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Sonntag, 20. September 2015

Papageienschutz-Centrum Bremen e. V.: Tag der offenen Tür, 12.09.2015

Nachdem mein Anderer im letzten Jahr die Gelegenheit hatte bei einem Tag der offenen Tür die Arbeit des "Papageienschutz-Centrum Bremen e. V." kennen zu lernen, klappte es für mich endlich auch.

Im Stadtteil Findorf, umgeben von Schrebergärten, ist durch die Unterstützung vieler Spender, aber auch der Artenschutzbehörde (Förderung läuft leider in diesem Jahr aus), aus einer alten Gärtnerei ein Art "Gnadenhof für Papageien" geworden.

Wie schon im letzten Jahr teilte sich die Führung (3 EUR/Erw.) in drei Teile auf. Den ersten Teil übernahm Herr Hans-Hermann Braune, der zunächst auf die Geschichte und Entstehung des Vereins einging. Wer die Lebensbedingungen von freilebenden Papageien mit den Haltungsbedingungen in Privathaushalten ansehe, sähe, mit welchen Qualen für die Tiere dies einher ginge. Auf jeden Fall sollten sie nie einzeln gehalten werden. Es sind Schwarmvögel, die den sozialen Kontakt untereinander brauchen. Ein sprechender Vogel (kommt nur in Einzelhaltung vor), der einen Artgenossen als Partner bekommt und in die Gruppe integriert wird, verliert diese Verhaltensweise und allerhöchstens in Stresssituationen rutscht ihnen noch ein Wort heraus, "dass dann allerdings kein Kompliment für den Vorbesitzer ist" (Zitat Hr. Braune).

Wer schon einen Papagei besitzt, findet hier Anleitungen, wie er für seinen Liebling den "Dschungel ins Haus" holen kann. Besonders muss auf eine schimmelfreie Umgebung geachtet werden, da die Luftsäcke der Vögel sehr empfindlich darauf reagieren.

Entsprechend karg ist der Quarantäne-Raum eingerichtet. Mangels Neuzugängen konnten wir uns ein bisschen umschauen. Sehr wichtig sind die im Raum hängenden Äste. Metallstangen schaden den Füßen und bieten ja auch keinen Anreiz zum Knabbern und Schnabel wetzen. Zusätzlich wurden pastellfarbene (Papageien lieben diese Töne) Bettbezüge in Streifen gerissen und zu langen Seilen verflochten. Das dient nicht nur zur Befestigung, sondern kann feucht auch die Raumluft regulieren. Dazu dient auch das große Betttuch, das vor der Außenwand hängt.

Mittwoch, 27. November 2013

Jaderpark: Die erste Winterführung am 23.11.2013

Am Samstag lockte uns neben den süßen Nutria-Babys auch die erste Winterführung der Saison in den Jaderpark. Das Thema war "Die Pflege von exotischen Vögeln im Winter".

So fanden wir uns zur gewohnten Stunde (14:15 Uhr) an der Spielscheune ein. Lange brauchten wir nicht zu warten und Dagmar Hein, die mir noch als eine der Ziehmütter der kleinen Geparden und Medans, des Siamang-Babys, bekannt ist, begrüßte unsere kleine Gruppe.

Ohne viele Umstände ging es los und wie es sich herausstellte, hatten wir an diesem Tag sogar zwei Tierpfleger als Ansprechpartner. Leider stellte sich ihr Kollege nicht vor und die Jacke verdeckte das Namensschild.

Erste Station war die Voliere der Graupapageien. Die inzwischen fünf Vögel erkannten ihre Pfleger sofort und schon hingen sie am Zaun. Natürlich bekamen sie auch ein paar Nüsse gereicht.

Die überaus intelligenten Tiere ("Sie haben ungefähr den Verstand eines fünfjährigen Kindes. Ein Graupapagei beherrscht sogar ca. 5000 Wörter und weiß sie auch anzuwenden.") sind typische Afrikaner. Sie lieben die Wärme und müssen bei Frost im Haus bleiben. Hier dürfen sie sich aber auch nicht langweiligen. "Sie bekommen zum Beispiel Maisstangen. Nachdem die Kolben abgeknabbert sind, kommen die Stämme dran. Ein echte Vergnügen, für den, der hinterher aufräumen darf. Aber sie haben ihren Spaß dabei und das ist, was zählt." Die drei Neuen hätten sich sehr gut in die Gruppe integriert. Insgesamt sei es eine sehr nette Bande.


Ein Grund für das Einschließen ist auch die Wirkung von blankem Eisen auf feuchte Haut. Frau Hein rief in Erinnerung, wie schnell die Haut anfriert und beim Abreißen Verletzungen entstehen. Kennt noch einer den Film "Dumm und Dümmer"? Die Volieren haben zwar einen beschichteten Maschendrahtzaun, die Stützen haben jedoch keinen Überzug. Der könnte wohl auch kaum den scharfen Schnäbeln lange widerstehen.

Das Ziel dieses Rundgangs sei, so Frau Hein, das Verständnis dafür zu wecken, dass im Winter einige Tierarten nicht zu sehen seien. Das Wohl der Tiere gehe nun mal vor.

Sonntag, 1. September 2013

Tiergarten Ludwigslust: Besuch am 26. August 2013

Für mich war am Montag eigentlich Sonntag. Daher nutzten wir die Gelegenheit, mal wieder in Osterholz-Scharmbeck vorbei zu schauen. Diesmal war der Biergarten zu, deshalb bezahlten wir den Eintritt im Restaurant.

Da Wochentag und außerhalb der Ferienzeit, war die Anzahl der Besucher an zwei Händen abzuzählen - schön für uns.

Gleich nach den Flamingos, genossen die Aras die Sonne. Besonders der Graupapagei zeigte sich uns sehr aufgeschlossen und ließ die ganze Bandbreite seiner Sprachkenntnisse (bis hin zu einem sehr gelungenen Niesen) hören.



Bei den Rosakakadus ließ sich auch der Nachwuchs blicken, im Gegensatz zum Gelbhaubenkakadu, der seinen Mitbewohnern, Blaustirnamazonen, den Vortritt ließ.