Dienstag, 26. April 2016

Zoo am Meer Bremerhaven: Hallo Lili!

Das ging jetzt aber wirklich schneller als alle erwartet haben. Erst im Juni '15 verabschiedeten wir mit einem lachenden und einem weinenden Auge Lale in Richtung Emmen. Der erste Eisbärennachwuchs nach all den Jahren war uns richtig ans Herz gewachsen.

Wer Valeska an diesem Tag beobachtete, dachte sich wohl, dass die Chancen für eine Geschwisterchen in ca. 1 1/2 Jahren sehr gut standen.

Doch was für eine Überraschung: Solange hielten sich Lloyd und Valeska nicht auf und schon an Silvester hieß es wieder: "Leise bitte! Baby will schlafen!"



Schon am 21.12.2015 hatte der Zoo die Geburt eines weiteren Eisbärenbabys gemeldet und konnte sogar ein Video davon posten.


Der Willy-Brandt-Platz war gesperrt
Valeska erweist sich erneut als fürsorgliche, engagierte Mutter und brachte das Kleine entspannt über die kritische Phase des Jahreswechsels, die von der ganzen Stadt begleitet wurde. Wehe, wenn es am 31.12.15 jemand gewagt haben sollte, über den Willy-Brandt-Platz bummeln zu wollen. Mehrfach ging die Polizei Streife und vertrieb mögliche Ruhestörer.

Über Monitore in der Zooschule konnte sich jeder über die Fortschritte in der Wurfbox informieren. Und natürlich wurde spekuliert: Junge oder Mädchen?

Im Februar konnte Valeska kurz abgelenkt und das schon ziemlich große Fellknäuel geimpft werden. Stolze 12 kg. brachte das Kleinchen schon auf die Waage. Und siehe da: Die großen Pfoten gehören zu einem Mädchen.

Hinter den Kulissen ging dann zügig das Training für die große Anlage los.

Kurz nach Ostern, am 5. April, war es endlich soweit: Die inzwischen auf "Lili" getaufte Eisbären-Prinzessin durfte das erste Mal auf die Außenanlage.

Und mein Anderer war dabei.

Er brachte wunderschöne Aufnahmen von einem sehr selbstbewussten, neugierigen und verspielten Jungtier mit nach Hause, das von seiner entspannten Mutter sogar sofort ins Wasser gelassen wurde. Bei Lale hatte Valeska dies noch um Wochen hinausgezögert. Die Direktorin des Zoos, Dr. Kück, war dabei allerdings der Schreck in die Glieder gefahren, wie man den Presseberichten entnehmen konnte.





Am Wochenende hatte ich dann endlich frei und konnte mir selbst "mein Bild" machen. Und dazu bin ich - der bekennende Morgenmuffel - am Samstag freiwillig (!) früh aufgestanden, damit wir gleich nach Öffnung dort waren. Und es hat sich wirklich gelohnt.

Neugierig, aufgeweckt und quietschfidel tapste Lili über die Anlage, immer unter Aufsicht ihrer Mama, die allerdings weit weniger am Beckenrand patrouillierte wie bei Lale. So blieb ihr die Zeit ihrer Tochter die verschiedensten Spielzeuge zu erklären oder einfach herumzutoben. (Komplettes Album auf FB)

Kille, Kille: Lili ist kitzelig
Was hat Mama da?








Nach 1 1/2 Stunden füllte sich der Bereich vor dem Gehege.

Selbst Lloyd wollte wissen, was denn so interessant in der Nachbarschaft war. Überhaupt hat es der "Riese" derzeit schwer, die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich zu lenken.


Das kennt er ja schon von Lale. Also durchhalten, Großer! Du bist und bleibst unser Star.

Am Sonntag wichen wir dem Rummel zunächst nach Beverstedt in den Tierpark Cux-Art aus. Doch auf dem Rückweg legten wir dann doch noch einen Stop am Weser-Deich ein. Immerhin musste eine neue Kamera ausprobiert werden. Erneut bewies Lili ihre Show-Qualitäten und entzückte ihre Fans. (Alle Bilder auf Facebook)





Es ging treppab und treppauf, ins Wasser und wieder raus, stehen üben und fröhliches Springen. Aus Tierpflegerkreisen war zu hören, dass auch kleine Eisbären unter Muskelkater leiden. Kein Wunder, wenn man bedenkt, wie kurz erst sie diese Distanzen bewältigen kann.

Leider haben wir - wie wohl die Meisten - schon wieder Sommerreifen aufgezogen. Daher haben wir einen weiteren Meilenstein verpasst: Im Gegensatz zu Lale, die ein Jahr darauf warten musste, tanzte Lili diese Woche mit Schneeflocken. Wir sind gespannt, wie es weitergeht mit ihr.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen