Montag, 19. Oktober 2015

Tier- und Freizeitpark Thüle: Onno - und so klein und schon mit Hut, 4.10.2015

Statt Marathon war uns am 4. Oktober mehr nach Tierpark - insbesondere, wenn es um Nachwuchs bei Flachlandtapiren geht. Deshalb hieß es aber auch früh aufstehen, weil die Straßen in Bremen wegen der Läufer weiträumig gesperrt wurden.

Kam noch nicht oft vor, dass wir kurz nach Öffnung (9 Uhr) schon im Park standen. Der Jahreszeit entsprechend waberten noch die Nebelschwaden durch die Landschaft. Tolle Stimmung, aber blöd zum Fotografieren. Deshalb kann ich von den Krallenaffen nur soviel berichten: 

Die Zwillinge waren
zu schnell für uns unterwegs
- Hanni, Nanni und Anni, die Rotbauchtamarine-Drillinge, die von ihrem Pfleger mit der Hand aufgezogen werden mussten, turnen inzwischen mit ihren Eltern durch das Gehege. Sieht alles sehr harmonisch aus. 

- bei den Goldköpfchen-Löwenäffchen klammerten sich Zwillinge an Papas Rücken. Das Gleiche gilt für die Weißbüscheläffchen.

Und so erfreulich ging es weiter. Bei den Karakalen war Amir immer noch alleine im Gehege, was ihn nicht unbedingt freundlich stimmte. Er hatte richtig schlechte Laune. Als Ausgleich präsentierten sich die Servale zu einem wahren Fotoshooting.




Noch ein bisschen weiter dann die Überraschung: Bei den Ceylon-Hutaffen hat sich Nachwuchs eingestellt. Das verschrumpelte Gesichtchen wurde gekrönt von einer tollen Hutkreation. Besonders niedlich, wenn der Kleine alleine an den Seilen hangelt.

So klein und schon mit Hut!




Nebenan hatte eins der Totenkopfäffchen ebenfalls niedliches Rückengepäck. Und ganz schön freches...



Soviel entzückenden Nachwuchs und das im Herbst - damit hätten wir jetzt ehrlicherweise nicht gerechnet.





Bevor wir dann also zum eigentlichen Grund unseres Besuchs kamen, mussten wir uns natürlich noch die neue Erdmännchen-Anlage anschauen. Die kleinen  Racker sind schon fleißig beim Umgraben. Mal sehen, ob bald die angekündigten Fuchsmangusten ebenfalls einziehen. Ein schönes Warmhaus haben sie jedenfalls schon.





Onno
Da den Kattas das Wetter verständlicherweise nicht behagte, ging es jetzt zu Anton, Susie und dem einen Tag zuvor getauften Onno. Der kleine Flachland-Tapir war Anfang September auf die Welt gekommen. Putzmunter flitzte er über die Anlage und die Capybaras suchten sich eine ruhige Ecke, um ihr Frühstück zu mümmeln.




Erstmals erlebten wir auch Anton in der Vaterrolle. Normal sind die Tapire ja Einzelgänger und treffen sich nur zur Paarungszeit. Doch schon Ferdinand im Jaderpark bewies, dass eine Abtrennung nicht unbedingt nötig ist.


Schön, dass nun auch Onno mit seinem Papa spielen kann. Und der macht begeistert mit.

Anton ließ sich zwischendurch auch gerne einmal ordentlich durchkraulen, sorgte aber auch für den einen oder anderen Seitensprung, denn er ist gerade im Markier-Modus. Sprich: Er spritzt seinen Urin überall hin. Und wer den abbekommt, hat länger etwas davon.

Dabei kann er doch so herrlich unschuldig gucken...

Nachdem nachmittags dann endlich auch die Sonne vorbeischaute, war es Zeit für eine kleine Siesta für die kleine Familie.




Zum Ende des Rundgangs kam es dann noch zu einer barrierefreien Begegnung, die man auch nicht jeden Tag hat. Einem der Gibbons war es wohl auf seiner Inselanlage zu langweilig und er schwang sich in die Bäume über den Zwergottern. Die waren davon sehr irritiert und wollten natürlich sehen, was sich da über ihren Köpfen bewegte. Allen Anstrengungen zum Trotz, blieben sie Zweite in diesem Rennen.

Mit elegantem und lautlosem Schwung landete der Affe direkt auf der Begrenzung des ehemaligen Erdmännchen-Geheges und schaute sich ruhig das Treiben auf der Präriehund-Anlage an. Vor uns zeigte er keine Angst. Wir hielten uns allerdings auch auf Sicherheitsabstand.

Dann hatte er wohl genug gesehen und machte sich auf den Heimweg. Genauso wie wir.

Wer noch mehr von verschlafenen Soldatenaras, neugierigen Löwen und vielem mehr sehen will, kann das auf Facebook und auf Flickr tun. Der Park ist noch bis November geöffnet.


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