Sonntag, 2. Oktober 2016

Wildlands Adventure Zoo Emmen: Teil 2 - Jungola

Nachdem wir Lale gesehen hatten, ging es zum nächsten Parkteil. Die Wahl fiel auf "Jungola", da der Himmel und der Wetterbericht für die nächsten 2 Stunden Regen angesagt hatte und die asiatische (?) Welt in Emmen vor allem innen stattfindet.

Das beginnt schon gleich nach dem Tor, das wie in Osnabrück und Rotterdam an die versunkene Tempelstadt Angkor Wat angelehnt ist. Der Besucher kommt direkt in ein riesiges Gewächshaus, in dem verschiedene Schmetterlinge herumflattern. Auf den zweiten oder dritten Blick entdeckt man dann auch Aquarien, die China-Alligatoren und Netzpythons.

Natürlich ist es nicht ganz fair einen Vergleich mit dem alten Schmetterlingshaus zu ziehen. Denn dort hatte sich die Vegetation schon jahrelang ausbreiten können. Doch hier werden es die Ranken sehr viel schwerer haben, ist doch viel (betonierter) Platz für die Besucher gelassen worden. Hier heißt es abwarten, wie es sich weiter entwickelt.



Raus ging es dann Richtung der asiatischen Elefanten. Die haben zugegebener Maßen viel Platz in dieser sandigen Flusslandschaft.  Ist auch nötig bei dem Prachtexemplar von Bullen! Mekong kennen wir selbst schon aus Amsterdam. Doch zuvor sorgte er schon in Leipzig für Nachkommenschaft. Hier spielt er nun gerne mit den kleineren Bullen, interessiert sich aber auch ausgiebig für die Mütter.

Leider fiel mir hier das erste Mal etwas auf, das uns bis zum Ausgang begleiten wird: Dauerberieselung mit "Fahrstuhlmusik". Alle paar Meter steht ein dudelnder Lautsprecher. Was das soll, weiß wohl nur der Zoo. Erst dachte ich noch, dass sei in der Zeit der Eingewöhnung, um die Geräusche der Besucher zu dämpfen. Aber die Tiere sind ja nun schon ein paar Monate auf den Anlagen und Freunde berichten, dass die Musik immer noch läuft. Ist Geschmackssache, aber mir gefällt das nicht. Im Zoo will ich die Tiere hören.


Vorbei geht es an einer der "Attraktionen" (ich dachte, das wären die Tiere). Für Abenteuerlustige und Kinder kann man hier auf Bambusflößen übersetzen. Schien gerade bei den Kids gut anzukommen. Risiko dabei nass zu werden ist bei der sehr kurzen Strecke und den Absicherungen wohl nicht gegeben.

Hinter dem nächsten Snackstand deutet sich dann schon "Rimbula" an. In dieser großen Freiflughalle ist einerseits der Innenbereich für die Elefantenherde, andererseits die nächste "Attraktion" Rimbula-River, eine Bootsfahrt in Anlehnung an die Sambesi-Fahrt in Hannover. Über solche Parallelen hatte auch der Blog während der Bauzeit des Zoos ausgiebig informiert.

Überraschenderweise ist die Halle in zwei Abschnitte unterteilt. Im ersten Bereich kann man, wenn man rechtzeitig zur Stelle ist, Blasskopf-Allfarb-Loris füttern. Bei unserem Eintreffen waren die aber anscheinend schon so satt, dass sie sich lieber mit den Blüten der geschickt verteilten Büsche beschäftigten. Zwischen ihnen guckte eine Krontaube neugierig. Aber die sind ja bekanntlich nicht so an Nektar interessiert.

Durch einen Plastikvorhang geht es weiter zu den Kattas. Die Lemuren haben freie Bahn und können zwischen den Besuchern herumspringen (Hagenbecks Tropenaquarium lässt grüßen). Damit ihnen dabei nichts passiert, gibt es reichlich Aufsichtspersonal, das sich auch höflich aber bestimmt durchzusetzen versteht. Für die Ringelschwänze stehen genügend Bäume für die richtige Aussicht zur Verfügung. Da fehlt nur noch eine künstliche Sonne für die Sonnenanbeter. Dann wäre die Unterbringung perfekt. Aber auch so zeigt der Nachwuchs, wie wohl sich die Äffchen fühlen.

Gleich danach kommt die nächste Affenart in Sicht: Die Braunkopf-Klammeraffen. Wie? Die kommen doch aus Kolumbien und die Lemuren aus Madagaskar? Ok, kein Geo-Zoo, sondern die Vergesellschaftung von Arten aus den gleichen Klimazonen, quer über die Kontinente. Alles Dschungel halt.

Also die Klammeraffen bevölkern eine Insel in dem schon angesprochenen Rimbula-River und kommen damit besser zur Geltung als einstmals im alten Zoo. Unter ihnen fahren die Bootstouren durch und so ist immer für Abwechslung auf beiden Seiten gesorgt.

Ausgerechnet jetzt fing eine der Shows in der Arena, die sich ebenfalls in der Halle befindet, an. So ohrenbetäubend, dass ich schon fast meine Ohrstöpsel rauskramen wollte. Mein Anderer schaute sich das kurz an, während ich mich nach einer Fluchtmöglichkeit umschaute. Nicht viele Besucher wollten "Jim's Jungleshow" sehen.

Außerdem hatten wir Hunger. Dann also ab ins Jungola-Restaurant. Das befindet sich zusammen mit Souvenirläden auf einem großen Platz am Ende der Halle und ist wie ein vietnamesisch/thailändisches Dschungeldorf gestaltet. Auf der Karte standen sogar ein paar asiatische Suppen und Nudelgerichte. Es fand sich auch ein ruhiges Plätzchen und so verbrachten wir eine angenehme Mittagspause.

Selbstverständlich machten wir auch eine Bootsfahrt mit. Lichtmangel verhinderte jedoch Fotoaufnahmen.

Anschließend hatten wir Glück, denn die Gibbons ließen sich blicken. Sie kann man wohl am Besten über den Dschungel-Pfad beobachten, eine wackelige Hängebrücke fast unter dem Hallendach. Da ich jedoch Höhenangst habe, habe ich darauf verzichtet.

Es lohnte sich auch auf dem Weg zum Ausgang genau hinzuschauen. Überall grünte und blühte es und dazwischen zwitscherten Vögel oder hingen Flughunde ab. Ohne das Getöse aus der Arena ist es hier richtig angenehm.

Draußen konnten wir noch einmal die große Elefantenherde bewundern und uns zum Abschluss dieser Runde noch an den Späßen der Zwergotter amüsieren, die wirklich eine schöne Anlage mit Besuchersteg mittendurch bekommen haben.
 



Oh Herr, lass die Sonne scheinen!


 
Es hatte übrigens zwischenzeitlich geregnet, doch so richtig aufklaren wollte es auch nicht. Daher beeilten wir uns den dritten Teil des Park - "Serenga" - noch zu besichtigen, bevor Petrus seine Schleußen erneut öffnete.


Doch dazu im dritten Teil mehr...

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