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Donnerstag, 25. April 2013

Besuch in der Wingst am 24.04.2013

Unverhofft kommt oft (bei uns sowieso) und so machten wir auf dem Weg nach Buxtehude einen Zwischenstopp im Zoo in der Wingst. Hier hat sich seit dem letzten Besuch einiges getan. Dr. Rüdiger Wandrey ist als Direktor von Nadja Niemann abgelöst worden und die alte Tigerin Rani ist in die ewigen Jagdgründe eingegangen. Bisher haben sich diese Veränderungen jedoch kaum auf den Park ausgewirkt.

Näher trauen sich die Wallabys nicht
Bei unserem Besuch beschäftigten sich die Tierpfleger mehr mit dem "Frühjahrsputz". Von den in einem Zeitungsbericht angekündigten Fütterungen war weder an der Kasse noch an den jeweiligen Gehegen irgendetwas zu sehen. Da muss noch nachgearbeitet werden.

Bei den Kängurus herrscht immer noch vornehme Zurückhaltung. Hier seufzte mein Anderer auf - wenn doch der Tierpark Sababurg nicht so verdammt weit (ca. 3 h mit dem Auto) entfernt wäre. Im dortigen Kontaktgehege lassen sich die Bennett-Kängurus füttern und sogar streicheln.

Sonntag, 16. Dezember 2012

Vorweihnachtliche Überraschung in der Wingst

Der Klapperstorch war sturer: Eigentlich sollten die Dingos im Zoo in der Wingst vorerst keinen Nachwuchs mehr bekommen. Vor kurzem krabbelten jedoch trotzdem sechs kleine Welpen aus dem Bau. (Bericht der Niederelbe-Zeitung)

Die Dingos im Wolfs- und Bärenwald sind wieder Eltern geworden

Samstag, 13. Oktober 2012

Wolfs- und Bärenwald


Entweder holt man sich an der Kasse beim Verlassen des alten Zoobereichs eine Münze oder es reicht das Vorzeigen des Kassenbelegs - je nachdem, ob die Kasse im Erweiterungsbereich besetzt ist.

Ein Stück außerhalb den Olymp hinauf, führt der Weg in den Wolfs- und Bärenwald. Dieses derzeit 2 Hektar große Gelände soll in Zukunft auf ca. 6 Hektar vergrößert werden. Neben den namensgebenden Tierarten sind bereits die Dingo-Eltern eingezogen. Demnächst sollen Nordluchse folgen. Dieses Gehege befindet sich nahe dem Eingang und ist soweit schon bezugsfertig.

Suchbild mit Wolf - wer findet ihn?
Die drei Braunbären  (*1993, Marka, Mischka und Munja) gehören noch zum "Altbestand" und wohnten bis 2007 zusammen mit der Seniorin Pauline (1976 im Berliner Zoo geboren) im jetzigen Löwengehege. 

Dann konnte endlich der von Direktor Wandrey vorangetriebene Umzug stattfinden. Ein Traum für jeden Tierfreund. Weitläufig mit altem Baumbestand, vielen Möglichkeiten zum Unterschlüpfen und Baden - so eine "Wohnung" wünscht man allen Zoo-Bären auf der Welt. Und sie sind nicht alleine. Durch einen 33 Meter langen Tunnel hat das Wolfsrudel von nebenan die Möglichkeit die Petze zu besuchen. Als wir da waren, saß tatsächlich ein Wolf auf einer Anhöhe und beobachtete seine Nachbarn.

Um das Revier der Wölfe führt ein Rundweg, der immer neue Perspektiven auf das 10köpfige Rudel eröffnet. Die grauen Jäger durchquerten in immer neuen Formationen den Waldabschnitt, um sich auf der Anhöhe in der Mitte immer wieder zu versammeln. Wie es schien, warteten sie wohl auf die Fütterung.

