Donnerstag, 11. Juni 2015

Mach's gut: Lale ist ausgezogen

Am Sonntag schmissen Bremerhaven und der Zoo am Meer noch eine große Farewell-Party für Lale. Heute Morgen war es dann soweit: Mutter und Kind wurden betäubt, um ohne Risiko getrennt zu werden. Anschließend wurde Lale in den Transportkäfig gelegt und wieder geweckt.

Aus dem tapsigen Fellknäuel ist eine junge Dame mit stolzen 190 kg Lebendgewicht geworden, die nun die große weite Welt erkunden soll. Der Knochenbruch ist augenscheinlich bestens verheilt und Valeska ist zunehmend genervt gewesen von ihrer kleinen Diva. Bevor es also zu Kämpfen zwischen den beiden kommt, war ein Auszug unvermeidlich. Auch flauschige Kinder werden irgendwann groß.

Die erste Mitbewohnerin in der neuen Eisbärinnen-WG im Dierenpark Emmen ist schon gefunden. Noortje aus Miertlo wird heute auch im Dierenpark einziehen. Wenn im Herbst der neue Wildland-Zoo in Emmen fertig ist, wird aus dem Duo mit Nela aus München und einer weiteren Bärin aus Dänemark ein Quartett, das die Pubertät miteinander verbringt. Erst in ein paar Jahren entscheidet sich dann, wo sie letztendlich leben wird.

Wir waren sogar schon einmal vorab dort und haben das Übergangsquartier im "alten" Zoo gesehen. Damals wohnte noch ein einzelner Brillenbär dort, der aber wohl schon ausgezogen ist. Übereinstimmende Meinung aller Facebook-Freunde: Die Anlage sieht garantiert nicht mehr lange so aus. Lale wird da schnell ihre Vorstellung von Ordnung umsetzen, wenn sie sich erstmal an die andere Umgebung gewöhnt hat. Sie braucht ja Platz zum Ballspielen.


Der genaue Tag des Umzugs wurde nicht verraten, um alles in Ruhe und ohne Hektik ablaufen zu lassen.

Die Fans sollten jedoch am Sonntag Gelegenheit bekommen, Tschüss zu sagen.

Und dafür wurde ordentlich aufgefahren:

Infostände, Souvenirs zum Kaufen und Selbermachen, Kinderschminken und leckere Muffins. Sogar ein Album lag aus, in dem man seinen ganz persönlichen Gruß hinterlassen konnte. Eine richtig schöne runde Party!

Vielen Dank an dieser Stelle an die Organisatoren! Ihr habt einen tollen Job gemacht!

Montag, 25. Mai 2015

Offener Wolfsabend im Wisentgehege Springe, 14.02.15

Eigentlich hört sich "Wisentgehege" relativ unspannend an, oder? Ein Gehege mit großen Wildrindern halt. Die gibt es auch in anderen Wildparks. Und Springe ist von Bremen aus auch nicht gerade ein Katzensprung. Daher stand ein Besuch dort bisher nicht an oberster Stelle unserer Agenda.

Im Zuge eines offenen Wolfsabends im Februar gab es jedoch eine Verlosung für Besucher, die gerne mal mit ins Wolfsgehege wollten - was ganz oben auf meiner Agenda steht. Also auf nach Springe - und eines Besseren belehrt worden. Das Wisentgehege hat uns mit jedem Schritt mehr begeistert. Am Ende war uns klar: Zeit zu kurz und mindestens noch einmal auf die Besuchsliste gesetzt.

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Der Park liegt im Süden der Region Hannover und im Nordosten des Staatsforsts Saupark Springe. Er entstand 1928 als Reaktion auf das Aussterben der Wisente in freier Wildbahn 1922. (Wikipedia) Inzwischen sind rund 140 von 300 Nachzuchten von hier wieder in die Freiheit entlassen worden. Ein toller Erfolg für die Niedersächsischen Landesforsten!

