Sonntag, 18. August 2013

Weltvogelpark Walsrode


Nicht nur für Ornithologen mindestens einen Besuch wert: Der Weltvogelpark Walsrode fasziniert seit über 50 Jahren die Generationen. Nach einer Insolvenz in den letzten Jahren hat sich die finanzielle Lage wieder stabilisiert und die Besucherzahlen steigen. 

Der größte Vogelpark der Welt (Eigenwerbung) hat unter seinen 4200 Tieren in ca. 675 Arten einige, die europa- bzw. deutschlandweit nur hier gezeigt werden.

Der Ursprung liegt in einer Hobbyzucht des Geschäftsmann Fritz Geschke. Er öffnete bereits den Besuchern seit 1962 seine Pforten. Doch erst seine Tochter Uschi und ihr Ehemann Wolf Brehm bauten den Park als Unternehmen ab 1964 aus. Seit dem machten sie im Expertenkreis immer wieder Schlagzeilen mit gelungenen Welterstzuchten (z. B. Rotschnabelhokko). Bis heute gilt der Park als eine international hochangesehene Instanz für Aufzucht- und Schutzprojekte.


Erstmal wagte man hier die barrierefreie Begegnung von Mensch und Vogel in der großen Freiflughalle, die heute ein Teil der Paradieshalle ist. Das große Freifluggehege mit anschließendem Dünen- und Wellenbereich ist ein weiteres Highlight.

Nicht verpassen sollte der Besucher eine der Flugshows. Sie sind einzigartig, denn hier kommen nicht nur Adler, Bussarde und Eulen zum Einsatz. Hier spielt schon einmal ein Sekretär mit einer Gummischlange oder schwirren Sittiche, Papageien und Kronenkraniche über die Köpfe.

2009 übernahm die belgische Floralux das bisherige Familienunternehmen. Im Jubiläumsjahr konnte 2012 das Kolibri-Haus eröffnet werden.

Die Anfahrt ist eigentlich nur mit dem Auto über die Autobahn zu empfehlen. (Die nächste Bushaltestelle liegt 2 km entfernt) Über 4000 kostenlose Parkplätze werden an besucherstarken Tagen mit Hilfe von Parkguides zügig organisiert. Ein Hotel ermöglicht den Besuch an zwei aneinanderfolgenden Tagen (dafür gibt es Sonderpreise).


Der Park öffnet von März bis Anfang November (je nach Witterung) jeweils von 10 - 18 Uhr bzw. bis Einbruch der Dämmerung.

Die Eintrittspreise liegen mit 19 EUR/Erw. am oberen Preissegment, sind aber durch die vielen Angebote gerechtfertigt.

In einigen Bereichen ist das Füttern mit dem parkeigenen Futter erlaubt. Die passenden Automaten bzw. Kaufstellen sind gut verteilt und bis zum Abend meistens auch noch bestückt. 

Hunde sind im Park nicht erlaubt. Zur Unterbringung stehen Hundehäuser (2x3m, inkl. frisches Wasser und Liegefläche) kostenfrei zur Verfügung.

Überall gibt es Sitzbänke zum Verweilen und Ausruhen. Für das leibliche Wohl gibt es vom Imbiss an der Eulenburg bis zur anspruchsvolleren Gastronomie im Rosencafé. Die Besucher dürfen sich auch selbst verpflegen. Es gibt aber keinen Picknickplatz.

Neben dem reinen Besuch des Parks gibt es auch die Möglichkeit zu einem "Meet&Greet" mit seinem Lieblingsvogel, einem Tag als Tierpfleger oder - wer es weniger anstrengend mag - zu speziellen Themenführungen.

Fazit: Wer absolut nichts mit Vögeln am Hut hat, der sollte den Weltvogelpark meiden. Die einzigen Säugetiere - Flughunde im Regenwaldhaus - verstecken sich gut. Wer sich jedoch von der faszinierenden Vielfalt mitreißen lassen will, der darf Walsrode bei einem Besuch im Norden nicht verpassen. Der liebevoll gepflegte Park setzt Maßstäbe und wo kann man schon mal beim Fische-Füttern helfen oder kurz einen Pinguin streicheln?

Unsere Fotos findet ihr auf Facebook (1, 2)

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