Freitag, 30. November 2012

Tiergehege, Bürgerpark Bremen


Plan des Tiergeheges
Karte des Bürgerparks

Bremen kann zwar keinen Zoo auf seinem Stadtgebiet vorweisen, doch immerhin ein Tiergehege eingebettet in den Bürgerpark. Dessen Geschichte reicht bis ins Jahr 1870 zurück. Damals zog eine Herde von Rentieren in ein Gehege ein, das durch seinen Beobachtungsturm bald den Namen "Belvedere" erhielt. Diese Tiere waren ein Geschenk eines reichen Bremer Kaufmanns, dessen Beispiel weitere Kaufleute folgten. So waren zeitweise sogar Gabel-Antilopen zu bestaunen.

Das erste Wildhüter-Haus, das Schweizer Haus, entstand 1874.

Die Meierei (erbaut 1881)
An seinen heutigen Standort inmitten des Parks zog das Gehege 1884. Bei dem Aushub der Wasserzüge des Parks war eine Anhöhe im Schatten alten Bäume entstanden. Gatter und reetgedeckte Gebäude müssen einen harmonischen Eindruck gemacht haben. 

Das Gehege von Hubert,
Mathilde und Barbara,
den bunten Bentheimer
Schweinen
Seit 1883 hatte es Konkurrenz durch die benachbarte Meierei bekommen, die Kängurus, Affen und exotische Vögel als zusätzliche Attraktion für seine Besucher angeschafft hatte.

Immer wieder rettete die Großzügigkeit Bremer Bürger den Park und sein Tiergehege vor dem Untergang. Dies gilt vor allem für die Zeit nach dem 2. Weltkrieg. Der gesamte Bestand war verschwunden und die Gebäude verfallen. Aus der Zeit des Wiederanfangs gibt es Bürger, die sich noch an das Dromedar Bobby erinnern.

Zwerg-Zebu-Kalb
Ein solcher Exot hat jedoch keinen Platz mehr im heutigen Konzept des Bürgerparkvereins, der sich auch um den Unterhalt des Tiergeheges sorgt. Alle Bewohner entstammen der gleichen Klimazone und es wird ein besonderes Augenmerk auf alte Haustierrassen, wie dem bunten Bentheimer Schwein oder der Leine-Gans, gelegt.

Die Tiere sind tagsüber draußen und können immer besucht werden. Das Tiergehege ist für jeden frei zugänglich und selbstverständlich können auch Hunde an der Leine geführt werden. Nach schlechten Erfahrungen ist leider das Füttern der Tiere nicht mehr erlaubt und das Streicheln durch die hohen Zäune nicht möglich.

Das Gehege ist rein durch Spenden finanziert (Spendenkonto 109 99 93, Sparkasse Bremen, BLZ 290 501 01). 
Eigentlich besuchen wir das Gehege viel zu selten. Selbst an trüben Tagen, wie jetzt im November, hat man hier immer ein schönes Ziel für einen Spaziergang. (Bilder)

Vom Parkplatz der Waldbühne läuft man ca. 30 Min. Wer nicht so weit gehen will, kann auch direkt an der Meierei parken. Dann sind es nur ca. 5 Min.  

Der Bürgerpark ist relativ zentral in der Stadt gelegen und kann mit mehreren Buslinien angefahren werden.

Freitags-Füller #192

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1. Ach ich bin so tiefentspannt - ich will einfach nicht an nächste Woche denken.
2. Einer der schönen Weihnachtsvorbereitungen ist das Schmücken des Adventskranzes.
3. Dieses Wetter ist eine willkommene Entschuldigung für stundenlanges Daddeln.
4. Ich kann nicht behaupten, dass ich von irgendwas schon genug gesehen habe.
5. In den nächsten Wochen wird es wie üblich hektisch und alles andere als friedlich.
6. Ins Königsberger Marzipan gehören nur Mandeln, Puderzucker und Rosenwasser, sagte meine Oma immer.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen gemütlichen Abend, morgen habe ich Adventskalender ausfüllen geplant und Sonntag möchte ich zu Apassionata gehen !
Alle Infos zu den Freitagsfüllern, findet ihr hier.
Alle weiteren Freitags-Füller könnt ihr hier durchlesen und selbstverständlich könnt ihr auch noch bei älteren mitmachen.
Allen einen schönen 1. Advent - egal ob mit oder ohne Arbeit!
Schlachte-Zauber

Montag, 26. November 2012

Serengeti-Park/Affenwelt: Der Affen-Tunnel

Der folgende Teil ist mir echt schwer gefallen. Aber manches muss halt auch erwähnt werden.

