Sonntag, 11. Januar 2015

Unsere Bilder des Jahres 2014 - Teil 1

Jetzt bin ich also auch dran mit einem Rückblick auf das vergangene Jahr. Ich hoffe, ihr seid alle gut rüber gekommen. Eins vorweg: Es war völlig anders als ich es erwartet hatte.

Einen großen Raum nahm natürlich die kleine Lale im Zoo am Meer, Bremerhaven, ein. In Rekordzeit hat sie unser Herz erobert und seitdem auch nicht mehr losgelassen. Es ist jedes Mal ein Riesenvergnügen, ihr und ihrer Mutter Valeska beim Spielen zuzusehen. Gleichzeitig haben wir uns über das Mutterglück der Seebärin Poca gefreut, das Aquarium sich weiterentwickeln sehen und und und. Ein Highlight sind die Tierpfleger, die engagiert und offen ihrer Arbeit nachgehen und auch blöde Fragen mit Engelsgeduld beantworten. Dieser Zoo ist einfach me(h/e)r! Und die Jahreskarte wird demnächst verlängert!

Wir wollen schließlich wissen, wie es u. a. mit Becks, Poca und Nelson weitergeht. Die beliebte Seebärin überraschte im Mai alle (incl. Tierpfleger) als sie mitten auf der Anlage ihr erstes Baby zur Welt brachte.
Nelson war die Überraschung des Jahres: Seebärin Poca wurde
im Mai erstmals Mutter - und keiner hatte gemerkt,
dass sie schwanger war.
Mehrfach haben wir auch die Jahreskarte des Erlebniszoos Hannover genutzt. Unter anderem trafen wir uns dort mit Menschen, die sich als Freunde herausstellten. Das Konzept von verschiedenen Erlebniswelten ging für uns auf, die einzelnen Persönlichkeiten blieben bis auf wenige Ausnahmen aber mehr im Hintergrund.











Bye Bye Miri
Yenko noch in Hannover
Besonders nahe ging mir das Schicksal des kleinen Yenko. Er kam 2013 als erster Orang Utan seit über 30 Jahren im Zoo zur Welt und verlor am 4. April seine Mutter Miri durch eine Gebärmuttervereiterung. Doch er hatte Glück im Unglück und fand in Toba im Zoo Dortmund eine liebevolle Ersatz-Mutter.
Yenko in Dortnund
Toba ist eine wunderbare Mutter

Davon konnten wir uns bei unserer kleinen NRW-Zootour selbst überzeugen.

Walter
Doch erneut schlug das Schicksal hart zu: Der Clan-Chef Walter, sonst sehr friedfertig und kinderlieb, wurde scheinbar eifersüchtig, griff durch das Trenngitter nach Yenkos Arm und biss ihn ab. Wie durch ein Wunder überstand der Kleine nicht nur die Verletzung, sondern beweist seitdem jeden Tag, dass ein Orang Utan auch mit nur einem Arm klettern, toben und sich wohlfühlen kann. Dies ist wohl nicht zuletzt Toba zu verdanken, die ihren Schützling mit Argusaugen bewacht. Ein echter Überlebenskünstler!

Im Sommer freute sich ganz Hannover über royalen Nachwuchs am Sambesi: Drei kleine Löwenkinder tobten durch die Schlucht und sorgten regelmäßig für Massenansammlungen.




Im Februar gab es für uns eine Reise, die so wohl nur einmal im Leben möglich sein wird: Wir reisten für eine Woche zu den Olympischen Winterspielen in Sotschi. Gleich am ersten Tag nutzten wir die Gelegenheit und besuchten das Ozeaneum und die Show des benachbarten Delfinariums. Für Besuche im Aquazoo oder ähnlichem blieb leider keine Zeit. Da machte uns das Wetter einen dicken Strich durch die Rechnung. Abseits der großen Politik, die in den Monaten danach die Krim und die Welt bewegte, kann ich nur sagen, dass mich die Menschen in Sotschi sehr beeindruckt haben. Nie werde ich den Russen vergessen, der mich, als ich japsend am Wegesrand stand (Sauerstoffmangel und zu schnell eine Steigung angegangen), den Arm anbot und den Hang hinauf zum Lift führte. Sekundiert wurde er von einem Franco-Schweizer. Und sie ließen mich nicht aus den Augen, bis ich mit Uwe (der sich gerade um eine ältere Dame in ähnlicher Form kümmerte) wiedervereint im Lift saß. Babylonisches Sprachengewirr und doch haben wir uns blendend verstanden. Wenn doch alles so einfach wäre!










Massai Mara - die neue Safari zu Fuß
Die Weißschulterkapuziner fühlen
sich sichtlich wohl auf Mally-Bu
Selbstverständlich haben wir auch zum 40jährigen Bestehen des Serengeti-Parks Hodenhagen vorbeigeschaut. Die großen Feierlichkeiten ließen wir jedoch aus und konzentrierten uns auf die Neuheiten, wie Massai Mara Safari zu Fuß und die Insel Mally-Bu. Wir konnten den Ärger des Chefs Fabrizio Sepe absolut verstehen, als ausgerechnet im Jubiläumsjahr die wichtigste Zufahrt, die Autobahnabfahrt "Hodenhagen" an der A7 monatelang wegen einer Baustelle blockiert war. Wir drücken die Daumen, dass 2015 alles glatt läuft und die Verluste wieder ausgeglichen werden können.


 
Das Baumhaushotel im Zoo Schwerin




Rostocker Roller - eine
"endemische" Haustierrasse


Einen großen Anteil hatten 2014 Entdeckungsfahrten zu uns bisher unbekannten Zoos. So feierten wir die Grenzöffnung vor 25 Jahren indem wir die Zoos in Schwerin und Rostock besuchten. Ich empfinde immer noch dieses Kribbeln im Bauch beim Passieren der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Und das nach all der Zeit... Mein Anderer und ich sind so begeistert, dass wir uns auch ein Nachschlagewerk über die Tierparks in der Nähe zugelegt haben. Stralsund, Ueckermünde, Müritz ... da gibt es noch viel zu berichten. Leider hat 2015 mit einer Schreckensmeldung angefangen: In Rostock mussten Störche, Gänse, Enten und Sichler getötet werden, da bei ihnen der Vogelgrippe-Virus festgestellt wurde. Wir drücken die Daumen, dass sich die Infektion nicht noch weiter ausbreitet und überhaupt alle Zoos von weiteren Verlusten verschont bleiben.

Surya ist der Sonnenschein im Darwineum














Weiter im 2. Teil




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