Samstag, 21. September 2013

Tierpark Sababurg, 7. September 2013 - Greifvogelwarte

Aussicht auf die Flugshow vom Bus aus
Jetzt heißt es erstmal Bergsteigen über Wege mit groben Kies, also wenig geeignet für Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer. Die ca. 80 Meter Höhenunterschied (275 m - 355 m über NN) im gesamten Park werden hier noch einmal gekrönt durch den Anstieg zum Burgberg (315 m über NN).

Auf halber Höhe befinden sich die Sitze für die Vogelschau. Dort kann der Besucher erstmal durchschnaufen. Wer Glück hat, kann auch die Mufflons in der benachbarten Anlage beobachten.

Die Turmspitze der Sababurg von
der Greifvogelwarte
Wer aber die Adler, Falken, Bussarde und Eulen aus der Nähe sehen will, der muss sich noch weiter den Berg hinauf arbeiten.

Für den, der den Anstieg scheut, ist eine große runde Voliere am Fuß des Anstiegs ein Anlaufpunkt. Dort lebt eine Schneeeule.

Auf Höhe der Flugshow ist eine weitere Voliere, in der bis zu drei Wüstenbussarde, aka Harris Hawks, untergebracht sind. Die Bänder an den Füßen weisen darauf hin, dass sie auf ihren Einsatz in der Flugshow warten.

Jetzt wird der Weg noch etwas steiler, denn es geht zum "Gipfel" der Warte. In kleinen Häuschen warten weitere Greifvögel auf ihre Falkner. Jeder hat einen kleinen Baumstumpf als Ansitz und im Fall der Fälle die Möglichkeit unter dem Dach Schutz zu suchen. Ein niedriger Zaun grenzt ihren Bereich von den Besuchern ab. Das ist auch nötig, wenn man sich die Krallen und Schnäbel anschaut.

Insgesamt sind hier 18 verschiedene Arten vom pfeilschnellen Wanderfalken bis zum größten heimischen Adler, dem europäischen Seeadler, zu sehen. Wer will kann sich auch mit ihnen fotografieren lassen. Mit der eigenen Kamera für 3 Euro und jeweils nach Größe gestaffelt bis zur Postergröße.



Ein paar von den Vögeln sollten wir später noch beim Mittelaltermarkt wiederbegegnen. Sie wurden morgens von ihren Falknern nach unten gebracht. Am Abend flogen sie dann selbständig wieder nach Hause zurück. Die wissen auch, wo es ihnen gut geht.

Am Sonntag hatten wir dann Gelegenheit die "reguläre" Flugshow zu besuchen. Im März hatten wir ja durch Zufall das Privileg sowas wie eine Exklusiv-(Trainings-)Vorführung erleben zu dürfen. Auch diesmal konnten wir uns rechtzeitig einen guten Platz sichern. Den Anfang machte der Bartkauz, der im Flug wie ein aufplatztes Kissen wirkt. Kein Wunder, dass er so lautlos ist.



Der Chef-Falkner zog sein Programm etwas zu routiniert ab und entschuldigte sich einmal zu viel für unseren Geschmack für die schlechten Windverhältnisse (starker Seitenwind), statt dies als Chance zu sehen. Die Flüge waren nämlich dadurch verlangsamt und konnten daher auch besser mit den Kameras verfolgt werden. Die Vögel schafften es ja auch so, knapp über die Köpfe der Zuschauer hinweg zu fliegen oder ihr Federspiel zu erwischen. Uns hat es sehr gefallen.


Anschließend konnten wir uns die Weißkopfseeadler-Dame noch einmal aus der Nähe an der Seite ihres Falkners ansehen.

Damit wendeten wir uns dann auch wieder bergab dem Urtierpark zu...

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