Sonntag, 27. September 2015

Tiergarten Ludwigslust: Neues aus dem Bärengehege

Ende August schafften wir es endlich mal wieder nach Osterholz-Scharmbeck. Der kleine Tiergarten ist gerade bei wechselhaftem Wetter der ideale Zielpunkt. Und er hat immer wieder die eine oder andere Überraschung parat.
So wurden wir an der Kasse gleich darauf aufmerksam gemacht, dass die Affen inzwischen frei im Park herumlaufen können. Der Zaun ist immer noch an Ort und Stelle und die älteren Magots bleiben auch brav im Gehege. Die Jüngeren haben aber scheinbar zu viele Schlupflöcher gefunden und können nun auch offiziell ihren Abenteuerdurst löschen.

Sonntag, 20. September 2015

Papageienschutz-Centrum Bremen e. V.: Tag der offenen Tür, 12.09.2015

Nachdem mein Anderer im letzten Jahr die Gelegenheit hatte bei einem Tag der offenen Tür die Arbeit des "Papageienschutz-Centrum Bremen e. V." kennen zu lernen, klappte es für mich endlich auch.

Im Stadtteil Findorf, umgeben von Schrebergärten, ist durch die Unterstützung vieler Spender, aber auch der Artenschutzbehörde (Förderung läuft leider in diesem Jahr aus), aus einer alten Gärtnerei ein Art "Gnadenhof für Papageien" geworden.

Wie schon im letzten Jahr teilte sich die Führung (3 EUR/Erw.) in drei Teile auf. Den ersten Teil übernahm Herr Hans-Hermann Braune, der zunächst auf die Geschichte und Entstehung des Vereins einging. Wer die Lebensbedingungen von freilebenden Papageien mit den Haltungsbedingungen in Privathaushalten ansehe, sähe, mit welchen Qualen für die Tiere dies einher ginge. Auf jeden Fall sollten sie nie einzeln gehalten werden. Es sind Schwarmvögel, die den sozialen Kontakt untereinander brauchen. Ein sprechender Vogel (kommt nur in Einzelhaltung vor), der einen Artgenossen als Partner bekommt und in die Gruppe integriert wird, verliert diese Verhaltensweise und allerhöchstens in Stresssituationen rutscht ihnen noch ein Wort heraus, "dass dann allerdings kein Kompliment für den Vorbesitzer ist" (Zitat Hr. Braune).

Wer schon einen Papagei besitzt, findet hier Anleitungen, wie er für seinen Liebling den "Dschungel ins Haus" holen kann. Besonders muss auf eine schimmelfreie Umgebung geachtet werden, da die Luftsäcke der Vögel sehr empfindlich darauf reagieren.

Entsprechend karg ist der Quarantäne-Raum eingerichtet. Mangels Neuzugängen konnten wir uns ein bisschen umschauen. Sehr wichtig sind die im Raum hängenden Äste. Metallstangen schaden den Füßen und bieten ja auch keinen Anreiz zum Knabbern und Schnabel wetzen. Zusätzlich wurden pastellfarbene (Papageien lieben diese Töne) Bettbezüge in Streifen gerissen und zu langen Seilen verflochten. Das dient nicht nur zur Befestigung, sondern kann feucht auch die Raumluft regulieren. Dazu dient auch das große Betttuch, das vor der Außenwand hängt.