Samstag, 29. Juli 2017

Wildpark Müden

Thomas Wamser
WP Müden Logo
Seit 2008 wirbt die Familie Wamser mit dem Motto "Tierisch nah dran" für ihren Wildpark an den Ufern der Örtze und der Wietze. Auf ca. 10 Hektar begegnen die Besucher vor allem der heimischen Tierwelt.

Besonderes Highlight sind die täglichen Flugschauen der "Eventfalknerei", die uns bereits im Wildpark Schwarze Berge mehrfach begeisterte. Hier ist sozusagen ihre "Home Base", weshalb Thomas Wamser auch im Image-Film des Parks auftritt.

Grund genug für uns in diesem Frühjahr mal in der Südheide vorbei zu schauen.

Die Anfahrt führt von der A7 über Ausfahrt Soltau-Süd über Munster nach Müden. Oder von der A2 über Celle und Hermannsburg nach Müden.

Der kostenlose Parkplatz liegt nur wenige Schritte vom Eingang entfernt und bietet reichlich Platz auch bei Veranstaltungen wie dem Mittelalterfest jeweils im August.

Von der Größe und Ausrichtung empfiehlt sich der Park für Familien mit kleinen Kindern.

Eingebettet zwischen Ferienhäusern übersieht man fast das kleine Eingangsgebäude des Wildparks. Die Preise gehören zur unteren Preiskategorie.

Wir nutzten auch gerne das Kombiangebot mit dem Otterzentrum Hankensbüttel. Bei Vorlage der Müdener Eintrittskarte erhält man 1 EUR Rabatt auf den Eintritt.

Hunde müssen angeleint bleiben und zahlen 1 EUR Eintritt.

Der Übersichtplan 
Vögel bilden den Hauptteil der ca. 20 Tierarten. Somit hatte Müden auch besonders unter den Auswirkungen der Schutzmaßnahmen gegen die Geflügelpest zu leiden. Viele der Enten waren bei unserem Besuch noch in ihren Ställen, weshalb die naturnahen Gehege auch etwas leer wirkten.









Die Eventfalknerei in Müden
Nicht verpassen sollte man natürlich die Flugschau. Die Eventfalknerei betreibt die Zuchtvolieren mit eigenen Mitarbeitern. So faszinieren schon beim Warten Blaubussard und Adler.

Blaubussard
Anders als im Wildpark Schwarze Berge ist das Fluggelände hier flach und von hohen Bäumen begrenzt. Es eignet sich daher besonders gut für die Ausbildung der Greifvögel, von der man auch einiges in der Vorführung erfährt. 

Bei unserem Besuch war die Stallpflicht erst kurz zuvor aufgehoben worden und die Akteure daher noch nicht so ganz in Form. Ab und zu mussten die Falknerinnen ihre Schützlinge an Stellen aufsammeln, die nicht geplant waren.
Ararauna in Ausbildung
Sittiche in der rückwärtigen Voliere
Für eine Überraschung sorgten am Ende Exoten, die erst seit wenigen Jahren in solche Vorführungen auftauchen: Gelbbrust-Ara und Kakadu werden gerade für größere Aufgaben ans Publikum gewöhnt und durften daher erstmal nur kurze Strecken von Hand zu Hand fliegen.

Wer hier vielleicht auch irgendwann auftauchen könnte, verrät ein Blick auf die rückwärtigen Volieren.


Für uns ging es danach mit dem Rundgang weiter. Erste Station ist hierbei die begehbare Anlage des Damwilds.

Das Füttern mit dem wildparkeigenen Futter ist erlaubt. Leider hielt sich nicht jedes Kind an die Auflage auf den Wegen zu bleiben. Dennoch hat das Wild genügend Rückzugsfläche.



Heidschnucken dürfen nicht fehlen
Nach den großzügigen Weiden erreichen wir die "Wappentiere" des Wildparks: Die Waschbären. Gleich daneben wuseln Marderhunde und Nutrias. Wer meinen Blog zu den invasiven Arten gelesen hat, weiß wohl, was mir hier durch den Kopf ging.




Volieren mit Bunt- und Rotfußfalken und amerikanischen Virginia-Uhus komplettieren diesen Abschnitt. 

Danach werden die Gehege für Rothirsche, Wildschweine und Elche wieder weitläufiger. Dazwischen liegt der Imbiss, das Streichelgehege und eine kleine Wiese, die für Veranstaltungen genutzt wird. Hier ist auch die Koppel für die Leine-Schafe.






Wir wählten die große Runde und trafen dabei auf einen kleinen Rehbock, der sich im höchsten Grade von uns gestört fühlte. Obwohl wir brav auf dem Weg blieben, griff er mehrfach an, wenn wir die Kameras hoben.


Fazit: Der Wildpark Müden ist aufgrund seiner Größe und seines Tierbestands das ideales Ausflugsziel für Familien mit kleinen Kindern aus der näheren Umgebung oder als Zwischenstation auf dem Weg zum Beispiel ins Otterzentrum. Für einen Tagesausflug ist er sonst zu klein.

Für mich blieb nur eine Frage: Was macht der Nandu da im Gehege von Mufflon und Heidschnucke?


Wer noch mehr sehen will, der findet unser Album auf Facebook und Flickr.

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