Samstag, 15. November 2014

Tierpark Nordhorn

Nach unseren Exkursionen in den Osten der Republik, verschlug es uns Mitte Oktober an die niederländische Grenze. Der Tierpark Nordhorn stand schon länger auf der Agenda.

Bei "Menschen, Tiere und Doktoren" auf Vox tauchten öfters Berichte von hier auf, die vor Jahren meine Neugier weckten. Die Facebook-Seite ist sehr gut gepflegt und interessant. Jetzt kamen noch kleine nordpersische Leoparden dazu. Also worauf noch warten?

Bentheimer Schweine im
Bremer Bürgerpark
Nordhorn ist in der Grafschaft Bentheim. Von hier stammen einige Haustierrassen, die vom Aussterben bedroht sind. Dazu gehören auch die "Bentheimer Schweine" oder "Swartbunten", die die Besucher des Tiergeheges im Bremer Bürgerpark so begeistern. Folglich liegt einer der Schwerpunkte auf der Erhaltungszucht für diese Rassen.

Weitere Highlights sind Waldbisons (das Wappentier), Weißrüsselnasenbären und viele begehbare Gehege, die einen sehr unmittelbaren Eindruck vermitteln. Insgesamt leben hier über 1700 Tiere in ca. 100 Arten auf 10 Hektar Fläche.

Dank der Nähe zum Nachbarland, sind sowohl die Beschilderung als auch der Zooplan strikt zweisprachig gehalten.

Die Anfahrt  (Navi: Heseper Weg 110, 48531 Nordhorn) selbst ist schon sehr idyllisch und stimmt auf den "Familienzoo im Grünen" gebührend ein.

Der Parkplatz ist großzügig dimensioniert und kostenfrei.


Die Öffnungszeit ist jeweils von 9 Uhr morgens bis Einbruch der Dämmerung bzw. 19 Uhr im Sommer.

Hunde sind erlaubt,  kommen sogar gratis rein und dürfen nur nicht in die vielen begehbaren Anlagen.

Allgemein bewegen sich die Eintrittspreise im unteren Niveau.

Der Park selbst hat schon einiges erlebt. Als privater Park 1949 gegründet, stand er in den 90er Jahren fast vor dem Aus, nachdem der damalige Eingangsbereich aufgegeben werden musste. Mit Übernahme durch die Stadt Nordhorn und den Landkreis Bentheim als gemeinnützige GmbH, konnte wieder Land hinzugenommen werden.

Auf dem ehemaligen Parkplatz entstand der heutige Dreh- und Angelpunkt: Der historische Vechte-Hof. Dieses Museumsdorf besteht aus Gebäuden, die andernorts abgerissen wurden und hier eine neue Bestimmung z. B. als Gaststätte bekamen. Eine sehr gelungene "Zweitverwertung", wie wir feststellen konnten.

Apropos Futter: Gleich am Eingang heißt es sich mit den großzügig bemessenen Portionen versorgen. Nicht vergessen sollte man auf jeden Fall eine Tüte mit Kolbenhirse für die verfressenen Wellensittiche. Hungrige Mäuler gibt es genug.

Für die Besucher gibt es eine Cafeteria am Eingang und mit dem "De MalleJan" sogar ein preisgekröntes Restaurant, dass mit lokalen Spezialitäten (auf dem Bild Bratwurst aus Bentheimer Schweinen) begeistert. Bei unserem ersten Besuch sind wir gleich zweimal dort eingekehrt und haben es nicht bereut.

Eine weitere Einrichtung werden wir hoffentlich auch mal ausprobieren: Man kann auch in zwei Ferienhäusern direkt im Tierpark übernachten.

Hat noch jemand den Park schon kennengelernt? Wie gefiel er euch?

Die Bilder unseres ersten Besuchs auf Facebook und Flickr

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