2011 wurden hier übrigens erstmals 5 Welpen aufgezogen - ein großes Schritt im sozialen Gefüge des Rudels.

Nach dem großen Bogen schließt sich das Gehege der Dingos an. Die australischen Verwandten der Wölfe sind verwilderte Haushunde und beweisen, dass aus einem Hund kein Wolf mehr werden kann. Die Wingster Tiere stammen aus dem ehemaligen Institut für Haustierkunde in Kiel. Die zernarbten Gesichter zeugen von der Wildheit dieser Rasse. Im Frühjahr hatten wir allerdings auch beobachten können, wie zärtlich sie im Umgang mit ihren Welpen sind.

Vorbei an einem weiteren Spielplatz für die Kinder kann man sich für den Weg am Bärengehege entlang entscheiden oder für den Aufstieg zu einer Aussichtplattform am Wolfsbereich.

Uns bot sich ein Anblick, der mir automatisch eine Melodie durch den Kopf schießen ließ: "Versuchs mal mit Gemütlichkeit..." Eine der Bärinnen schubberte sich ausgiebig und wahrlich genussvoll an einem Baum. Welch ein Anblick!

Mit einem letzten Blick auf die Bären endete dann auch unser Besuch für dieses Mal.

Zoo in der Wingst




Wie sehr sich die Auffassung von Zoos in den letzten 40 Jahren verändert hat, zeigt sich am Besten am Beispiel des Zoos in der Wingst.


Gegründet als "Baby-Zoo", der die Aufzucht der Tierkinder aus ganz Deutschland übernahm, ist er heute im Besitz der Gemeinde Wingst mit Unterstützung eines Fördervereins. Gerade in den letzten Jahren sind viele neue Gehege entstanden, darunter der Wolfs- und Bärenwald. 

  

Da trifft es sich gut, dass wir regelmäßig nach Cuxhaven müssen. 

Zu den jährlichen Veranstaltungen gehört die Tropennacht im Juli. 


Eintrittspreise und Öffnungszeiten
Erwachsene € 6,50
Kinder (3-14J) € 4,50
Schüler/Studenten (Schüler-/Studentenausweis) € 4,50

Gruppen (ab 20 Personen)
Erwachsene € 5,50
Kinder, Schüler, Studenten € 3,50

Familien-Jahreskarten enthalten 2 Erwachsene und die dazugehörigen, eigenen Kinder.

Jahreskarte Erwachsener € 25,00
Jahreskarte Kind, Schüler, Student € 16,50
Jahreskarte Familie € 50,00

Bei Führungen (bitte 14 Tage vorher anmelden)

Normaler Eintrittspreis (oder Gruppenpreis) +

Erwachsene €   3,50
Kinder €   2,50
mindestens € 35,00

Anmeldung (NUR FÜHRUNGEN!) an Tel.: 04778-7242



ÖFFNUNGSZEITEN

Der Zoo ist ganzjährig, täglich ab 10 Uhr geöffnet. 

Im Sommer bis 19 Uhr, im Winter bis 16.30 Uhr. Kassenschluss eine Std. (im Winter 1/2 Std.) vorher.

Hunde dürfen leider nicht in den Zoo.

Besuche: Oktober 2012April 2010
Zeitungsbericht zum Abschied vom Rüdiger Wandrey als Zoo-Direktor

Der ehemalige Baby-Zoo, Teil 2


Eine Station, die wir nicht auslassen konnten, war das Streichelgehege. Dank des am Vormittag noch flauem Besuchs stürzte sich die "Meute" aus Schafen, Ziegen und Alpaccas regelrecht auf uns. Wer nicht sofort Futter bekam, klopfte entweder auf die Schulter oder grabbelte zwischen den Beinen durch. Liebe Eltern: Erzählt bitte nicht, dass die Ziegen gleich daran sterben, wenn der Karton angefressen wurde! Das führt nur zu Tränen und Geschrei. Einfach stillschweigend den Tierchen den Karton aus den Zähnen ziehen und gut ist.

