In Ströhen hat sich auch schon wieder einiges getan. Selbstverständlich hat es Nachwuchs gegeben, was wir bereits auf der Anlage der Nandus und Lamas feststellen durften. Die Katta-Kinder passen inzwischen auch schon längst nicht mehr durch die Maschen des Absperrnetzes.
Bei den Totenkopfäffchen sind neue Untermieter eingezogen. Im Gegensatz zu den sonst üblichen Vergesellschaftungen sind es mal keine Agutis. Hier hat sich die Familie Ismer für Felsenmeerschweinchen entschieden. Sie bevölkern nicht nur den Fußboden und können daher von den Besuchern auch beim Sonnen auf halbhohen Brettern beobachtet werden. Sie sind übrigens näher mit den Capybaras (aka Wasserschweinen) verwandt als mit den einfachen Wildmeerschweinchen. Wirklich eine interessante Ergänzung. Ich bin gespannt, was sich hier in Zukunft so tuen wird.
Überhaupt hat diese Ecke so einiges zu bieten.
Zu den Publikumslieblingen zählen natürlich auch die Erdmännchen und ihre Mitbewohner die Fuchsmangusten. Das Jungtier aus dem Frühjahr sonnt sich schon sehr selbstbewusst und ist kaum mehr von seinen Eltern zu unterscheiden. Am Ende des Tages hatte die Anlage noch eine putzige Überraschung parat. Erst eins, dann zwei und schlussendlich sogar drei kleine Fuchsmangusten krabbelten aus ihrem Bau und erkundeten neugierig die Umgebung.
Wieder einmal vergeblich hielt ich Ausschau nach den Madagaskar-Enten. Oder ich habe sie schlicht nicht erkannt. Kein Wunder bei der reichen Auswahl an Wasservögeln im Park!
Im Gepardengehege war nur eines der schönen Tiere zu sehen. Beim Fotografieren fiel meinem Anderen auf, dass eines der Augen eine andere Reflexion hat. Sollte hier das Alter langsam zum Erblinden führen? Ansonsten machte er/sie aber einen guten Eindruck.
Im Juli erst eingezogen ist nebenan ein afrikanischer Wildhund. Ich vermute, dass bald weitere Picasso-Hunde folgen werden. Immerhin ist es ein Rudeltier und so alleine fühlte er sich sichtlich verloren und unsicher.
Bei Pumas und Tigern gab es in diesem Jahr wieder Nachwuchs. Die kleinen Berglöwen sind fast ausgewachsen und die hübsche Fleckenzeichnung ist nur noch schemenhaft erkennbar. Von den insgesamt vier Kindern haben wir am Sonntag zwei gesehen. Zunächst lagen alle auf und unter einer Bank in der Sonne - das Grundthema dieses Tages. Alles sehr chillig. Am Abend wurde dann ausgiebig getobt.
Akbar und Amidaja sind bestimmt mit diesem Schicksal ihrer Kinder einverstanden. Es ist immer wieder schön, die Beiden im Umgang mit ihrem Nachwuchs zu beobachten. Immer wieder wurde einer von den Jungs kurz beiseite genommen, gesäugt und anschließend ausgiebig abgeschleckt. Neckisch, wenn eine Pfote im Wasser landete und sie anschließend empört trocken geschüttelt wurde.
Im März hatte es sich schon angedeutet. Der Tierpark setzt jetzt verstärkt auf Vergesellschaftung. So finden sich jetzt in einem wesentlich erweiterten Gehege (früher Nyalas, die jetzt nicht mehr da sind) Sitatungas, Wasserböcke, Geierperlhühner und Kronenkraniche.
Im Anschluss an den Rundgang nahmen wir uns diesmal auch Zeit für die Show "Africa, Africa". In der Show-Scheune finden diese täglich am Nachmittag statt. Die Veranstaltung ist nicht besonders aufwändig. Meistens besteht sie darin, dass Zebra & Co. einmal in die Arena laufen und sich umschauen. Ein bisschen Schlangentanz und Akrobatik peppen das Ganze auf. Auch von den beiden Elefantendamen Sambesi und Makombe wird nicht übermäßig viel abverlangt. Der Umgang mit ihnen ist respekt- und liebevoll.
Sambesi und Makombe haben auch hier die Ruhe weg. Makombe legte auf der ersten Runde sogar eine Pause ein, um sich mit frischem Gras zu versorgen und sich hintenrum etwas zu entlasten (sprich: sie pinkelte und kotete ausgiebig). Möchte nicht wissen, wie sich das für ihre Reiter angefühlt hat.
Beim Absteigen wackelten meine Beinchen schon etwas. Manchem Tierfreund ist das Ganze ja ein Dorn im Auge. Dennoch finde ich, dass auch Zootiere sich ihr Futter verdienen dürfen. Unsereins träumt zwar von einem Leben ohne Arbeit und ständigem Müßiggang. Aber mal ernsthaft: Irgendwann würde uns sterbenslangweilig werden. So ist diese Routine einfach eine Abwechslung und Beschäftigung für die Tiere, die ihnen nicht schadet.
Beim Essen im Tiergarten-Restaurant (lecker Wildschweingulasch mit Rotkohl und Klößen) habe ich übrigens aus dem Augenwinkel eine Aktion zur Finanzierung einer neuen Elefanten-Anlage gesehen. Bin gespannt, was daraus wird.
Die Bilder dieses Besuchs sind diesmal in mehrere Alben aufgeteilt. Die Links habt ihr hoffentlich zum Teil schon entdeckt. Was sonst noch sehenswert war, findet ihr hier.
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