Nach dem zweiten Weltkrieg zogen weitere Tierarten ein. Heute teilen sich ca. 500 Tiere in 109 Arten die rund 90 Hektar, darunter Sorraia-Wildpferde und Mesopotamisches Damwild.

Mit 11 EUR für Erwachsene und 7 EUR für Kinder ist der Eintritt im mittleren Bereich. Durch das reichhaltige Programm auch außerhalb von Wolfsabenden und ähnlichem ergibt sich ein sehr gutes Preis/Leistungsverhältnis.

Für das leibliche Wohl der Gäste stehen verschiedene Snack-Stände bereit, sowie ein Restaurant.

Samstag, 2. Mai 2015

Quo vadis Jaderpark? (08.02./01.03.2015)

Lange hat es gedauert bis wir mal wieder den Jaderpark angesteuert haben. Da wir kein Interesse an den Fahrgeschäften haben und die Ruhe lieben, ist das Winterhalbjahr ideal für uns. Außerdem gibt es interessante Führungen durch die Tierpfleger. Diesmal waren es erst "Tierausbruch - was nun?" und zwei Wochen später Gabi Grond mit "Tiere wollen beschäftigt werden", die uns anlockten.

Das erste Thema kurz gefasst: Tiere bevorzugen ihre vertraute Umgebung. Selbst eine Lücke im Zaun sorgt nicht automatisch für Fluchtversuche. Das wird meistens durch Stress in der Gruppe oder besondere Umstände verursacht. Ich denke, mit ein bisschen Einfühlungsvermögen kann man das sehr gut nachvollziehen. Auch wir Menschen sind in fremder Umgebung erstmal orientierungslos und suchen Halt an etwas Vertrautem. 

Samstag, 18. April 2015

Zoo Magdeburg

Syrischer Tigeriltis
Schon mal einen syrischen Tigeriltis gesehen oder von einer Dunkelkusimanse gehört? Nein? Neuguinea-Filander? Nein? Dann ab nach Magdeburg. Dort lockt nicht nur ein kleines Spitzmaulnashörnchen, das kürzlich live vor den Kameras von SternTV auf die Welt gekommen ist, sondern viele Arten, die wir zumindest bisher in sonst keinem anderen Zoo gesehen haben.

Makibo ist der neueste Star
Anfahrt: Es ist immer wieder erstaunlich, wie unser Gehirn tickt. Bei Magdeburg dachte ich immer, wie schön es wäre, dort mal bummeln zu können. Wenn die Stadt nur nicht soweit von Bremen weg wäre... Pustekuchen! Ein Blick in den Navi und erstaunt festgestellt, dass es nur 2,25 Stunden Fahrtzeit sind bis zum Zoo. Auf der A2 über Braunschweig, Wolfsburg und Helmstedt (Gedenkstätte Marienborn) kamen wir am Freitag zügig voran. Dank Baustelle "Am Vogelsang" wurde es etwas holprig, aber alles easy.

Da der Zoo mitten in der Stadt liegt, ist er auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen.

Der Parkplatz ist neu angelegt und gebührenpflichtig. Die Karten erhält der Besucher an der Zookasse oder im Zooshop.

Der Eingang, die Zoo-Welle
Ein kurzer Fußweg (derzeit durch die Baustelle) führt zum Eingang, der "Zoo-Welle", der dem Park selbst etwas vorgelagert ist. Hier wurde schon für die Zukunft weit mehr Platz eingeplant, als noch bei seiner Gründung vor über 60 Jahren. Daher sind die Erdmännchen erst einmal die einzigen Bewohner, die der Besucher zu sehen bekommt. Als Tierfreund sind diese noch nicht genutzten Flächen aber eine Einladung für weitere Besuche.

