Mittwoch, 18. Juni 2014

Wildpark Eekholt

Nicht Winnetou und Old Shatterhand führten uns am Vatertag in den hohen Norden, sondern Wikinger, Friesen und Mittelalterliche Musik. Mitten im der Naturerlebnisstätte und dem Wildpark Eekholt bildete diese Kombination für uns eine unwiderstehliche Gelegenheit auf Entdeckungstour zu gehen.

Eine kleine Warnung vorweg: Der Park liegt sehr ländlich zwischen Bad Segeberg und Neumünster. Die Anfahrt sollte gut geplant werden. Trotzdem gibt es auch Anreisemöglichkeiten über den ÖPNV, AST (Anruf-Sammel-Taxi) genannt.

Eekholt ist ganzjährig jeweils bis zum Einbruch der Dunkelheit geöffnet. Die Kassenzeiten sind an die Jahreszeiten angepasst (Sommer 9-18 Uhr, Winter 10-16 Uhr). Die Eintrittspreise bewegen sich im Mittelfeld.


Hunde dürfen an der Leine mitgeführt werden. Ausnahmen: Flugwiese und Fischottergehege.

Neben regelmäßigen kommentierten Fütterungen kann man auch weitere Führungen zu den Tierarten buchen. Eine reiche Auswahl an Veranstaltungen, verteilt über das ganze Jahr, runden das Angebot ab. Füttern durch Besucher ist mit im Park erhältlichem Futter teilweise gestattet.

Auf 67 Hektar verteilen sich ca. 700 Tiere in 100 Arten, darunter Blesshirsche (Farbvariante des Rothirschs), Auerhuhn und Baummarder.

Die Gehege sind weitgehend naturbelassen und sehr großzügig angelegt. Auch wenn es wenige Steigungen gibt, empfiehlt sich festes Schuhwerk.

Das Fotografieren ist für private Zwecke erlaubt.


1970 von Dr. Hatlapa als Forschungsgehege für Rothirsche gegründet, liegt einer der Schwerpunkte traditionell auf dem Heranführen der Menschen an die Natur. Dazu gehört zum Beispiel eine Beobachtungsstation an einem Eisvogel-Biotop. Aufgrund der Unruhe im Zuge der Veranstaltung konnten wir leider keine der fliegenden Juwelen sehen.

Sehr schön das Quell-Biotop mitten im Park und seine Einbettung in das Thema Wasser.



Als Informationszentrum für alle Fragen rund um die Rückkehr der Wölfe nach Schleswig-Holstein beherbergt Eekholt auch ein kleines Rudel, dass immerhin ca. 10 Hektar für sich hat.



In seinen Anfangsjahren unterstützte der Park die Auswilderung von Seeadlern. Noch heute ist hier eine wichtige Auffang- und Pflegestation für verletzte Vögel, die anschließend wieder in die Freiheit entlassen werden. Sie leisten damit einen großen Beitrag zum Erhalt unseres Wappentiers (der Bundesadler ist ein Seeadler, kein Steinadler).

Eine ganz besondere Pflanzenart
Dementsprechend sollte man auch die Flugshow der Falknerei nicht verpassen. Auf einer Wiese wartet eine gelungene Mischung vom kleinen Turmfalken bis hin zum riesigen Seeadler auf die Besucher (und Fotografen). Die langgezogenen Sitzreihen ermöglichen allen eine gute Sicht.



Für den kleinen Hunger zwischendurch sind am Eingang, der Flugwiese und am Wolfsgehege diverse Anlaufstellen bereitgestellt. Bei unserem Erstbesuch fiel das Restaurant allerdings durch, da die Bedienung es innerhalb einer halben Stunde (und das am späten Nachmittag nach dem Hauptansturm) nicht schaffte, zumindest unsere Getränkebestellung aufzunehmen. Für das nächste Mal werden wir uns wohl lieber Proviant einpacken.

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