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Donnerstag, 31. Oktober 2013

Tiergehege im Bürgerpark nach "Christian"

Nachdem das Sturmtief "Christian" auch über Bremen getobt hat, haben wir uns gestern in den Bürgerpark aufgemacht. Wir wollten natürlich wissen, wie die Tiere das Unwetter überstanden haben.


Auf dem Weg dorthin sahen und hörten wir schon die Arbeiter beim Aufräumen. Insgesamt 15 Bäume hat es am Montag erwischt. Soweit nötig werden sie zersägt und geschreddert, teilweise werden sie aber auch im Gestrüpp gelassen, um hier Tieren als Unterschlupf zu dienen.

Soweit wir sehen konnten, ist am Tiergehege selbst kein Schaden entstanden. Nur einen alten Baum am Ende des Schafgeheges hat es mitteninzweigerissen. Die Skudden selbst hatten die Ruhe weg.

Ein Opfer von Sturm "Christian"
Skudde

Dienstag, 4. Juni 2013

Tiergehege im Bürgerpark, Bremen, am 2.06.2013

Selbst die Meerschweinchen
trauten sich raus
Endlich sieht es in Bremen nach Frühling aus. Die Sonne lacht uns  und daher ging es für uns am Sonntag raus in die Natur. Zunächst war eine Tierführung in der Botanika geplant. Doch der Parkplatz dort quoll über und so beschlossen wir einen Spaziergang im Bürgerpark. Da waren wir nicht die Einzigen. Selten habe ich das Tiergehege so gut besucht gesehen. Selbst auf den Kanälen stauten sich die Ruderboote an einigen Stellen.

Freitag, 30. November 2012

Tiergehege, Bürgerpark Bremen


Plan des Tiergeheges
Karte des Bürgerparks

Bremen kann zwar keinen Zoo auf seinem Stadtgebiet vorweisen, doch immerhin ein Tiergehege eingebettet in den Bürgerpark. Dessen Geschichte reicht bis ins Jahr 1870 zurück. Damals zog eine Herde von Rentieren in ein Gehege ein, das durch seinen Beobachtungsturm bald den Namen "Belvedere" erhielt. Diese Tiere waren ein Geschenk eines reichen Bremer Kaufmanns, dessen Beispiel weitere Kaufleute folgten. So waren zeitweise sogar Gabel-Antilopen zu bestaunen.

Das erste Wildhüter-Haus, das Schweizer Haus, entstand 1874.

Die Meierei (erbaut 1881)
An seinen heutigen Standort inmitten des Parks zog das Gehege 1884. Bei dem Aushub der Wasserzüge des Parks war eine Anhöhe im Schatten alten Bäume entstanden. Gatter und reetgedeckte Gebäude müssen einen harmonischen Eindruck gemacht haben. 

Das Gehege von Hubert,
Mathilde und Barbara,
den bunten Bentheimer
Schweinen
Seit 1883 hatte es Konkurrenz durch die benachbarte Meierei bekommen, die Kängurus, Affen und exotische Vögel als zusätzliche Attraktion für seine Besucher angeschafft hatte.

Immer wieder rettete die Großzügigkeit Bremer Bürger den Park und sein Tiergehege vor dem Untergang. Dies gilt vor allem für die Zeit nach dem 2. Weltkrieg. Der gesamte Bestand war verschwunden und die Gebäude verfallen. Aus der Zeit des Wiederanfangs gibt es Bürger, die sich noch an das Dromedar Bobby erinnern.

Zwerg-Zebu-Kalb
Ein solcher Exot hat jedoch keinen Platz mehr im heutigen Konzept des Bürgerparkvereins, der sich auch um den Unterhalt des Tiergeheges sorgt. Alle Bewohner entstammen der gleichen Klimazone und es wird ein besonderes Augenmerk auf alte Haustierrassen, wie dem bunten Bentheimer Schwein oder der Leine-Gans, gelegt.

Die Tiere sind tagsüber draußen und können immer besucht werden. Das Tiergehege ist für jeden frei zugänglich und selbstverständlich können auch Hunde an der Leine geführt werden. Nach schlechten Erfahrungen ist leider das Füttern der Tiere nicht mehr erlaubt und das Streicheln durch die hohen Zäune nicht möglich.

Das Gehege ist rein durch Spenden finanziert (Spendenkonto 109 99 93, Sparkasse Bremen, BLZ 290 501 01). 
Eigentlich besuchen wir das Gehege viel zu selten. Selbst an trüben Tagen, wie jetzt im November, hat man hier immer ein schönes Ziel für einen Spaziergang. (Bilder)

Vom Parkplatz der Waldbühne läuft man ca. 30 Min. Wer nicht so weit gehen will, kann auch direkt an der Meierei parken. Dann sind es nur ca. 5 Min.  

Der Bürgerpark ist relativ zentral in der Stadt gelegen und kann mit mehreren Buslinien angefahren werden.