Das Mittagessen nahmen wir am Zoo-Kiosk ein. Eine sehr ordentliche Portion Currywurst mit Pommes Frites bzw. Kartoffelsalat für 4,50 bzw. 5 EUR.
Wer es gediegener mag, kann auch aus dem Zoo raus und das benachbarte Restaurant aufsuchen.

Gut versorgt, bummelten wir zunächst zum Gehege der Rotnackenwallabys. Hier führt ein Weg hindurch und die Tiere bewegen sich ohne Scheu in ihrem Bereich. 

Die Weißhandgibbons zeigten sich kurz und lautstark. Ihr "Gesang" hallt weit über den Zoo hinaus.

Serval und Ozelot verschliefen wie üblich den Tag und kamen erst mit der Dämmerung in Bewegung. Da ihre Gehege relativ dunkel sind, wird Fotografieren zu einer Herausforderung.

Leichter fällt es da mit dem Gehege gegenüber. Dort wuseln zwei putzige Zwergotter und beäugen neugierig jeden Besucher. Mein "Anderer" schaffte es sogar mehrfach, sie vom einen Ende des Geheges ans andere zu locken. Für beide Seiten des Zauns eine sehr amüsante Episode.

Die Gehege von Grünen Meerkatzen, Hulman-Languren, Schopfmangaben und Brazza-Meerkatzen sind leider noch älteren Baujahrs und damit für Fotografen eine echte Katastrophe. Für die Tiere selbst ist reichlich Platz und kein Grund zum Umzug gegeben. 

Nach diesem "Zirkelschlag" wird es Zeit, sich um die Gehege und Gebäude im Zentrum zu kümmern. Als Erstes fallen da die Kaninchen mit ihrer originellen Färbung auf. Bei Zootierliste werden sie als "Japaner" bezeichnet. Ebenso originell ist die Möglichkeit für die Langohren ins nächste Gehege zu springen - zu den Stachelschweinen. Scheint aber noch keine Beschwerden wegen der herumliegenden Stacheln gegeben zu haben.

Die restlichen Außengehege für Fuchsmangusten und Marderhund bieten viele Versteckmöglichkeiten, die am Samstag auch kräftig genutzt wurden. Jedenfalls waren die Bewohner nicht zu sehen.

Die 4 kleinen Häuschen in der Mitte bilden eine Kette. Neben den Warmgehegen für die Krallenaffen, finden sich hier auch Pythons und Nilflughunde. An der anderen Wand sind Nischen mit Aquarien eingerichtet. Eins davon ist dem Disney-Film "Findet Nemo" angelehnt.


Den Abschluss bildet dann ein weiteres begehbares Freigehege. In ersten Teil kann man - wenn diese wollen - Lisztaffen barrierefrei begegnen, im zweiten Teil den Weißgesichtsseidenaffen. Zwei von ihnen zeigten sich sehr interessiert an uns. Unter eifrigen Gepiepse wurden wir intensiv beguckt.

Jetzt wurde es Zeit für den großen Erweiterungsbereich, dem 2 ha großen Wolfs- und Bärenwald.

Der ehemalige Baby-Zoo, Teil 1


 
Am Samstag war es wieder einmal soweit. Auf dem Weg zu einer Familienfeier machten wir noch einen Abstecher in den ehemaligen Baby-Zoo in der Wingst. Nach dem Tod des Katers Raja mit biblischen 18 Jahren hat die Tigerin Rani neue Gesellschaft aus Aschersleben bekommen: die weiße Tigerin Tamuti. 

Doch zunächst begegnete uns am Eingang eine andere Katze: Die Hausdame der Wingst begrüßte uns wie alte Bekannte. Und nach den obligatorischen Streicheleinheiten, ließ sie es sich auch nicht nehmen uns auf den rechten Weg zu bringen.