Wir setzen unseren Rundgang durch die Affenwelt des Serengeti-Parks fort bei den 

Colobus-Affen aka Guerezas 

Diese eleganten Springer - ihr weißer Fellkranz wurde ihnen beinahe zum Verhängnis - lebten früher in einem der Freigehege. Leider gab es jedoch regelmäßig Probleme bei der Jungtier-Aufzucht. Daher entschloss man sich für den Gehege-Tausch mit den Hulman-Affen. Der Erfolg gibt dem Park recht, denn in diesem Jahr tobte ein gesundes Jungtier herum.



Dennoch: Hier beginnt ein Bereich, der dringend einer "Überholung" bedarf. Im Allwetterzoo in Münster zeigt sich, dass die wunderschönen Altweltaffen sehr wohl in einem offenen Bereich gehalten werden können. Sie brauchen aber einen gesicherten Rückzugs-bereich  Das alles braucht Platz, den der Park ja durchaus bietet. Mein Anderer und ich plädieren dafür, den "Rummelplatz" einzuschränken und dafür mehr bzw. andere Gehege zu bauen. Das würde eher dem Anspruch des Parks entsprechen und wahrscheinlich diese Ecke auch mehr beleben.

Montags-Starter #89

Wieder eine Woche näher an Weihnachten. Was bringt die neue Woche?
Alle bisherigen Montags-Starter findet ihr hier und könnt ihr ebenfalls gerne beantworten. Und los gehts:
1. Besonders schön soll das Wohnzimmer für den 1. Advent werden.
2. Big Bang Theory schaue ich aktuell sehr gern.
3. Oft und gerne denke ich an unsere Reisen zurück.
4. Räucherkerzen gehören zur Weihnachtszeit.
5. Wann gibt es mal wieder einen klaren Tag?
6. Ich habe keine Ahnung, was ich hier eigentlich schreibe, und das sollte reichen.
7. Und was ich noch sagen wollte: Ich liebe meinen Anderen.
8. Für diese Woche habe ich mir aufräumen und sich überraschen lassen, was so anfällt, vorgenommen.
Weitere Infos zu den Montags-Startern gibt es hier.
Lasst euch vom November-Wetter nicht den Spaß nehmen!

Samstag, 24. November 2012

Bericht über Eismeer-Bau bei Hagenbeck

Heute morgen brachte "Das Erste" im Rahmen seiner Serie "Tierisch gut!" einen tollen Bericht. Es ging um die Entstehungsgeschichte des Eismeers im Tierpark Hagenbeck. Neben dem Tierpark-Leiter kamen auch die Tierpfleger zu Wort. Es wird auch erklärt, warum sich die Eröffnung monatelang verzögerte. Wer es verpasst hat, hier der Link zur ARD-Mediathek.

Wird echt mal wieder Zeit für einen Besuch dort....

Freitag, 23. November 2012

Freitags-Füller #191

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1. Eine Welt, in der es kein Internet gibt, ist kaum mehr vorstellbar.
2. Man kann nicht alle Gewinnspiele mitmachen.
3. Ich bin dankbar für die Zeit mit meinem Herzblatt.
4. Ich habe keinen Lieblingseintopf. Das kommt immer auf die Stimmung an.
5. Es ist doch egal, ob in China ein Sack Reis umfällt.
6.  Das mit dem Hausputz habe ich wieder nicht geschafft.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf eine Autorenlesung in Posthausen , morgen habe ich einen Bummel durch die Stadt geplant und Sonntag möchte ich wenigstens das Wohnzimmer adventlich schmücken !

Alle Infos zu den Freitagsfüllern, findet ihr hier.

Alle weiteren Freitags-Füller könnt ihr hier durchlesen und selbstverständlich könnt ihr auch noch bei älteren mitmachen.
Allen ein schönes Wochenende - egal ob mit oder ohne Arbeit!



Donnerstag, 22. November 2012

Serengeti-Park/Affenwelt: Die Freigehege

Je nachdem, wo man den Parkplatz gefunden hat (unser Favorit derzeit: direkt bei den Safari-Lounges, weil gleich noch Toilette in Reichweite), geht es in den verschiedenen "Welten" jetzt zu Fuß weiter.

Wo bleibt mein Drink?
Gleich neben dem Treffpunkt der Serengeti-Busse (Parkplan zum Download) geht es überdacht direkt auf den Platz vor dem Souvenir-Shop und dem historischen Kinderkarussell.
Mutter und Kind wohlauf
Rechts ist auch schon der erste Eingang zu den begehbaren Affengehegen. Und gleich unsere besonderen Lieblinge:


Die Kattas

Die Lemuren mit dem Ringelschwanz haben kaum Scheu vor den Besuchern und springen zwischen den Beinen herum. Das Anfassen ist allerdings nicht gestattet und sorgt nur dafür, dass sie sich in die hinteren Bereiche verziehen. Sind sie besonders gut drauf, dann hat man gerne plötzlich einen Affen auf der Schulter. Solche Bilder sind unvergesslich.

Für mich ist es immer wieder erstaunlich, wie leise sich die Tiere bewegen. Höchstens ein leises "Tap Tap" ist zu hören - egal, ob sie am Boden laufen oder durch die Luft von einem Ast zum anderen springen. Die Lautäußerungen sind normaler Weise hohe spitze Töne.

Der Weg durch das Gehege ist eine Sackgasse, weshalb sich hier meist der Besucherstrom staut. Keiner kann sich so richtig von dem Anblick der passionierten Sonnenanbeter losreißen. Sind auch noch Jungtiere dabei - und das ist ungefähr ab Ende April/Anfang Mai regelmäßig der Fall - dauert es noch länger. Vor Jahren kamen wir im genau richtigen Moment ins Gehege.

Ein echter Glücksfall:
Eine Geburt bei den Kattas.
Die Fütterung war gerade vorbei und wir hatten uns deswegen schon etwas geärgert. Die Gruppe saß im "Kuschel-Modus" in der Sonne. Nur zwei Affen hingen am Maschendrahtzaun. Ein Lichtreflex richtete unsere Aufmerksamkeit auf sie. Unter der Schwanzwurzel des höher sitzenden Tieres hing eine mit Flüssigkeit gefüllte Blase. Kurz danach zog sie irgendwas wie einen kleinen, schwarzen, verästelten Zweig nach oben. In unserer Überraschung wurde uns jetzt erst klar: Wir hatten eine Geburt miterlebt. Wie wir später erfuhren, war es eine Erstgeburt und die Mutter wohl selbst von dem Ganzen überrascht. Ein Lob an die Besucher: Jeder hielt Abstand, verursachte keinen Lärm und jemand dachte auch daran, einen Pfleger zu alarmieren. Ihr könnt euch wohl vorstellen, wohin uns unser Weg an diesem Tag immer wieder hinführte...

Neugierig muss alles erforscht werden
An ruhigen Tagen, wenn wir die Einzigen im Gehege sind, setzen wir uns auf die Abgrenzung und warten einfach ab, was passiert. Selten dauert es lange, da kommt schon der oder die Erste an und beschnüffelt uns. Streckt man die Hand hin, wird diese eingehend untersucht. Merke: So kuschelig warm das Fell ist, so eiskalt sind die Fingerchen. Aber auch reichlich dreckig. Die Jeans sind öfters übersät mit kleinen staubigen Pfotenabdrücken.

In dieser friedlichen Idylle vergisst man glatt, wie bedroht die Art in ihrer Heimat ist. Madagaskar gehört zu den ärmsten Ländern der Erde. Die Tierwelt ist endemisch, d. h. es gibt sie nur hier. Durch die wachsenden Bevölkerungszahlen wird die Natur immer mehr zurückgedrängt. Wie die Orang Utans auf Sumatra und Borneo verlieren die Lemuren, Chamäleons und teilweise noch nicht erforschte Arten ihren Lebensraum an Palmöl-Plantagen. Also Augen auf beim nächsten Einkauf, wo das Zeug überall drin ist!

Die Kattas bewohnen Halbwüsten und kommen sogar mit den Stacheln der Madagaskar-Palmen zurecht. Die auffälligen Schwänze helfen der Gruppe zusammen zu bleiben, aber auch als Warnsignal gegnerischen Verbänden gegenüber. Mit dem durchgeknallten "King Julien" aus der Film-Reihe "Madagaskar" haben die Lemuren nichts gemein.