Samstag, 15. Oktober 2016

botanika: Wiedersehen mit Knuppy

Die alte Heimat der Gibbons
Die neue Heimat der Gibbons:
Die botanika im Rhododendronpark im
Bremer Stadtteil Schwachhausen
Ihre alte Heimat in Huchting, Zoo und Gartenfachgeschäft Vida, hat nun endgültig seine Pforten geschlossen, und es wurde Zeit nachzuschauen, wo die kleine Gibbon-Familie in der botanika untergekommen ist.

So machten wir uns an einem freien Tag auf nach Schwachhausen
und erwischten einen wirklich schönen Herbsttag, der anschließend noch zu einem kurzen Fotospaziergang durch den Rhododendron-Park genutzt wurde.

Im Eingangsbereich hat sich kaum etwas seit unserem letzten Besuch verändert. Das Gleiche gilt für den japanischen Garten und den Koi-Teich. Die Fische glauben immer noch, wir hätten Futter mit und fallen auf die locker geballte Faust rein.

Dann wies uns ein Schild den richtigen Weg zu des Rätsels Lösung: Knuppy und die drei Jahre jüngere Wody leben nun im Bereich, in dem früher die Sonderausstellungen z. B. zu Halloween stattfanden. Fast der gesamte Raum wird von dem aus Holz und Maschendraht bestehenden Gehege ausgefüllt. Weiter hinten können die Kleinen sogar in einen Außenbereich und frische Luft schnappen.



Neugierig betrachtete der fast fünfjährige Knuppy die Menschen, die sich in dem engen Vorraum drängten. Wie uns erzählt wurde, haben sich die beiden Menschenaffen zu einem wahren Besuchermagneten entwickelt.

Knuppy (*5.1.2012)
Wody (*15.01.2015)
Seine Schwester dagegen interessierte sich wenig dafür und schwang sich lieber ausgelassen von einem Eck ins andere.

Auf einem umlaufenden Board sind zwei Schlafkästen untergebracht und für den Kuschelfaktor sorgen Wolldecken. Von denen machte besonders Knuppy Gebrauch. So unterschiedlich können Geschwister sein.

Das Innengehege für die Jungtiere
Das "Gibbon-Haus" von außen
Im Vergleich zu ihrem vorherigen Gehege ist in der botanika mehr Platz und Abwechslung geboten. Alles riecht zwar noch neu und etwas improvisiert, doch es ist eine deutliche Verbesserung zur vorherigen Haltung, die doch sehr veraltet war.

Das Außengehege der Jungtiere
Leider ist der Außenbereich zur Zeit nicht für Besucher zugänglich, vermutlich aus Sicherheitsgründen. Nicht umsonst ist im Haus immer eine Aufsichtsperson anwesend.

Beruhigt ging es auf einen Rundgang durch das "Science-Center".


Erste Etappe im Abschnitt "Borneo" war der Käfig von "Bimo", dem Beo, dem in der Zwischenzeit leider seine Gefährtin "Kirana" abhanden gekommen ist. Auf der Webseite der botanika wird sie noch aufgeführt, aber kein Hinweis auf ihr Schicksal. Es bleibt zu hoffen, dass der prächtige Hahn bald wieder Gesellschaft bekommt, denn Beos sind nicht gerne alleine.

Entsprechend ist er für jede Aufmerksamkeit der Besucher dankbar. Sein Rufen und Pfeifen füllt das gesamte Gewächshaus, das dem höchsten Berg Borneos, dem Kinabalu, nachempfunden ist.

Ein Blick ins Warmhaus
der Gibbon-Eltern
Blick zum Mendes-Haus mit neuer
Gibbon-Anlage
Der "Himalaja" war schnell durchquert und es ging zur traditionellen Schmetterlings-Ausstellung im Mendes-Haus. Hier hat sich einiges getan. Anstelle der großen Freifläche zwischen den beiden Gewächshäusern ist hier das Warmhaus und ein weiteres Freigehege für die Gibbon-Eltern entstanden, ebenfalls aus Holz und Maschendraht. Das mag den bejahrten Tieren entgegenkommen, aber entspricht nicht einer modernen Zoo-Haltung. Da diente wohl Huchting als Vorbild.

Eigentlich hätte der Einzug von Bubi und Lucy schon Anfang Oktober stattfinden sollen. Doch Bubi weigerte sich auf einmal in der Transportkiste zu schlafen. Auf eine Betäubung sollte mit Rücksicht auf die rund 40 Jahre des Affen verzichtet werden. Seit dieser Woche ist der Umzug allerdings erfolgreich abgeschlossen worden und wir sind gespannt, wie das Paar mit der neuen Umgebung und den neuen Pflegern zurecht kommen wird. Eine Verbesserung ist es auf jeden Fall.

Damit ging es ab in die tropische Wärme der Schmetterlings-Ausstellung, in der gerade eine der neuen Tierführungen ihr Ende fand. Daher war es anfänglich noch ziemlich eng. Doch dank der Hitze hatten wir bald genügend Muße die aktuelle Gestaltung zu erforschen. Statt Loris und Zwergwachteln (von "Weselohs Tierleben"), ergänzen in diesem Jahr Terrarien mit Geigenheuschrecken die Ausstellung.




Weiter geht es ins Entdecker-Zentrum, das im letzten Jahr komplett erneuert worden war. Schon das einzige verbliebene Aquarium war umlagert und die Kinder machten sich auf die Suche nach Nemo. Das Konzept scheint aufzugehen, denn Groß und Klein wanderten anschließend interessiert und konzentriert von einer Station zur anderen. Schön, wenn das so bleibt.





Auch für uns gab es etwas Neues zu entdecken mit Sally und Lisa, zwei Blattschwanzgeckos, und australischen Gespenstschrecken.

Kurz schauten wir noch einmal bei Knuppy und Wody vorbei, um anschließend die Sonne und den Park zu genießen.


Mal sehen, ob wir in Zukunft wieder öfter hier vorbeischauen.

Die Alben sind wie immer auf Facebook und Flickr.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen