Dienstag, 24. November 2015

Dierenpark Emmen: Eine Ära geht nach 80 Jahren zu Ende (1)

Zooplan Dierenpark Emmen (noch bis 31.12.15)
Kurz bevor es Lale in die Niederlande verschlug, haben wir uns im April den Zoo in Emmen angeschaut. Trotz des wechselhaften Wetters ging es auf der Autobahn recht zügig voran. Probleme hatte unser Navi dann nur mit der Bestimmung, welcher Zoo es denn nun sein sollte. So landeten wir erst einmal auf der Zufahrt zum Wildlands Adventure Zoo Emmen - und der eröffnet voraussichtlich im März 2016. Auf Facebook kann man sehr schön die Baufortschritte mitverfolgen. Von außen waren für uns damals nur ein Sandhaufen nach dem anderen - und eine riesige Zufahrt zum Parkhaus. Hier wird für eine besucherintensive und vor allem artgerechte Zukunft auf 40 Hektar gebaut. (lt. Wikipedia befand sich hier übrigens früher der Pinguin-Bereich)

Wir also wieder umgedreht und den Infos einer Freundin von mir gefolgt, die erzählte, der Eingang zum Park läge mitten in der Stadt. Tatsächlich fanden wir dann einen kostenfreien Parkplatz und nach einem kurzen Fußweg den Eingang. Der sieht in der Tat mehr nach einer Schule als nach Tierpark aus. Ursprünglich öffnete der Zoo hier 1935 erstmals seine Tore. Am 31.12.15 ist dann hier Schluss. Deswegen wird so einiges, das ich hier schildere, jetzt schon nicht mehr dort sein. 

Im Innern des Eingangsbereichs befindet sich schon der erste Wow-Effekt: ein Entdeckerzentrum zur Evolution. Mammuts, die Geschichte des Menschen und selbst eines der ältesten Säugetiere flitzte hier durch sein Gehege. (Album auf Facebook)



Durch eine Klimatür und schon mussten wir unsere Kameras erst einmal trockenföhnen. Wir standen mitten im Schmetterlingshaus (Album Facebook) und genossen subtropische Temperaturen. Die Bepflanzung versetzte uns wirklich ein bisschen in den Dschungel und so gingen wir auf Motivsuche. Allein hier hätten wir locker das eine oder andere Stündchen verbringen können, wenn es mein Kreislauf nicht nach Abkühlung verlangt hätte.

Noch ein Blick auf die dösigen Löwen und weiter ging es nach dem Zooshop in das nächste Haus. 


Das Afrika-Haus beherbergt neben Krokodile auch eine Ausstellung namens "Animal Experience". Neugierig, wie wir sind, zog sie uns magisch an. Erneut ein WOW-Moment: Ausgerüstet mit 3D-Brillen ging es eine Treppe hinunter und hinein in ein Abenteuer aus Schwarzlicht und Neon-Farben.

Nacktmullen-Anlage
Nacktmullen-Express
Wieder nach oben ging es in den Regenwald - beziehungsweise in eine Halle mit Panzerkrokodilen, freifliegende Vögeln, Aquarien und den Nacktmullen, die im Untergeschoss untergebracht sind. 

 Zusammen mit der gelungenen Bepflanzung ist das hier ein sehr zeitgemäßes, für alle Seiten gelungenes Arrangement.





Am Ausgang dann noch Terrarien und Zwergmangusten - hier können manche deutsche Zoos noch was lernen. 



Über die Qualität des Burgers im Restaurant breiten wir lieber den Mantel des Schweigens. Da sind die Niederländer nun mal nicht gerade Feinschmecker. 

Dazu gehören mehr die Schwergewichte, zu denen es uns nach der Mittagspause zog: Die Flusspferde. Die Anlage ist an die afrikanische Heimat angelehnt mit Felsen, Sand und - natürlich - großer Wasserfläche. Eine kommentierte Fütterung (wo ist ein Simultan-Dolmetscher, wenn man ihn braucht) lockte die Tiere fotogerecht aus dem Wasser.
Vorbei an der Amerika-Landschaft (Bisons) ging es am Streichelgehege und Rattentunnel vorbei zu den (bolivianischen) Totenkopfaffen. Diese haben die Wahl, ob sie in ihrem Haus bleiben wollen oder über das Dach und einige Seile die Klammeraffen auf ihrer Insel besuchen wollen.

Beide Arten freuten sich gerade über Nachwuchs und blieben lieber unter sich.

Ich kann mir aber vorstellen, wie lebhaft es zugehen kann, wenn es ums Fressen geht und die Kleinen den Großen das eine oder andere Leckerchen abjagen.

Weiter geht es im Teil 2 ...

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen