Tagen findet man sie meistens auf einem der Steinhaufen liegen. Das hohe Gras ist jedoch auch ein sehr guter Sichtschutz und so ist das Gehege sehr kommunikativ. Die Besucher zeigen sich gegenseitig, wo sie gerade (vermeindlich) eine der Schlangen gesehen haben.



Wer sich schon die ganze Zeit gefragt hat, was dieser Blog mit einem Mittelalterfest zu tun hat, jetzt kommt die Antwort: Wir stehen vor dem Eingang des Freigeländes. Links und rechts müffelt es etwas, denn hier leben die Wildschweine, die sich übrigens begeistert auf das angebotene Futter stürzen. Am Tor weist ein Aufsteller auf das Programm für diese Tage hin. Am Durchgangstor stauen sich zeitweise die gerüsteten Gestalten und Bollerwagen. Das Damwild, das hier frei herumläuft, hatte sich auf Grund des großen Andrangs etwas zurückgezogen.



Eine Neuerung fällt sofort ins Auge: Die "Eventfalknerei" hat ein eigenes Häuschen mit Volieren erhalten. In den Jahren zuvor, mussten die Vögel noch jeweils mit einem Kastenwagen transportiert werden und ruhten sich zwischen den Vorstellungen jeweils unter den Bäumen aus. Jetzt haben die ehemaligen Vagabunden ein festes Heim gefunden und haben wirklich ihre Ruhe nach ihren Auftritten.


Die Flugshow war erst in einer Stunde, daher ging es weiter ins Tal. Dort war rund um den See eine Zeltlager errichtet.

An verschiedenen Ständen waren Handwerker (Schmiede, Bogenmacher, Weber uvm.) bei der Arbeit zu beobachten, konnten Besucher sich beim Bogenschießen oder Axtwerfen versuchen oder mit den "Freiwächtern" das Tanzbein schwingen. Besonders interessant waren die Kampfübungen der Ritter von "Draco Inter Mares". Hier wurde auch das Publikum eingeladen, tatkräftig mitzumachen.




Die leiblichen Bedürfnisse wurden mit einer vielfältigen Auswahl an Spezereien und Leckereien befriedigt. Rund herum eine gelungene Veranstaltung. Mein Anderer hat ein ausführliches Fotoalbum zu diesem Thema erstellt. Ihr findet es hier.

Das Freigelände ist ein Kessel, in dessen Mitte der See liegt. Daher hieß es jetzt wieder bergauf zu den Braunbären. Diese haben wirklich eine paradiesische Anlage für sich. Wasserlauf, Bäume zum Klettern oder Ablegen, hügelige Struktur zum Energieabbau. Ringsherum gibt es für den Besucher aus sicherer Höhe mehrfach Gelegenheit sie zu beobachten Die drei Tiere führen ein schönes Leben. Scheinbar halten sich aber nicht alle Besucher an das Fütterverbot, denn es fällt auf, dass sich die Petze ab und zu in verdächtiger Haltung hinsetzen. Das Betteln will der Wildpark ausdrücklich vermeiden, sondern die natürlichen Verhaltensweisen zeigen.




Der alte Hirsch und vermutlich
Vater der Zwillinge
Snørre soll es in Zukunft mit dem
Nachwuchs richten
Durchschnaufen - die Steigung hat es wirklich in sich. Letzter Punkt, den man hier im Freigelände nicht auslassen darf, sind die Elche. Hier hat es in diesem Jahr Nachwuchs in doppelter Hinsicht gegeben. Zum Einen wurde der Hirsch ausgewechselt. Snørre muss sich jedoch seiner Braut derzeit noch fernhalten. Lisa führt zur Freude der Pfleger und Besucher zum dritten Mal hintereinander Zwillinge und hat alle Hufe voll zu tun, die beiden unter Kontrolle zu halten.



Es wird Zeit zum Eingang zurück zu kehren, denn die Flugshow fängt bald an ... im nächsten Abschnitt.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen