Samstag, 27. September 2014

Zoo Safaripark Stukenbrock: Viele kleine weiße Löwen

Wie das Leben so spielt, hat es in diesem Jahr mal wieder mit dem Facebook-Gewinnspiel des Zoo Safaripark geklappt. Eine Freikarte für mich und eine weitere, die eine Freundin aus Zeitgründen uns geschenkt hat, wollten genutzt werden. Deshalb machten wir uns an meinem freien Dienstag in Richtung Bielefeld auf den Weg. Ich war gespannt, was sich seit dem letzten Besuch getan hat.

Nebensaison und unter der Woche - es war nicht besonders überraschend, dass wir ohne Wartezeit durch die Kasse kamen. Noch kurz die Kameras bereitmachen und los ging es durch das Sicherheitstor. "Heia Safari" zu den Transvaal-Löwen.


In den Vorgehegen der Ställe tigerten gleich mehrere prachtvolle weiße Löwenkater an den Gittern. Die freilaufenden brauchten wir nicht lange zu suchen. Das Rudel lag entspannt auf der Wiese und ließ sich die Herbstsonne auf den Bauch scheinen. Witzig: Die beiden Kater - einer hellbeige, fast weiß, der andere braun - kuschelten friedlich miteinander.

Eine der Katzen erhob sich, ging an einen Baum und ließ es laufen - während ihre Schwester daneben lag und wohl den einen oder anderen Spritzer abbekommen hat. Mein Anderer amüsierte sich königlich, weil sich wenig später die nächste Löwin direkt an dieser Stelle niederlegen musste.

Überhaupt gebärdeten sich die "Majestäten" sehr fotogen, weshalb ich für sie ein eigenes Album auf Facebook/Flickr angelegt habe.

Weniger fotogen ist leider immer noch der Straßenbelag. Der schlägt sogar noch die Bremer Straßen! Jeder Besucher sollte vor der Durchfahrt seine Stoßdämpfer auf Herz und Nieren geprüft haben.




Die Tiger im nächsten Abschnitt hielten ausgiebig Siesta und hatten sich an schwer einsehbare Ecken verzogen. Es sei ihnen von Herzen gegönnt.




Das zweite Löwenrudel im dritten Freigehege hatte sich auf den Hochsitz verzogen und schaute teils interessiert, teils gelangweilt auf uns Besucher herab.

Der letzte Teil der Autofahrt führt auf die "Afrika-Savanne". Nandus und Elen-Antilopen waren das "Begrüßungskommando". Auch hier gibt es jeweils ein Album auf Facebook und Flickr.



Einen Kloß im Hals hinterließ der Anblick von Didi, der afrikanischen Elefantendame. Seit April diesen Jahres ist sie nach dem Tod von Beauty allein auf der Anlage. Sie wirkte entspannt und ich konnte keine Auffälligkeiten entdecken. Da in Ströhen seit dem Tod von Makombe Sambesi ebenfalls verwaist ist, wäre es doch eine gute Idee, die beiden alten Damen zusammen zu führen. Elefanten brauchen die Nähe eines Artgenossen, um sich wohl zu fühlen.



Kurz danach ist auch dieser Abschnitt vorbei, Karten abgeben (man darf immer noch nicht zweimal durch den Safari-Teil mit dem Auto) und Parkplatz anfahren. Hier fällt auf, dass der Kritikpunkt mit dem alten Bus und der maroden Werbetafel einem schmucken Bambuszaun gewichen ist.



Der Parkteil begrüßte uns unverändert mit Shop (mit stimmungsvollem Lounge-Bereich) und dem Kinderwagen-Verleih. Die weißen Tiger und Löwen waren an diesem Tag wohl nicht der Renner. Im Shop herrschte Dunkelheit und es wurde dennoch geheizt. Man erinnere sich: Dienstag war Herbstanfang und so manche Besucher (es gab tatsächlich noch weitere Verrückte wie uns) kuschelten sich fröstelnd in ihre Jacken.

Sehenswert ist hier jedes Mal die relativ neue große Anlage für die weißen Löwen. Das Rudel besteht aus einem hellbraunen Kater und zwei fast weißen Katzen. Hier hat sich Nachwuchs eingestellt und als wir später vorbeikamen, spielte die Mutter auch ausgelassen mit den zwei weißen Fellknäueln. Wem da nicht das Herz aufgeht, mit dem ist wohl auch sonst nicht gerade gut Kirschen essen. Unsere Speicherkarten in den Kameras bekamen jedenfalls reichlich zu tun. (Facebook/Flickr):




Gleich in der Nachbarschaft hat sich im Frühjahr eine Senioren-WG im wahrsten Sinne des Wortes zusammengerauft. Buffy (48), die Breitmaulnashorn-dame, hat einen neuen Mitbewohner aus Dortmund bekommen: Snoopy (44). Nach der Eingewöhnungsphase ist echte Harmonie eingekehrt und wir erlebten Buffy erstmals fast komplett auf ihren vier Beinen. Im letzten Jahr hatte sie nur auf der Anlage gelegen und geschlafen. So ein junger Verehrer weckt die Lebensgeister...



Zwischen Löwen und Geparden sind Erdmännchen eingezogen. Das neue Gehege ist wirklich schön geworden und abwechslungsreich. Die Familie musste allerdings im Haus bleiben: Auch hier hat sich Nachwuchs eingestellt. Schön, dass das Gewimmel auch im Innenbereich beobachten kann.



Nach einem ausgiebigen Mittagessen auf der geheizten Terrasse mit Blick auf Flamingos und Pelikane, ging es dann zu einem munteren Trio, das für uns das Highlight des Tages war - neben dem Löwenrudel. Weitere drei kleine weiße Löwenkinder (ca. 5 Monate alt), die von ihrer Mutter nicht angenommen wurden, tollten ausgelassen herum. Mambo, Mogli und Amali(e) sind wirklich knuffig. Lt. Homepage kann man sich als Besucher sogar zu den Dreien hineinwagen. Aber dazu sind sie jetzt schon fast zu groß. Wir waren jedenfalls überrascht, wie wir feststellten, dass sie auf Maiskolben herumkauten. Seit wann sind Löwen Vegetarier?



Wir konnten uns beide nicht zurückhalten und haben dem Trio ein eigenes Album auf Facebook/Flickr gewidmet.

Weniger erfreulich: Als Futter für die Berberaffen wurde uns am Bahnhof für den Zug durch ihr Gehege doch wirklich und wahrhaftig gezuckertes Popcorn empfohlen statt dem Wildfutter. Die Affen selbst sind da sehr viel vernünftiger und bevorzugen Erdnüsse mit Schale.

Damit waren wir dann auch durch und traten relativ früh für unsere Verhältnisse die Heimreise an. Wenn uns nach Safari ist, wird unsere Wahl wohl auch in Zukunft auf den Serengeti-Park in Hodenhagen fallen.

Wer allerdings etwas weniger Zeit aufbringen will und wen das Rummelplatz-Ambiente nicht stört, kann hier einen amüsanten Nachmittag verbringen. Die weißen Löwen und Tiger sind es wert. Neuerdings steht Apple-Nutzern auch eine App für den Besuch zur Verfügung.

Hier sind die übrigen Bilder von diesem Ausflug zu finden: Facebook, Flickr.

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