Dienstag, 1. Dezember 2015

Dierenpark Emmen: Eine Ära geht nach 80 Jahren zu Ende (3)

Sobald wir unseren Blick von der Afrika-Savanne lösen konnten, stellte sich mir endgültig die Frage, warum dieser Park neu gebaut werden muss. Ok, das Jaguar-Gehege ist wirklich in die Jahre gekommen, doch immer noch ein Vorbild für andere Zoos, die ich bisher besucht habe. Die große Voliere für die Weißschulterkapuziner hat auch schon bessere Zeiten erlebt. Danach jedoch reiht sich eine Insel an die andere, besetzt mit Pelikanen und verschiedenen Affenarten.


Besonders bei den Colobus-Affen und den Kattas blieben wir länger stehen und schauten begeistert dem Familienleben zu.

Der kleine Guereza, der alleine die Äste über dem Wasser erkundete, war ein echter Blickfang. 


Bei den Kattas hielt der Nachwuchs die Truppe nicht von ausgiebigen Sonnenbädern ab.

Einfach schön.

Die Maus-Makis ließen sich dagegen nicht blicken. Schade, aber es war auch nicht die richtige Tageszeit für sie.

Den Abschluss dieser Reihe bildet die Anlage der Mantelpaviane. Ihnen gegenüber lümmelten die roten Riesenkängurus auf einer Hangwiese beim Sonnenbad.





Und nun wurde es spannend. Das Elefantenhaus hat noch weitere Funktionen. Im dunklen Foyer wird der Besucher von einer kampfbereiten Klapperschlange "empfangen" - allerdings ausgestopft.

Hier wird auch das Innenleben der Reptilien vorgeführt und wie so eine vollständige Schlangenhaut aussieht.

Lebendiger geht es in den dahinterliegenden Vitrinen zu. Schlangenliebhaber werden hier voll auf ihre Kosten kommen. Leider konnten wir uns nicht alle Arten merken. Aber die taiwanesische Klapperschlange wollte unbedingt aufs Foto.




Und dann geht es abwärts - mit dem Fahrstuhl geht es zum Nachtstall der Elefanten. Der Platz wird genutzt um über die Haltung und Verehrung der Dickhäuter in ihrer asiatischen Heimat zu informieren. Es ist erstaunlich, wie groß die Gegensätze sind. Zum einen festlicher, überbordender Schmuck für Paraden, andererseits Schläge und Ketten für die Arbeitselefanten...



Die Elefanten in Emmen haben mit beiden Extremen nichts am Hut. Ihr Laufstall ist großzügig und funktional angelegt. Hands-on oder Hands-off? Konnte ich leider nicht mitbekommen, tippe aber auf Hands-off.



Aufwärts mit dem Lift und durch eine Tür in eine Tropenhalle, in der es sich ein paar Finken und die chinesischen Alligatoren gemütlich gemacht haben. Im Gegensatz zu meinen Vorstellungen waren die Echsen relativ klein mit ca. 1,50 m. Aber keine Bange: Zum Kuscheln war mir bei den Zähnen trotzdem nicht zumute.










Jetzt ging es einen längeren Gang entlang zu den (ausgeschilderten) Leoparden. Beim genaueren Hinsehen glaube ich jedoch mehr an einen weiteren Jaguar.


Was meint ihr?



Und wir entdeckten einen "alten Bekannten" aus Duisburg: Während im Ruhrpott seine Anlage komplett neugebaut wird, verbrachte Tiger Elroy den Sommer in den Niederlanden.

Weiter geht es dann im Teil 4....

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