Montag, 16. September 2013

Der Klugschiss zwischendurch: Zoo, Tierpark oder Wildpark - was sind die Unterschiede?

Wie versprochen, habe ich mir mal wieder ein Thema für einen "Klugschiss zwischendurch" gesucht. 

Langsam füllt sich die Liste der 

Zoos, Tiergärten, Tier- und Wildparks

Da stellt sich mir - und vielleicht auch euch - die Frage,

woher kommen die unterschiedlichen Bezeichnungen?


Manchmal ist der Name der "dauerhaften Einrichtung, in der lebende Tiere wild lebender Arten zwecks Zurschaustellung während eines Zeitraumes von mindestens sieben Tagen im Jahr gehalten werden“ (ausgenommen sind unter anderem Zirkusse und Tierhandlungen/§ 42 Bundesnaturschutzgesetz), historisch bedingt. Bestes Beispiel ist der "Tierpark" Hagenbeck, der ja eher ein Zoo ist.

Am ehesten lässt sich die Bezeichnung 

"Wildpark

erklären: Diese Parks zeigen vor allem einheimische Tiere in ihrer möglichst naturbelassenen Umgebung. Beispiele: Wildpark Lüneburger Heide und Wildpark Schwarze Berge.

Die nächste Stufe sind die 

"Tierparks". 

Hier werden sowohl einheimische als auch exotische Tiere gezeigt. Gutes Beispiel ist hier der Tierpark Sababurg, der ja in seinem Kinderzoo eher Exoten zeigt, aber auch Rückzüchtungen von Ur und Tarpanen sowie einheimischem Wild eine Heimat bietet. Sababurg ist übrigens der älteste Tierpark Europas, der noch in seinen ursprünglichen Grenzen von 1571 existiert.

"Tiergarten


ist ebenfalls eine Bezeichnung für ein Gemisch aus einheimischen Tieren und Exoten, deren Bestand jedoch zugunsten einer großzügigen Landschaftsgestaltung geringer gehalten wird. Beim Tiergarten Ludwigslust konnten wir dies allerdings noch nicht unbedingt feststellen.


In 

"Zoos

liegt der Schwerpunkt in der Haltung (und der ERhaltung) von exotischen Tierarten.
 
Zoo (von altgriechisch ζῷον für Lebewesen oder Tier) ist die Kurzform für zoologischer Garten. Sie bezeichnet

  • im allgemeinen Sprachgebrauch eine meist parkartige, öffentlich zugängliche Einrichtung, in der eine größere Anzahl von Tieren unterschiedlicher Arten gehalten werden
  • im Sinne der Zoo-Richtlinie der EU dauerhafte Einrichtungen, in denen lebende Exemplare von Wildtierarten zwecks Zurschaustellung während eines Zeitraums von mindestens sieben Tagen im Jahr gehalten werden; ausgenommen hiervon sind Zirkusse, Tierhandlungen und Einrichtungen, die die Mitgliedstaaten von den Anforderungen der Richtlinie ausnehmen, weil sie keine signifikante Anzahl von Tieren oder Arten zur Schau stellen und die Ausnahme die Ziele der Richtlinie nicht gefährdet.
  • im Selbstverständnis der Zoos eine öffentlich zugängliche Einrichtung, in der Tiere unterschiedlicher Arten für die Zwecke der Erholung, Volksbildung, Forschung und des Naturschutzes (Recreation, Education, Research and Conservation) gehalten werden


Quelle: Wikipedia, Verband deutscher Zoodirektoren (VdZ)

Nach dieser Definition sind die Tier-und Freizeitparks Jaderpark und Thüle eher Zoos als Tierpark.

Sonderformen von Zoos sind u.a. Vogelparks (z. B. Weltvogelpark Walsrode) und Safari-Parks (z. B. Serengeti-Park Hodenhagen).

Für uns als Besucher ist es ja meistens egal, ob wir uns nun in einem Zoo oder Tierpark aufhalten. Es sollte uns aber wichtig sein, ob die Haltungen für die Tiere lebenswert und an ihr Verhalten angepasst sind. Sichergehen kann man da, wenn eine Mitgliedschaft beim VdZ vorliegt.

Link-Tipp:
Wer sich einen Überblick über die vielen "Einrichtungen" verschaffen will, ist bei Zoo-Infos.de gut bedient. Zusammen mit Kurzbeschreibungen finden sich hier auch Web-Seite, Eintrittspreise usw.

Wenn Ihr auch Ideen für einen "Klugschiss zwischendurch" habt, dann immer her damit.

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