Sonntag, 19. Juni 2016

Tier- und Freizeitpark Thüle: Nachwuchs, wohin man sieht

Petrus stand auf unserer Seite und so ging es am letzten Freitag meines Urlaubs Richtung Worberg.
Ich wollte unbedingt die kleinen Karakalen sehen.

Gleich vorweg: Die wollten an diesem Tag nicht raus. Dafür gab es genug Anderes zu entdecken.

Der Abstecher zu den Krallenaffen brachte den ersten Juchzer: An den Rücken eines der goldköpfigen Löwenäffchen klammerte sich ein Jungtier. Sein Geschwisterchen tauchte kurz danach ebenfalls auf und die zwei sprangen munter durch die Zweige.

Der Nachwuchs bei den Lisztäffchen war noch wesentlich schüchterner.










Die Volieren für die Hornvögel haben über den Winter ein Roundup erfahren. Die Gehege wurden teilweise zusammengelegt, womit jetzt mehr Flügeleinsatz möglich wird. Die ganze Seite zum Krallenaffenbereich ist dazu erhöht worden, was von den Bewohnern, die auch reduziert wurden, gerne angenommen wird.

Der vordere Teil des alten Raubtierhauses, den im letzten Jahr die Binturongs bewohnten, schien zunächst leer zu sein. Das Pärchen Servale dahinter gab sich entspannt und war mit Putzen beschäftigt. Und leider zog im hinteren Käfig "nur" der Karakalen-Vater Amir seine Bahnen. Azana war mit den Kleinen im Haus. Wie wir später erfuhren, hätten die drei am Vormittag draußen sein sollen. Wir waren also entweder zu spät dran oder die Katze hatte schlicht keine Lust rauszugehen. Schade, aber ein Grund demnächst wieder vorbei zu schauen. Den Nasenbären-Nachwuchs auf Entdeckungsreise hätte ich auf keinen Fall missen mögen.



Bei den Ceylon-Hutaffen klettert der Knirps vom letzten Besuch inzwischen selbständig das Gitter rauf und runter. Und erfreulicher Weise gibt es schon einen neuen Spielkameraden für ihn, der aber noch lieber auf seiner Mutter das Klettern übte. Ebenfalls Nachwuchs gab es bei den Grünen Meerkatzen.




Auch in weiteren Gehegen freuten wir uns an dem reichlichen Nachwuchs.

Doppelpack bei den Kattas
Bei den Kattas vermissten wir den kleinen Julian. Die Handaufzucht hatte uns bei den letzten Besuchen immer begrüßt. Diesmal war er weit und breit nicht zu sehen. Wir erfuhren, dass manche Besucher, die im Umgang mit Tieren ungeübt sind, so falsch reagierten, dass sie Aggressionen bei dem Katta auslösten. Deshalb lebt Julian jetzt in den Niederlanden in einem Tierpark, dessen Anlage unzugänglich für Besucher ist.
Onno ist schon fast so groß, wie seine Mutter

Ein Wiedersehen mit den südlichen Hornraben

Bei Erdmanns sind mindestens schon zwei Würfe angekommen
Der Wächter und sein Kumpel
Onno, der Tapir, der im letzten Herbst zur Welt gekommen ist, ist von seinen Eltern fast nur noch über die Größe zu unterscheiden. Es ist also nur noch eine Frage der Zeit, wann Papa Anton in ihm eine Konkurrenz sehen wird. Dann heißt es leider Abschied nehmen.

Bei Familie Erdmann war Gruppenkuscheln angesagt. Wenn ich das richtig gesehen habe, ist es mindestens schon der zweite Wurf auf der neuen Anlage. Die muss demnächst übrigens noch einmal überarbeitet werden, denn die Schleichkatzen waren so eifrig, dass sie schon zu den Fundamenten vorgedrungen sind, wie man an der graubraunen Erde in ihrem Unterstand sehen kann. Das kommt davon, wenn man ihnen einen so riesigen Wächter hinstellt....



Reichlich Präriehündchen bevölkern die Anlage
Mrs. Gray Wasserböcke

Aus der Zeitung hatte ich schon erfahren, dass das Daumendrücken bei den Kurzkrallenottern geholfen hat. Gleich drei kleine Racker halten die Eltern in Atem. Otto, Kalle und Paul sind aber auch zu süß. Allein ihnen kann man stundenlang zuschauen.




Richtig schlechte Laune hatte dagegen Spike, der Transvaal-Löwe. Sein Brüllen lockte uns zurück zum Raubtierhaus. Hier bekamen wir mit, wie er von seinem Pfleger ins Haus gelockt werden sollte. Suma, die alte Dame, war scheinbar ohne Probleme rein gegangen.

Der Kater wollte es auf eine Machtprobe ankommen lassen, wer denn hier das Sagen hat. Selbst den leckersten Fleischknochen ignorierte er und knurrte lieber alles und jeden an. Als "Belohnung" gab es eine kurze Dusche mit kaltem Wasser.

Das sorgte immerhin für ein Ende des Knurrens. Beleidigt verzog sich seine Majestät unter die Bäume. Aber an Reingehen war nun erst recht nicht zu denken.

Daraufhin wurde Suma wieder raus gelassen. Was der Pfleger auf der Anlage machen wollte, musste damit verschoben werden. Aber als Sieger fühlte sich Spike nicht. Eher über ein erreichtes Unentschieden.

Bei einem netten Plausch mit Frau Grothaus, der wir zufällig beim Rausgehen begegneten, erfuhr ich noch das Eine oder Andere. Die Zwergflusspferd-Dame ist nach einem langen Leben über die Regenbogenbrücke gegangen. Da diese Art in der Natur Einzelgänger sind, kommt das Männchen mit dem Verlust recht gut zurecht. Und damit rückt auch die Umsetzung des nächsten Plans in greifbare Nähe. Für die Hippos wird ein neues, begehbares (!) Gebäude gebaut und die Anlage den neuesten Vorgaben angepasst. Es soll einen beigefarbenen Außenputz erhalten, um sich an die aktuellen Neubauten anzupassen.

 Auf der Wattvogelanlage wird es dieses Jahr knapp mit Nachwuchs, denn ein Loch im Schutznetz verhinderte lange, dass die Vögel raus gelassen werden konnten. Leider war dann die Brutzeit schon vorbei. Neu dazu gekommen sind zwei Kampfläufer.

Und welche Art ist nun im alten Raubtierhaus eingezogen? Das kommt im nächsten Blogbeitrag...

Wer uns auf dem gesamten Rundgang folgen will, der kann sich das Album entweder auf Facebook oder Flickr anschauen.

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