Mittwoch, 30. April 2014

Neue Bewohner im Tier- und Freizeitpark Thüle

Karfreitag war ein guter Tag für einen weiteren Ausflug zum Tier- und Freizeitpark Thüle. Die Meldungen über Neuzugänge am Worberg waren einfach zu verführerisch.

Das Wetter war sehr wechselhaft und eher kühl und nass als warm und trocken. Daher zogen es die Löffelhunde scheinbar vor im Haus zu bleiben. Den ganzen Tag über ließen sie sich nicht blicken. Nur ein provisorisches Schild wies auf die neuen Bewohner hin. Mit Wüstenklima hatte dieser Tag ja auch wenig zu tun. Für uns ist diese Tierart schon aus dem Zoo Osnabrück bekannt, wo sie neben den Nashörnern leben.

Sie residieren in Thüle jetzt übrigens in dem Gehege, indem letztes Jahr die Karakalen eingezogen waren. Seit März haben sie ihre Anlage schon fleißig umgegraben. Als reine Insektenfresser nutzen sie ihre großen Ohren nicht nur zum Wärmeaustausch, sondern auch zum Aufspüren von Insekten. Was da wohl so tief unter einem Busch krabbelte?

Die Katzen sind nur ein Gehege weiter gezogen. Dort haben sie jetzt etwas mehr Platz und einen dicken Sandboden. So entspannt, wie sie auf ihren Baumstümpfen lagen, scheinen sie sich in der neuen Umgebung sehr wohl zu fühlen.
Den meisten Platz haben jetzt im alten Raubtierhaus die Salzkatzen. In früheren Jahren haben wir hier schon Nasenbären und große Soldatenaras beobachtet. Die Neuen haben sich einen guten Aussichtspunkt als Lieblingsplatz erkoren - auf einem Zwischenbalken in luftiger Höhe.



Salzkatzen oder auch Geoffroykatzen sind im Gegensatz zu den beiden anderen Arten im Raubtierhaus Südamerikaner und kommen nur südlich der Anden in Wald und Grasland mit Baumbestand vor. Unser mitteleuropäisches Klima ist ihnen also nicht fremd.

In Deutschland werden noch in acht weiteren Zoos diese Pardelkatzen gehalten, darunter Kösen (dieses Jahr mit erfolgreicher Nachzucht) und der Tierpark Berlin. Diese Beiden kommen aus dem Opel Zoo Kronberg, in dem auch für "Giraffe, Erdmännchen & Co." gedreht wird.

Ein paar Schritte weiter hinter dem Gehege der Nasenbären deutet sich schon an, dass es nicht bei diesen Neuzugängen bleiben wird. Es soll ja auch noch ein Wiedersehen mit den Leoparden geben und ein begehbares Gehege mit Damwild.



Überraschung: Neben den Löwen warteten die Pelikane auf irgendetwas und unter den großen Rosa Pelikanen fielen etwas kleinere grau-schwarze Vertreter auf. Inzwischen weiß ich, dass es sich hierbei ebenfalls um Neuzugänge handelt: Vier Brillenpelikane aus den Niederlanden. Die scheinen sehr verspielt zu sein und auch an den Besuchern interessiert.



Die kleinen Häuschen am Ara- und Lori-Rondell sind inzwischen auch bewohnt. Hier geht es teilweise sehr lautstark zu. Neben Weißhauben- und Inkakakadu gab es auch Edelpapageien zu Bestaunen.



Nicht weit von hier leben die Kattas in einer herrlichen Freianlage. Laut Tierparkleitung, waren hier die Männchen in die Jahre gekommen und damit nicht mehr für die Zucht geeignet. Deshalb sind dieses Jahr gleich vier (Yoda und Batman aus Niedersachsen, zwei weitere aus dem Affenwald Straußberg) dazugekommen. Und außerdem ist auch Julian, der kleine Unglücksrabe vom letzten Jahr, inzwischen dort eingezogen. Das Ärmchen ist leider steif geblieben, aber dafür ist er umso zutraulicher und mein Anderer musste sich vor seinen Avancen echt in Acht nehmen. Besonders schön, war es ihn beim Kuscheln mit seinem Ziehvater Christoph Grothaus zu beobachten, der sich den Fragen der Besucher offen und sehr charmant stellte.



Dank des guten Auges meines Anderen kann ich sogar schon ein paar Bilder vom Kattanachwuchs George mit seiner Mutter Curly zeigen.



Weitere Neuzugänge sind weniger spektakulär, aber putzig: Eichhörnchen und chinesische Baumstreifenhörnchen bevölkern jetzt die seitlichen Gehege am alten Affenhaus. Wegen des schlechten Wetters wollte Ersteres nicht unbedingt raus, dafür zeigten sich die Anderen sehr fotogen. Wirklich eine Klasseentscheidung, die Krallenaffen von früher durch die Nager zu ersetzen.



Dieses Jahr ist jedoch noch viel mehr geplant. Bisher hatten wir ja den Streichelbereich links liegengelassen. Zwischen den ganzen Fahrgeschäften ist es uns einfach zu laut. Das sehen jetzt auch die neuen Tierparkleiter so und werden es auf die andere Seite der Zufahrtsstraße verlegen. Die neue Brücke dorthin steht schon. Dorthin werden dann auch die Pelikane umziehen. Wir sind gespannt. Der nächste Besuch ist damit schon vorprogrammiert.



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