Die Flamingos standen sich fotogen spiegelnd im Wasser, während der flugunfähige Storch lieber vom Teichrand nach Fröschen Ausschau hielt.



Neu für uns ist das Gehege neben dem Streichelzoo. Das Aluminiumgestell ist die neue Heimat von Araraunas. Den großen Papageien war es aber scheinbar heute zu kalt für einen Freiflug. Daneben tobten unbeeindruckt die Lisztäffchen. Diesen kleinen Krallenaffen werden wir in Wingst noch öfters begegnen. 


Wegen der Nähe zu einem Erdmagnetischem Observatoriums des Bundes, dürfen in Wingst nur Zäune aus nichtmagnetischen Materialien verwendet werden. Daher kann bei den Gittern kein Anstrich erfolgen. Das macht das Fotografieren teilweise zur Herausforderung.


Halloween steht vor der Tür - im Schaufenster der Mäuse 
nicht zu übersehen. Die Bewohner des Kürbiskopfes steckten ab und zu neugierig ihre Nasen heraus.



In dem Häuschen, indem früher die Menschenaffen-Kinder großgezogen wurden, wohnen aktuell auch die Hauben-Kapuziner. Über einen Gittertunnel können sie zwischen Außen- und Innengehege wechseln. 


Weiter führt der Weg an den eleganten Schneeeulen vorbei. Rechts halten und wir stehen vor dem großen Tori-Tor, das auf die Bewohner der hinteren Freianlage hinweist: Die Japan-Affen bzw. Rotgesichtsmakaken. Im vorderen Bereich ziehen die jungen Dingos unsere Aufmerksamkeit auf sich. Der Nachwuchs von diesem Jahr ist inzwischen von den Eltern abgetrennt und genießt die letzten warmen Herbsttage in ihrer ehemaligen "Kinderstube".

Von der Plattform auf den Innengehegen hat man einen herrlichen Blick auf die Japan-Affen und auf den Olymp. So heißt der Berg, auf dem der Zoo steht, tatsächlich. 

Die Affen nutzen ihre große Freianlage ausgiebig zum Spielen, Grooming und vielem mehr. Man hat nicht den Eindruck, dass sie noch andere Beschäftigungen brauchen. Hier gibt es genug zum Entdecken.

Vorbei an dem begehbaren Freigehege der Krallenaffen - die Liszt-Äffchen mussten natürlich sofort nachsehen, wer wir sind - und den Guanakos - verfressen, aber Streicheleinheiten gegenüber sehr abgeneigt - kamen wir zu den Löwen. "Leo" und seine  zwei Damen "Azana" (* 2006 in Rostock) und Kibibi (*2008 in Osnabrück) sind noch relativ jung. Doch davon ist inzwischen nicht mehr viel zu merken. Die Mähne des Katers aus Rostock ist bildschön geworden.

Die Erdmännchen zogen es vor, unter der Wärmelampe zu bleiben. Die Wüstenbewohner können dem deutschen Herbst augenscheinlich nichts abgewinnen. Ebenfalls eher bedeckt gaben sich die Maras. 

Der große Star im Zoo ist derzeit Tamuti, die weiße Tigerin aus Aschersleben, die erst kürzlich eingezogen ist. Nach dem Tod des Katers sollte die 20jährige Rani wieder Gesellschaft erhalten. Doch die Zusammenführung gestaltet sich schwierig, da die alte Dame keine Veränderungen mag - sei dies ihr Gehege oder ihre Gesellschaft. So sind die beiden Katzen derzeit noch getrennt und die schon ausgearbeiteten Pläne für eine Erweiterung des Geheges stehen noch auf "Warten". Bei unserer ersten Runde sonnte sich die weiße Schönheit gerade im hinteren Teil hinter einem Felsen versteckt. Bei der zweiten Runde vertrat sie sich die Beine und erzählte ausgiebig. Wir richteten herzliche Grüße von ihren Freunden auf Facebook aus.