Je nachdem, wo man den Parkplatz gefunden hat (unser Favorit derzeit: direkt bei den Safari-Lounges, weil gleich noch Toilette in Reichweite), geht es in den verschiedenen "Welten" jetzt zu Fuß weiter.
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| Wo bleibt mein Drink? |
Gleich neben dem Treffpunkt der Serengeti-Busse (
Parkplan zum Download) geht es überdacht direkt auf den Platz vor dem Souvenir-Shop und dem historischen Kinderkarussell.
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| Mutter und Kind wohlauf |
Rechts ist auch schon der erste Eingang zu den begehbaren Affengehegen. Und gleich unsere besonderen Lieblinge:
Die Kattas
Die Lemuren mit dem Ringelschwanz haben kaum Scheu vor den Besuchern und springen zwischen den Beinen herum. Das Anfassen ist allerdings nicht gestattet und sorgt nur dafür, dass sie sich in die hinteren Bereiche verziehen. Sind sie besonders gut drauf, dann hat man gerne plötzlich einen Affen auf der Schulter. Solche Bilder sind unvergesslich.
Für mich ist es immer wieder erstaunlich, wie leise sich die Tiere bewegen. Höchstens ein leises "Tap Tap" ist zu hören - egal, ob sie am Boden laufen oder durch die Luft von einem Ast zum anderen springen. Die Lautäußerungen sind normaler Weise hohe spitze Töne.

Der Weg durch das Gehege ist eine Sackgasse, weshalb sich hier meist der Besucherstrom staut. Keiner kann sich so richtig von dem Anblick der passionierten Sonnenanbeter losreißen. Sind auch noch Jungtiere dabei - und das ist ungefähr ab Ende April/Anfang Mai regelmäßig der Fall - dauert es noch länger. Vor Jahren kamen wir im genau richtigen Moment ins Gehege.
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Ein echter Glücksfall:
Eine Geburt bei den Kattas. |
Die Fütterung war gerade vorbei und wir hatten uns deswegen schon etwas geärgert. Die Gruppe saß im "Kuschel-Modus" in der Sonne. Nur zwei Affen hingen am Maschendrahtzaun. Ein Lichtreflex richtete unsere Aufmerksamkeit auf sie. Unter der Schwanzwurzel des höher sitzenden Tieres hing eine mit Flüssigkeit gefüllte Blase. Kurz danach zog sie irgendwas wie einen kleinen, schwarzen, verästelten Zweig nach oben. In unserer Überraschung wurde uns jetzt erst klar: Wir hatten eine Geburt miterlebt. Wie wir später erfuhren, war es eine Erstgeburt und die Mutter wohl selbst von dem Ganzen überrascht. Ein Lob an die Besucher: Jeder hielt Abstand, verursachte keinen Lärm und jemand dachte auch daran, einen Pfleger zu alarmieren. Ihr könnt euch wohl vorstellen, wohin uns unser Weg an diesem Tag immer wieder hinführte...
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| Neugierig muss alles erforscht werden |
An ruhigen Tagen, wenn wir die Einzigen im Gehege sind, setzen wir uns auf die Abgrenzung und warten einfach ab, was passiert. Selten dauert es lange, da kommt schon der oder die Erste an und beschnüffelt uns. Streckt man die Hand hin, wird diese eingehend untersucht. Merke: So kuschelig warm das Fell ist, so eiskalt sind die Fingerchen. Aber auch reichlich dreckig. Die Jeans sind öfters übersät mit kleinen staubigen Pfotenabdrücken.

In dieser friedlichen Idylle vergisst man glatt, wie bedroht die Art in ihrer Heimat ist. Madagaskar gehört zu den ärmsten Ländern der Erde. Die Tierwelt ist endemisch, d. h. es gibt sie nur hier. Durch die wachsenden Bevölkerungszahlen wird die Natur immer mehr zurückgedrängt. Wie die Orang Utans auf Sumatra und Borneo verlieren die Lemuren, Chamäleons und teilweise noch nicht erforschte Arten ihren Lebensraum an Palmöl-Plantagen. Also Augen auf beim nächsten Einkauf, wo das Zeug überall drin ist!

Die Kattas bewohnen Halbwüsten und kommen sogar mit den Stacheln der Madagaskar-Palmen zurecht. Die auffälligen Schwänze helfen der Gruppe zusammen zu bleiben, aber auch als Warnsignal gegnerischen Verbänden gegenüber. Mit dem durchgeknallten "King Julien" aus der Film-Reihe "Madagaskar" haben die Lemuren nichts gemein.