Dienstag, 14. April 2015

Zoo am Meer, 25.01.2015 - Lale kennt jetzt Schnee

Kurze Tage und meistens Wetter, das nicht wirklich zum Spazierengehen einlädt - das ist Januar im Norden. Aber wir ließen uns nicht abschrecken und besuchten bei erster Gelegenheit Lale, Nelson und Urmel.

Am Tag zuvor hatte es endlich geschneit. Es war der erste, den Lale kennengelernt hat. Leider haben wir diese Premiere verpasst. Aber sie soll sehr begeistert gewesen sein. Auch bei unserem Besuch tobte sie fröhlich im Wasser und an Land, immer "bewaffnet" mit ihrem Ball. Von dieser komischen weißen Masse war ja leider nicht mehr viel übrig.

Mutter Valeska nahm das Ganze sehr relaxt und ermahnte ihr Töchterchen ab und zu es nicht zu wild zu treiben. Leider umsonst, denn wenige Tage später erfuhren wir, dass sich Lale beim Toben die Vordertatze angebrochen hat. Seitdem hat sie Stubenarrest. Weiterhin Gute Besserung, Süße! Wir vermissen dich!

Sonntag, 12. April 2015

Natura Artis Magistra (Artis Royal Zoo Amsterdam), 02.01.2015

Damit sind wir glücklich im Jahr 2015 gelandet. Über Silvester hatten wir eine besondere Einladung erhalten und sahen die Knallerei von einer Fähre im Hafen von Amsterdam aus. Jetzt hieß es sich davon zu erholen und wo kann man das am Besten? Genau im Zoo. Daher wanderten wir schon am zweiten Tag durch den ältesten Zoo der Niederlande, die "Natura Artis Magistra", gegründet 1838. "Die Natur ist die Lehrerin der Kunst" heißt der Name übersetzt. Und damit ist auch die Entstehung des Zoos erklärt: Junge Künstler sollten hier die Vorbilder für ihre Werke live und in Farbe vor sich sehen können. Im Park flanieren die Besucher zwischen einigen ausgesuchten Skulpturen. Mitten in der Stadt gelegen, wuchs der Königliche Zoo vor allem durch Spenden der Bürger und ist heute ca. 14 Hektar groß.

Von Bremen aus kann man sehr gut mit dem Auto über Groningen in ca. 3, 25 h in Amsterdam sein. Nur Achtung: Die Parkgebühren und Benzinpreise sind gigantisch! Das ideale Verkehrsmittel sind natürlich die Füße und, wenn die nicht mehr mitmachen, eines der vielen Grachtenboote. Es gibt sogar eine Bootsfahrt, die die Besucher direkt an der Artis absetzen und am Nachmittag wieder abholen, um dann die Stadtrundfahrt fortzusetzen (26 EUR/Erw. incl. Zoo-Eintritt, der selbst 19,95 EUR/Erw. beträgt). Den Service haben wir auch sehr gerne genutzt. (Route und Erreichbarkeit / Preise und Öffnungszeiten)

Freitag, 3. April 2015

Unsere Bilder des Jahres 2014 - Teil 4

Die zweite Jahreshälfte

Endlich! Zwischenzeitlich ist die Tastatur meines Laptops über den Jordan gegangen und mein Admin (mein Anderer) brauchte etwas Zeit, um eine Lösung zu finden. Dann noch endlich wieder soweit zur Ruhe kommen und jetzt also auf die letzte Runde des Jahresrückblicks. 

Juli

06.07. Naturzoo Rheine
09.07. Bürgerpark Bremen
18.07. Zoo am Meer, Bremerhaven
21.07. Tier- und Freizeitpark Thüle


Wieder einmal ließen sich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Mein Anderer bekam sein Mittelalter-Fest und ich meinen Zoo. Zum Salinenfest in Rheine konnten die Besucher frei zwischen Zoo und Festwiese wechseln. Im Gegensatz zum Erstbesuch war die Pinguin-Anlage auch wirklich begehbar und den Lippen-Bären stand der Sinn nach Frischluft.